Informationen zum Thema Asyl-und Flüchtlingspolitik in Niedersachsen

Internationaler Kindertag: Landesbeauftragte appelliert, geflüchtete Kinder weiterhin verstärkt in den Blick zu nehmen

Die niedersächsische Landesbeauftragte für Migration und Teilhabe, Doris Schröder-Köpf, macht am heutigen Internationalen Kindertag auf die vielen Kinder aufmerksam, die sich weltweit auf der Flucht befinden. Das UN-Kinderhilfswerk (UNICEF) geht von circa 34 Millionen Kindern weltweit aus. Allein durch den Krieg in der Ukraine sind momentan schätzungsweise mehr als zwei Millionen Kinder auf der Flucht.

Die Landesbeauftragte nimmt daher die Situation der aus der Ukraine nach Niedersachsen geflohenen Kinder besonders in den Blick und betont: „Krieg, Flucht und Todesangst sind für diese Kinder traumatische Erlebnisse. Um ihnen ein Stück Normalität und Kindheit zurückzugeben ist es gut, dass sie hier in Niedersachsen so schnell wie möglich die Schulen bzw. Kindergärten besuchen können. Unbürokratische Lösungen, wie sie jetzt praktiziert werden, sind von größter Wichtigkeit – egal aus welchem Land ein Kind zu uns geflüchtet ist. Besonders wichtig ist für die meist traumatisierten Kinder auch der Zugang zu psychologischer Unterstützung. Daher sollten wir langfristig daran arbeiten, dass der Zugang zu ausreichend psychologischer Betreuung gewährleistet werden kann – auch, um Erzieherinnen und Erzieher zu entlasten.“

Hintergrund:

Der Internationale Kindertag wird am 1. Juni gefeiert. An diesem Tag stehen die Rechte und die Situation der Kinder im Mittelpunkt. Der Internationale Kindertag wurde im Jahr 1950 von den sozialistischen Ländern eingeführt. Im Jahr 1954 führte die UN als Gegenstück dazu den Weltkindertag ein. In Deutschland werden auf Grund der Teilung sowohl der 1. Juni, der Internationale Kindertag, als auch der 20. September, der Weltkindertag begangen.  

Landesbeauftragte begrüßt Bereitstellung von 25 Millionen Euro für besonders gefährdete Afghaninnen und Afghanen

Gestern wurde im Haushaltsausschuss des Bundestages beschlossen, dass mindestens 25 Millionen Euro dafür bereitgestellt werden, 20.000 besonders gefährdete afghanische Geflüchtete in Deutschland aufzunehmen. Die Landesbeauftragte für Migration und Teilhabe begrüßt diese Entscheidung ausdrücklich: „Es ist ein erstes wichtiges Zeichen in die richtige Richtung und ein Hoffnungsschimmer für viele Afghaninnen und Afghanen, die unter der Schreckensherrschaft der Taliban um ihr Leben bangen.“

Weitere Informationen finden Sie auch hier:

https://www.spiegel.de/politik/deutschland/afghanistan-programm-ampel-regierung-plant-25-millionen-euro-fuer-gefluechtete-ein-a-8924c6fb-36dc-406a-b448-3e896736a200?fbclid=IwAR2sPMDgcQ2Z_9UqFqMHzc1j28bTv74DNd3q1IHJs3biqUXV1fEwIaFt6kY

Aktuelle Informationen

Aktuelle Informationen zum Ukraine-Konflikt finden Sie hier und auf den folgenden Seiten:

Informationsportal der Landesregierung: Niedersachsen-Portal

Niedersächsisches Kultusministerium (u.a. Krippen, Kitas u. Schulen): MK

Lotto-Sport-Stiftung: LSS // Digitaler Wegbegleiter (Deutsch) / Digitaler Wegbegleiter (Ukrainisch)

Niedersächsischer Flüchtlingsrat: NdS-Fluerat

Niedersächsisches Ministerium für Inneres und Sport: MI

Bundesregierung (Informationen auch auf Englisch und Ukrainisch): Bund

Bundesministerium für Inneres und Sport (BMI): Germany4Ukraine

Bundesbildungsministerium und Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS): FAQ auf der BMAS-Webseite

Gesundheitsministerkonferenz (GMK): Beschlüsse zur gesundheitlichen Versorgung

Unterstützung besonders Schutzbedürftiger: Informationsmaterialien entwickelt für Erwachsene, die Kinder in konflikt- und Vertreibungssituationen betreuen.

Informationen der Bundesagentur für Arbeit:

Informationsblatt des BAMF:

Diverses:

Informationen für Schutzsuchende aus der Ukraine

Diese Informationen stammen vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge. Stand 29.04.2022.

Landesbeauftragte besucht blau-gelben Treffpunkt in Burgdorf

Am Montag, den 25.04.2022, besuchte die Landesbeauftragte für Migration und Teilhabe, Doris Schröder-Köpf, in Burgdorf den blau-gelben Treffpunkt der Pauluskirchengemeinde, der von der Diakonie Hannover-Land zusammen mit der Paulusgemeinde betrieben wird. Hintergrund der Einrichtung des Treffpunktes war die große Hilfsbereitschaft in Bezug auf den Angriffskrieg in der Ukraine und das Leid der Geflüchteten. Vor Ort sollen diese Halt und Unterstützung erfahren, das sei allen Beteiligten wichtig, so Imke Fronia vom Migrationsfachdienst der Diakonie Hannover-Land.

Vor Ort ist der Migrationsfachdienst der Diakonie sowie die Kirchenkreissozialarbeiterin sowohl für die Kirchengemeinde als auch auch für die Vertriebenen ansprechbar. Kleider- und Sachspenden werden ebenfalls vor Ort gesammelt.

Doris Schröder-Köpf sprach allen Beteiligten ihren großen Dank dafür aus, dass diese sich engagieren und vielen Geflüchteten somit wertvolle Unterstützung anbieten. Einige geflüchtete Frauen berichteten, dass es wichtig sei, sich zweitweise auch von den Geschehnissen in der Heimat ablenken zu können, was im blau-gelben Treffpunkt möglich sei.

Gemeinsam sprachen die Beteiligten beispielsweise auch darüber, wie den Themen Wohnungsknappheit sowie Unterstützung in Kitas und Schulen für geflüchtete Kinder am besten begegnet werden könne. Zudem waren sich alle darin einig, dass es weiterhin gilt, langfristig Migrationsberatungsstrukturen zu etablieren, um Zuwanderungs- und Fluchtbewegungen auch in Zukunft angemessen begleiten zu können. Weitere Informationen zum blau-gelben Treffpunkt finden Sie hier:

https://www.kirchenkreis-burgdorf.de/nachricht/blau-gelber-treffpunkt-f%C3%BCr-gefl%C3%BCchtete.html

Fördermöglichkeiten des Bundes aus dem AMIF

Wir möchten Sie auf die Information des Bundes über Fördermöglichkeiten aus dem AMIF (Asyl-, Migrations- und Integrationsfonds) zur Projektförderung zu Gunsten von Kriegsvertriebenen aus der Ukraine hinweisen. Die jeweils aktuelle Fassung des Förderatlas ist über die Webseite www.bamf.de/amif21 einsehbar.

Informationen zu Kursen für ankommende Geflüchtete

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Informationen zum Integrationskurs für Geflüchtete aus der Ukraine: Fragen und Antworten (FAQ)

Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge hat eine Handreichung zum Thema „Integrationskurse für Geflüchtete aus der Ukraine“ erstellt. Komprimiert auf drei Seiten finden sich hier viele Fragen, die sich in Bezug auf die Kurse stellen, sowie Antworten. Beispielsweise wird aufgeführt, welche Voraussetzungen es für die Kurse zu erfüllen gilt und ab wann diese besucht werden können. Weitere Informationen finden Sie hier:

3. Vernetzungsgespräch zur Unterstützung von Geflüchteten aus der Ukraine

Heute fand das 3. Gespräch zur Unterstützung von Geflüchteten aus der Ukraine statt. Auf Einladung des Landesbeauftragten für Migration und Teilhabe, Doris Schröder-Köpf, berichtete Kultusminister Grant-Hendrik Tonne über die vielfältigen und weiterreichenden Bemühungen an Schulen und Kindertagesstätten.

An dem digitalen Austausch nahmen über 30 unterschiedlichste Akteure aus der Landesverwaltung, von Vereinen und Verbänden sowie ehrenamtliche Privatpersonen teil.

„Mein Dank gilt Kultusminister Tonne für den kurzfristigen und offenen Austausch. Der geschilderte Umgang mit der Gesamtsituation an den Schulen und Kindertagesstätten ist vorbildlich und unbürokratisch. Es ist zu hoffen, dass wir aus diesem Umgang lernen und in der Zukunft weiterhin so flexibel agieren können.“, so Doris Schröder-Köpf.

Kultusminister Tonne gab einen Überblick über die aktuelle Lage an den Schulen und Kindertagesstätten in Niedersachsen. Das Kultusministerium hat in einer beispiellosen Art und Weise auf die die Geflüchteten aus der Ukraine reagiert. Kinder und Jugendliche können sofort beschult werden. Ausgebildetes Schul- und Kitapersonal soll ein einfacher Arbeitsmarktzugang gewährt werden.  

“Sport verbindet Menschen – Aktiv für Geflüchtete”: Landessportbund fördert Angebote für Geflüchtete

Der Landessport-Bund (LSB) Niedersachsen unterstützt zum wiederholten Mal Sportvereine, Landesfachverbände und Sportbünde, welche Geflüchteten Sportangebote aus landesfinanzierten Mitteln machen möchten. Nach dem Motto “Sport verbindet Menschen – Aktiv für Geflüchtete” hat der Landessportbund Hilfsangebote zusammengefasst, die leicht online beantragt werden können. Mittels eines vereinfachten Verfahrens können Sportvereine Fördermittel von 500 Euro je Antrag erhalten für:

– Sportkleidung und -schuhe für geflüchtete Menschen

– Transportausgaben, um Geflüchtete von ihren Unterkünften zu den Angeboten zu transportieren

– Materialien und Ausrüstung, die für Umsetzung von Angeboten notwendig sind

– Ausgaben für Übersetzungen

– Aufwandsentschädigungen für Helfende

– Kinderbetreuungsausgaben

– kostenlose Verpflegung während der Angebote

– Eintrittsgelder für Schwimmbäder

Anträge können bis zum 31. März 2022 an den Sportbund Heidekreis, bildung@sportbund-heidekreis.de, oder postalisch in der KSB-Geschäftsstelle eingereicht werden.

Bunte-Interview: Landesbeauftragte spricht über ihre Arbeit in der Flüchtlingshilfe und darüber, was jeder Einzelne tun kann