Landesbeauftragte für Migration und Teilhabe und Innenminister Pistorius besuchen den Ukrainischen Verein in Niedersachsen e.V.

Die Niedersächsische Landesbeauftragte für Migration und Teilhabe, Doris Schröder-Köpf, besuchte am 22. Juni gemeinsam mit Minister Pistorius den Ukrainischen Verein in Niedersachsen e.V. in der Podbielskistraße 269. Vor Ort machten sie sich ein Bild von dem vielfältigen Unterstützungsangebot, dass die Ehrenamtlichen des Vereins in den Räumlichkeiten tagtäglich für ukrainische Geflüchtete anbieten und in kürzester Zeit buchstäblich aus dem Boden gestampft haben: u.a. Deutsch-Sprachkurse, Erstberatung für den beruflichen Einstieg (Frau&Beruf), Sportkurse, Spielzimmer für Kinder und Betreuung während der Sprachkurse, psychologische Beratung, eine große Küche nicht nur zur Verpflegung sondern auch als Ort der Begegnung sowie ein Jugendclub. Vieles mehr befindet sich in der Planung. Im Anschluss informierten die 1. Vorsitzende, Oksana Janzen sowie die Vorstandsmitglieder Natalia Butych, Nikolai Janzen und die Geschäftsstellenleiterin Dr. Olga Artemova über ihre vielzähligen Kooperationen und Vernetzungen sowie die Planungen für die Zukunft. Ein ganz besonderer Schwerpunkt der Arbeit sei zurzeit die Gesundheitsversorgung machte Frau Janzen deutlich: im Bereich der Kindermedizin brauche es dringend eine Art Pool-Sprechstunde beim Gesundheitsamt, da zu wenige Kinderärztinnen und -ärzte zur Verfügung stünden. Ganz besondere Unterstützung brauche der Verein auch bei der Versorgung von Menschen mit Behinderungen unter denen auch viele Kinder seien.

Zuwanderung lässt Bevölkerung Deutschlands um 0,1 Prozent leicht wachsen

Meldung der dpa:

Die Bevölkerung in Deutschland hat 2021 aufgrund von Migration leicht zugenommen. Die Nettozuwanderung liegt wieder fast auf demselben Stand wie vor Corona.

Die Zuwanderung hat die Bevölkerung in Deutschland im vergangenen Jahr wieder leicht wachsen lassen. Zum Jahresende 2021 lebten gut 83,2 Millionen Menschen in Deutschland und damit 0,1 Prozent oder 82.000 mehr als zum Vorjahresende, wie das Statistische Bundesamt am Montag auf Grundlage der Bevölkerungsfortschreibung mitteilte.

Die Entwicklung sei vor allem auf einen Anstieg der Nettozuwanderung zurückzuführen, die im vergangenen Jahr nach vorläufigen Ergebnissen auf 317.000 Personen wuchs, nach 220.000 im Vorjahr. Damit habe die Nettozuwanderung wieder nahezu das Niveau vor Ausbruch der Corona-Pandemie erreicht (2019: 327.000).

Mehr Sterbefälle als im Vorjahr

Zum Jahresende 2021 lebten 72,3 Millionen Menschen mit deutscher und 10,9 Millionen mit ausländischer Staatsbürgerschaft in Deutschland. Das waren 308.000 Menschen mit ausländischer Staatsbürgerschaft mehr als im Vorjahr und zugleich 226.000 weniger Menschen mit deutscher Staatsbürgerschaft. Der Ausländeranteil an der Gesamtbevölkerung erhöhte sich somit im Vergleich zum Vorjahr von 12,7 auf 13,1 Prozent.

Zugleich wurden in Deutschland 228.000 mehr Sterbefälle als Geburten gezählt. Die Überzahl der Sterbefälle stieg damit erneut – im Vorjahr waren noch 212.000 mehr Menschen gestorben, als geboren worden waren.

Landesbeauftragte besucht Mehrgenerationenhaus Burgdorf e.V.

Auf Einladung der Koordinatorin des Hauses, Ursula Wieker, besuchte die Landesbeauftragte für Migration und Teilhabe am 20.06.2022 das Mehrgenerationenhaus Burgdorf e.V.

Mehrgenerationenhäuser haben die Aufgabe, gesellschaftlichen Wandel anzuregen und zu begleiten. Hier finden Begegnungen statt sowie Bildungs- und Beratungsangebote.

Im Mehrgenerationenhaus Burgdorf e.V. ist die Migrationsberatung weit aufgestellt. Neben türkischen Beratungsangeboten gibt es beispielsweise auch Mitarbeitende, die Farsi, Kurdisch, Arabisch sowie Russisch und Ukrainisch anbieten können. Auch ehemalige Geflüchtete aus Ländern wie Afghanistan wirken im Haus mit.

Frau Schröder-Köpf besuchte während des Rundgangs eine Sprachlernklasse mit ukrainischen Frauen, die von ihrer aktuellen Situation berichteten.

Zum Ende des Besuches gab es noch eine Überraschung für die Landesbeauftragte und ihr Team. Carola Jackowski-Homann bedankte sich mit einem Blumenstrauß für die vorab geleistete Unterstützung in Bezug auf das Asylverfahren eines von ihr betreuten Ivorers.

Weitere Informationen zum Haus finden Sie hier:

https://www.bmgh.de/

Landesbeauftragte zum Weltflüchtlingstag

Zum Weltflüchtlingstag äußert die Niedersächsische Landesbeauftragte für Migration und Teilhabe, Doris Schröder-Köpf:

„Wir brauchen Chancengleichheit. Es darf keine Unterschiede zwischen Geflüchteten geben. Insofern ist hier die Bundesebene gefordert, schnellstmöglich nachzubessern.“

Gespräch der Landesbeauftragten für Migration und Teilhabe mit den kommunalen Integrationsbeauftragten sowie den Koordinierungsstellen für Migration und Teilhabe

Gespräche zwischen der Landesbeauftragten, Doris Schröder-Köpf, und den kommunalen Integrationsbeauftragten sowie den Koordinierungsstellen für Migration und Teilhabe finden in regelmäßigen Abständen zu aktuellen Themen statt.

Bei dem heutigen Austausch wurde intensiv über die Auswirkungen des Angriffskrieges auf die Ukraine diskutiert. Derzeit finden fast 81.000 Ukrainerinnen und Ukrainer Zuflucht in Niedersachsen. Aus dem Niedersächsischen Ministerium für Inneres und Sport berichtete die zuständige Abteilungsleiterin, Frau Dr. Graf, über Hilfeleistungen des Landes Niedersachsen. Aus den Kommunen folgten Berichte über die tagesaktuellen sowie über die strukturellen Herausforderungen.

„Durch das schnelle Handeln in den Kommunen konnte sehr vielen Menschen geholfen werden. Es ist beachtlich was hier geleistet wurde und auch weiterhin geleistet wird,“ so Schröder-Köpf.

Der Niedersächsische Flüchtlingsrat und die Niedersächsische Landesbeauftragte für Migration und Teilhabe, Doris Schröder-Köpf, fordern eine Gleichbehandlung von allen Geflüchteten.

Auf Einladung des Niedersächsischen Flüchtlingsrat fand am 17.06.2022 eine Pressekonferenz in den Räumen der Landespressekonferenz im Niedersächsischen Landtag statt. 

Durch die Umsetzung der Massenzustrom-Richtlinie wird Geflüchteten aus der Ukraine ein Aufenthaltsrecht nach § 24 AufenthG gewährt. Hierdurch wird ihnen unter anderem das Recht auf Arbeit zugesprochen. Anderen Geflüchteten steht dieses Recht nicht immer zu. Dies ist nur ein Beispiel von mehreren, wo rechtlich unterschieden wird. 

„Wir brauchen Chancengleichheit. Es darf keine Unterschiede zwischen Geflüchteten geben. Insofern ist hier die Bundesebene gefordert, schnellstmöglich nachzubessern, “ so die Niedersächsische Landesbeauftragte für Migration und Teilhabe.

 

Treffen der Bundesbeauftragten für Migration, Flüchtlinge, Integration und Antirassismus mit den Integrations- und Ausländerbeauftragten der Länder

Anfang dieser Woche fand auf Einladung der Beauftragten des Bundes für Migration, Flüchtlinge, Integration und Antirassismus, Reem Alabali-Radovan, das Frühjahrstreffen der Integrations- und Ausländerbeauftragten des Bundes und der Länder im Bundeskanzleramt statt.

Zentrale Themen der eintägigen Frühjahrkonferenz am 14. Juni waren das Chancen-Aufenthaltsrecht, die Aufnahme von ukrainischen und afghanischen Geflüchteten sowie die Antirassismus-Arbeit, die Diversitätsförderung und die Bedeutung von Einbürgerungen.

„Wir haben konstruktiv und intensiv an Ideen und Möglichkeiten gearbeitet, damit Deutschland zu einem modernen Einwanderungsland werden kann. Nun muss daran gearbeitet werden, dass die Vorschläge auch zeitnah umgesetzt werden“, so die Niedersächsische Landesbeauftragte für Migration und Teilhabe, Doris Schröder-Köpf.  

Landesbeauftragte spricht Grußwort bei NeMia Netzwerktreffen

„Status Quo – Wie steht es um die Arbeitsmarktintegration von Migrantinnen in Niedersachsen?“ – so lautete das Thema des NeMia-Netzwerktreffens am 01. Juni 2022. Das NeMia Netzwerk macht es sich unter der Leitung von Naciye Celebi-Bektas zur Aufgabe, die Integration von Frauen mit Migrationsbiografie in den Arbeitsmarkt zu fördern und auch transparent zu machen.

Die Landesbeauftragte für Migration und Teilhabe, Doris Schröder-Köpf, sprach zu Beginn ein Grußwort, das die Themen des von DGB und Arbeit und Leben e.V. unterstützten Projektes aufgriff. So ging es um die Herausforderungen migrantischer Frauen auf dem Arbeitsmarkt sowie Beschäftigungsanteile und Effekte der Pandemie.

Anschließend folgte eine Fish-Bowl Diskussion, an der verschiedene Repräsentantinnen und Repräsentanten der Parteien SPD, CDU, Grüne und FDP teilnahmen und sich den Fragen der Anwesenden stellten. Hierbei ging es um Fragen, wie die erschwerte Anerkennung ausländischer Berufsabschlüsse sowie weitere Hemmnisse für Migrantinnen auf dem Jobmarkt und Diskriminierung.

Nach einer sehr kontroversen Runde verständigten sich alle Beteiligten darauf, dieses Treffen noch einmal zu vertiefen, um der Komplexität der aufgeworfenen Fragen gerecht werden zu können und pragmatische Lösungsansätze zu suchen.

Weitere Informationen finden Sie hier:

https://niedersachsen.dgb.de/termine/++co++33d5f5f4-d822-11ec-985f-001a4a160123

Niedersächsische Landesbeauftragte für Migration und Teilhabe bittet um weitere Spenden für Geflüchtete aus der Ukraine

Die Niedersächsische Landesbeauftragte für Migration und Teilhabe, Doris Schröder-Köpf, besichtigte am 01.06.2022 die neue Spendenhalle des Ukrainischen Vereins in Niedersachsen (UVN) in der Nenndorfer Chaussee 9, 30453 Hannover.

„Die hier geleistete ehrenamtliche Arbeit und die bisher aufgebauten Strukturen sind vorbildlich, professionell und sehr beeindruckend. Durch den Umzug von der Messe hierher nach Bornum konnte die Infrastruktur sogar noch verbessert werden. Der Dank gilt dem Verein, den unabhängigen Ehrenamtlichen, aber auch ganz besonders den Spenderinnen und Spendern“, so die Landesbeauftragte für Migration und Teilhabe, Doris Schröder-Köpf.

Der UVN weist darauf hin, dass weitere Spenden dringend benötigt werden. Der aktuelle Bedarf an Spenden kann auf der Homepage des UVN www.uvnev.de eingesehen und täglich ohne Anmeldung in der Nenndorfer Chaussee abgegeben werden. Zudem werden derzeit ehrenamtliche Fahrradmechaniker und ein ehrenamtlicher Steuerprüfer gesucht. Bitte melden Sie sich, wenn Sie hierzu etwas beitragen können direkt beim UVN.

Die Landesbeauftragte ergänzt: „In den vergangenen Wochen sind weniger Spenden übergeben worden als dies noch vor einigen Monaten der Fall war. Die Gründe hierfür sind vielfältig, so gehen z.B. die Inflation und steigende Energiekosten auch hier nicht spurlos an der Bereitschaft vorbei. Ich möchte Sie dennoch noch einmal um ihre Unterstützung bitten. Aktuell werden dringend langhaltbare Lebensmittel, Medikamente und Sommerkleidung benötigt.“

Internationaler Kindertag: Landesbeauftragte appelliert, geflüchtete Kinder weiterhin verstärkt in den Blick zu nehmen

Die niedersächsische Landesbeauftragte für Migration und Teilhabe, Doris Schröder-Köpf, macht am heutigen Internationalen Kindertag auf die vielen Kinder aufmerksam, die sich weltweit auf der Flucht befinden. Das UN-Kinderhilfswerk (UNICEF) geht von circa 34 Millionen Kindern weltweit aus. Allein durch den Krieg in der Ukraine sind momentan schätzungsweise mehr als zwei Millionen Kinder auf der Flucht.

Die Landesbeauftragte nimmt daher die Situation der aus der Ukraine nach Niedersachsen geflohenen Kinder besonders in den Blick und betont: „Krieg, Flucht und Todesangst sind für diese Kinder traumatische Erlebnisse. Um ihnen ein Stück Normalität und Kindheit zurückzugeben ist es gut, dass sie hier in Niedersachsen so schnell wie möglich die Schulen bzw. Kindergärten besuchen können. Unbürokratische Lösungen, wie sie jetzt praktiziert werden, sind von größter Wichtigkeit – egal aus welchem Land ein Kind zu uns geflüchtet ist. Besonders wichtig ist für die meist traumatisierten Kinder auch der Zugang zu psychologischer Unterstützung. Daher sollten wir langfristig daran arbeiten, dass der Zugang zu ausreichend psychologischer Betreuung gewährleistet werden kann – auch, um Erzieherinnen und Erzieher zu entlasten.“

Hintergrund:

Der Internationale Kindertag wird am 1. Juni gefeiert. An diesem Tag stehen die Rechte und die Situation der Kinder im Mittelpunkt. Der Internationale Kindertag wurde im Jahr 1950 von den sozialistischen Ländern eingeführt. Im Jahr 1954 führte die UN als Gegenstück dazu den Weltkindertag ein. In Deutschland werden auf Grund der Teilung sowohl der 1. Juni, der Internationale Kindertag, als auch der 20. September, der Weltkindertag begangen.