Informationen zum Thema Asyl-und Flüchtlingspolitik in Niedersachsen

Wir dürfen diese Kinder nicht im Regen stehen lassen!

Landesbeauftragte für Migration und Teilhabe appelliert zum Weltkindertag:

„Gemäß dem aktuellen Global Trends Report des UNHCR sind über 100 Millionen Menschen auf der Flucht, darunter knapp 42 Millionen Kinder. Die auf der Flucht gemachten Erfahrungen sind oft traumatisch und prägend und werden die Kinder noch viele Jahre begleiten. Nicht wenige Kinder sind ganz alleine ohne ihre Eltern nach Niedersachsen gekommen und suchen hier Schutz. Wir dürfen diese Kinder nicht im Regen stehen lassen! Von daher schließe ich mich den Forderungen der 23 Wohlfahrts- und Menschenrechtsverbände zum Weltkindertag an.“

Weitere Informationen zu den Forderungen finden Sie hier

Landesbeauftragte für Migration und Teilhabe empfängt Integrationsbeauftragte der Bundesregierung zum Gespräch

Am Donnerstag, den 15.09.2022, empfing die Landesbeauftragte für Migration und Teilhabe, Doris Schröder-Köpf, die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung, Reem Alabali-Radovan, zum Gespräch in ihrem Büro in der Niedersächsischen Staatskanzlei.

In dem Austausch wurden verschiedene aktuelle Themen besprochen, wie beispielsweise das auf Bundesebene verhandelte Migrationspaket sowie die Themen Chancen-Aufenthaltsrecht und Bleibeperspektiven für Geflüchtete. Zudem erörterten die Bundes- und die Landesbeauftragte die Notwendigkeit, Deutschland weiterhin als modernes Einwanderungsland zu gestalten. Diesbezüglich wurden sowohl statusrechtliche Fragen als auch mögliche integrationsbegleitende Maßnahmen und Strategien diskutiert.

Weitere Informationen zur Arbeit der Beauftragten der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration sowie Antirassismus finden Sie hier:

https://www.integrationsbeauftragte.de/ib-de

#weexplainforeveryone: Landesbeauftragte für Migration und Teilhabe, Flüchtlingsrat und Lotto-Sport-Stiftung danken den an der Corona Aufklärungs- und Impfkampagne beteiligten Ärzt*innen

Am 09. Juni 2021 startete die mehrsprachige Corona Aufklärungskampagne der Migrationsbeauftragten Schröder-Köpf, des Flüchtlingsrates Niedersachsen e.V. und der Niedersächsischen Lotto-Sport-Stiftung. Ziel der Kampagne ist es, Geflüchtete und alle Menschen deren Muttersprache nicht Deutsch ist, mit grundlegenden Informationen zum Impfen zu versorgen, Bedenken gegenüber der Corona-Impfung abzubauen und diese als Grundlage für weitergehende persönliche Beratungsgespräch vor Ort nutzen zu können. Getragen wird die Kampagne von Ärztinnen und Ärzten, die in Videos in 16 Sprachen prägnant und einfach verständlich in ihrer Muttersprache über das Impfen aufklären sowie Impfreaktionen und Nebenwirkungen thematisieren und besonders verbreitete Mythen widerlegen. 

Mit den Videos und FAQ in 16 Sprachen erzielte diese bisher eine Gesamtreichweite von rund 170 Millionen Kontakten. Die begleitende Facebook-Ad-Kampagne sorgte zudem noch ein mal für rund 4 Millionen erreichte Nutzerinnen und Nutzer, welche die Videos über 15 Millionen Mal angeschaut haben. „Dies wäre ohne das Engagement der Ärztinnen und Ärzte, die der Kampagne ihr Gesicht und ihre Stimme gegeben haben, nicht möglich gewesen und es wären sicherlich etliche Menschen noch heute dem Corona-Virus ungeschützt ausgesetzt“, so Schröder-Köpf. Die Landesbeauftragte hatte gestern (29.08.) zum Dank für deren Engagement alle Beteiligten zum Abendessen ins Gästehaus der Landesregierung eingeladen. „Ohne das Mitwirken der Ärztinnen und Ärzte hätten wir die Menschen so überhaupt nicht erreichen können. Das haben die Zahlen der Kampagne ganz deutlich gezeigt. Es war mir somit ein Bedürfnis, alle persönlich kennenzulernen und ihnen gebührend zu danken“, so Schröder-Köpf weiter.

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Bundesagentur für Arbeit: Infomaterial für Ukraine Geflüchtete

In einem übersichtlichen Beitrag veranschaulicht die Bundesagentur für Arbeit mögliche Schritte so wie zu beantragende Leistungen für Geflüchtete aus der Ukraine. Unter anderem wird mehrsprachig (deutsch, ukrainisch, russisch, englisch) aufgezeigt, wie ein Beratungsgespräch geplant werden kann oder welche Leistungen des Jobcenters in Anspruch genommen werden können.

Unter diesem Link finden Sie das Infomaterial der Bundesagentur für Arbeit:

https://www.arbeitsagentur.de/ukraine-infomaterial

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Es gibt noch Restbestände: „Ankommen – So geht Deutschland“ – Niedersächsische Landesbeauftragte für Migration und Teilhabe übernimmt Schirmherrschaft über mehrsprachigen Ratgeber für ukrainische Flüchtlingskinder.

„Ankommen – So geht Deutschland“ ist ein kindgerecht illustrierter Ratgeber, der Flüchtlingskindern dabei helfen soll Ihre Rechte in Deutschland zu verstehen. Zudem soll der Ratgeber vor pädophilen Übergriffen schützen.

Der Ratgeber ist in den Sprachen Deutsch, Ukrainisch und Russisch erschienen und kann beim Verein White IT als analoge und digitale Broschüre angefordert werden. Im Jahr 2016 erschien der kindergerechte Ratgeber bereits in arabischer Sprache.

„Das Projekt „Ankommen – So geht Deutschland“ soll Kindern und Eltern beim Ankommen in Deutschland helfen und vor Missbrauch schützen. Gerne habe ich erneut die Schirmherrschaft übernommen“, so die Niedersächsische Landesbeauftragte für Migration und Teilhabe, Doris Schröder-Köpf.

Bestellungen richten Sie bitten an:

dirk.rasokat@whiteit.com

Landesbeauftragte begrüßt Gesetzentwurf der Bundesregierung zum ersten Migrationspaket

Der von der Ampelkoalition auf den Weg gebrachte Gesetzentwurf zum ersten Migrationspaket, der heute vom Kabinett beschlossen werden soll, widmet sich unter anderem den Themen Duldungen sowie Erwerbsmigration. Die Niedersächsische Landesbeauftragte für Migration und Teilhabe, Doris Schröder-Köpf, begrüßt die vorgesehenen Anpassungen ausdrücklich:

„Das neue Migrationspaket ist ein Meilenstein und wird endlich dem Anspruch eines modernen Einwanderungslandes gerecht. Rechtlich lediglich geduldete Mitbürgerinnen und Mitbürger, die seit Jahren bei uns leben und sich vorbildlich einbringen, sollten endlich auch echte Perspektiven bekommen. Zudem müssen wir Erwerbsmigration weiterhin attraktiv gestalten – denn wir benötigen händeringend Fachkräfte.“

Weitere Informationen zum ersten Migrationspaket der Bundesregierung finden Sie hier:

https://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/zuwanderung-profitieren-werden-unzaehlige-unternehmen-ampelkoalition-bringt-erstes-migrationspaket-auf-den-weg/28481748.html

Gespräch der Landesbeauftragten für Migration und Teilhabe mit den kommunalen Integrationsbeauftragten sowie den Koordinierungsstellen für Migration und Teilhabe

Gespräche zwischen der Landesbeauftragten, Doris Schröder-Köpf, und den kommunalen Integrationsbeauftragten sowie den Koordinierungsstellen für Migration und Teilhabe finden in regelmäßigen Abständen zu aktuellen Themen statt.

Bei dem heutigen Austausch wurde intensiv über die Auswirkungen des Angriffskrieges auf die Ukraine diskutiert. Derzeit finden fast 81.000 Ukrainerinnen und Ukrainer Zuflucht in Niedersachsen. Aus dem Niedersächsischen Ministerium für Inneres und Sport berichtete die zuständige Abteilungsleiterin, Frau Dr. Graf, über Hilfeleistungen des Landes Niedersachsen. Aus den Kommunen folgten Berichte über die tagesaktuellen sowie über die strukturellen Herausforderungen.

„Durch das schnelle Handeln in den Kommunen konnte sehr vielen Menschen geholfen werden. Es ist beachtlich was hier geleistet wurde und auch weiterhin geleistet wird,“ so Schröder-Köpf.

Der Niedersächsische Flüchtlingsrat und die Niedersächsische Landesbeauftragte für Migration und Teilhabe, Doris Schröder-Köpf, fordern eine Gleichbehandlung von allen Geflüchteten.

Auf Einladung des Niedersächsischen Flüchtlingsrat fand am 17.06.2022 eine Pressekonferenz in den Räumen der Landespressekonferenz im Niedersächsischen Landtag statt. 

Durch die Umsetzung der Massenzustrom-Richtlinie wird Geflüchteten aus der Ukraine ein Aufenthaltsrecht nach § 24 AufenthG gewährt. Hierdurch wird ihnen unter anderem das Recht auf Arbeit zugesprochen. Anderen Geflüchteten steht dieses Recht nicht immer zu. Dies ist nur ein Beispiel von mehreren, wo rechtlich unterschieden wird. 

„Wir brauchen Chancengleichheit. Es darf keine Unterschiede zwischen Geflüchteten geben. Insofern ist hier die Bundesebene gefordert, schnellstmöglich nachzubessern, “ so die Niedersächsische Landesbeauftragte für Migration und Teilhabe.

 

Niedersächsische Landesbeauftragte für Migration und Teilhabe bittet um weitere Spenden für Geflüchtete aus der Ukraine

Die Niedersächsische Landesbeauftragte für Migration und Teilhabe, Doris Schröder-Köpf, besichtigte am 01.06.2022 die neue Spendenhalle des Ukrainischen Vereins in Niedersachsen (UVN) in der Nenndorfer Chaussee 9, 30453 Hannover.

„Die hier geleistete ehrenamtliche Arbeit und die bisher aufgebauten Strukturen sind vorbildlich, professionell und sehr beeindruckend. Durch den Umzug von der Messe hierher nach Bornum konnte die Infrastruktur sogar noch verbessert werden. Der Dank gilt dem Verein, den unabhängigen Ehrenamtlichen, aber auch ganz besonders den Spenderinnen und Spendern“, so die Landesbeauftragte für Migration und Teilhabe, Doris Schröder-Köpf.

Der UVN weist darauf hin, dass weitere Spenden dringend benötigt werden. Der aktuelle Bedarf an Spenden kann auf der Homepage des UVN www.uvnev.de eingesehen und täglich ohne Anmeldung in der Nenndorfer Chaussee abgegeben werden. Zudem werden derzeit ehrenamtliche Fahrradmechaniker und ein ehrenamtlicher Steuerprüfer gesucht. Bitte melden Sie sich, wenn Sie hierzu etwas beitragen können direkt beim UVN.

Die Landesbeauftragte ergänzt: „In den vergangenen Wochen sind weniger Spenden übergeben worden als dies noch vor einigen Monaten der Fall war. Die Gründe hierfür sind vielfältig, so gehen z.B. die Inflation und steigende Energiekosten auch hier nicht spurlos an der Bereitschaft vorbei. Ich möchte Sie dennoch noch einmal um ihre Unterstützung bitten. Aktuell werden dringend langhaltbare Lebensmittel, Medikamente und Sommerkleidung benötigt.“

Internationaler Kindertag: Landesbeauftragte appelliert, geflüchtete Kinder weiterhin verstärkt in den Blick zu nehmen

Die niedersächsische Landesbeauftragte für Migration und Teilhabe, Doris Schröder-Köpf, macht am heutigen Internationalen Kindertag auf die vielen Kinder aufmerksam, die sich weltweit auf der Flucht befinden. Das UN-Kinderhilfswerk (UNICEF) geht von circa 34 Millionen Kindern weltweit aus. Allein durch den Krieg in der Ukraine sind momentan schätzungsweise mehr als zwei Millionen Kinder auf der Flucht.

Die Landesbeauftragte nimmt daher die Situation der aus der Ukraine nach Niedersachsen geflohenen Kinder besonders in den Blick und betont: „Krieg, Flucht und Todesangst sind für diese Kinder traumatische Erlebnisse. Um ihnen ein Stück Normalität und Kindheit zurückzugeben ist es gut, dass sie hier in Niedersachsen so schnell wie möglich die Schulen bzw. Kindergärten besuchen können. Unbürokratische Lösungen, wie sie jetzt praktiziert werden, sind von größter Wichtigkeit – egal aus welchem Land ein Kind zu uns geflüchtet ist. Besonders wichtig ist für die meist traumatisierten Kinder auch der Zugang zu psychologischer Unterstützung. Daher sollten wir langfristig daran arbeiten, dass der Zugang zu ausreichend psychologischer Betreuung gewährleistet werden kann – auch, um Erzieherinnen und Erzieher zu entlasten.“

Hintergrund:

Der Internationale Kindertag wird am 1. Juni gefeiert. An diesem Tag stehen die Rechte und die Situation der Kinder im Mittelpunkt. Der Internationale Kindertag wurde im Jahr 1950 von den sozialistischen Ländern eingeführt. Im Jahr 1954 führte die UN als Gegenstück dazu den Weltkindertag ein. In Deutschland werden auf Grund der Teilung sowohl der 1. Juni, der Internationale Kindertag, als auch der 20. September, der Weltkindertag begangen.  

Landesbeauftragte begrüßt Bereitstellung von 25 Millionen Euro für besonders gefährdete Afghaninnen und Afghanen

Gestern wurde im Haushaltsausschuss des Bundestages beschlossen, dass mindestens 25 Millionen Euro dafür bereitgestellt werden, 20.000 besonders gefährdete afghanische Geflüchtete in Deutschland aufzunehmen. Die Landesbeauftragte für Migration und Teilhabe begrüßt diese Entscheidung ausdrücklich: „Es ist ein erstes wichtiges Zeichen in die richtige Richtung und ein Hoffnungsschimmer für viele Afghaninnen und Afghanen, die unter der Schreckensherrschaft der Taliban um ihr Leben bangen.“

Weitere Informationen finden Sie auch hier:

https://www.spiegel.de/politik/deutschland/afghanistan-programm-ampel-regierung-plant-25-millionen-euro-fuer-gefluechtete-ein-a-8924c6fb-36dc-406a-b448-3e896736a200?fbclid=IwAR2sPMDgcQ2Z_9UqFqMHzc1j28bTv74DNd3q1IHJs3biqUXV1fEwIaFt6kY