„Work it out“: Berufseinstieg für internationale Studierende während der Pandemie

Das Zertifikatsprogramm ‚Work it out!‘ an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg unterstützt internationale Studierende beim Übergang ins Berufsleben. Das Projekt wurde im November 2021 vom Stifterverband als „Hochschulperle des Monats“ ausgezeichnet.

15 Studierende aus aller Welt absolvierten von Dezember 2020 bis Oktober 2021 den Zertifikatskurs „Work it out!“, den die Zentralen Studien- und Karriereberatung (ZSKB) in Zusammenarbeit mit dem International Office des Dezernats 3 der Universität Oldenburg aufgelegt hat. „Der Kurs bereitet internationale Studierende mit und ohne Fluchterfahrung auf den Start in den Beruf in Deutschland vor“, berichtet ZSKB-Mitarbeiter Lukas Engelmeier, der das Programm koordiniert. Inzwischen geht das Zertifikatsprogramm in leicht veränderter Form in ein neues Förderjahr und bietet auch 2022 den Teilnehmenden die Chance, den Übergang von der Universität in das Berufsleben aktiv zu gestalten.

Zuletzt wurde das Projekt vom Stifterverband als „Hochschulperle des Monats“ ausgezeichnet. „Das Projekt gibt den Teilnehmenden die Chance, sich trotz Pandemie aktiv auf den Berufseinstieg vorzubereiten“, hieß es in der Entscheidung der Jury des Stifterverbandes. Mit dem beispielhaften Peergroup-Ansatz gelinge es der Universität Oldenburg, die Studierenden online zusammenzuhalten. Die Auszeichnung hat das Ziel, kleine, innovative Vorhaben überregional sichtbar zu machen und andere Hochschulen zu inspirieren. 2021 stand sie unter dem Oberthema „Übergänge in Zeiten der Pandemie“ und widmete sich Initiativen, die internationale Studierende an kritischen Punkten des Studiums unterstützen.

Vielfältige Angebote ermöglichen die Berufsvorbereitung in Zeiten der Pandemie

Das Ziel des Oldenburger Projekts, das vom Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) im Programm INTEGRA mit Mitteln des Bundesforschungsministeriums gefördert wird, ist es, den Studierenden Kenntnisse über den deutschen Arbeitsmarkt zu vermitteln und ihnen so den Einstieg ins Berufsleben zu erleichtern. Auf dem Programm stehen unter anderem Workshops zur Berufsorientierung und zum regionalen Arbeitsmarkt, ein interkulturelles Training, Betriebsbesichtigungen und der Career Day der Universität. Bei Bewerbungstrainings erhalten die Teilnehmenden Feedback zu ihren Bewerbungsunterlagen und sie üben in Rollenspielen, wie typische Vorstellungsgespräche ablaufen. Darüber hinaus bietet der Kurs auch individuelle Beratung und vermittelt Kontakte zum Alumni-Netzwerk der Universität.

Positives Feedback der Teilnehmenden

Bei den Teilnehmenden fand das Programm großen Anklang: Viele äußerten sich zufrieden und lobten etwa die gute Vorbereitung. „Ich habe daraus wertvolle Erfahrungen für meine spätere Berufswahl gezogen“, schrieb eine Teilnehmerin in der Schluss-Evaluation des Kurses aus dem Jahr 2021. Lukas Engelmeier freut sich auf den nächsten Durchgang und neue Gesichter – die Auftaktveranstaltung ist bereits vorbereitet.

Die „Social Summer Surfcamps“ haben noch freie Plätze für diesen Sommer!

Der Verein „The Social Surf Club e.V.“ veranstaltet seit 2012 Surf- und Feriencamps für Kinder und Jugendliche, die in besonders schwierigen Lebenssituationen stecken. Die Camps sind kostenfrei.

Der Verein finanziert sich durch Mitgliedsbeiträge, Spenden und Merchadising. Die Betreuerinnen und Betreuer helfen ehrenamtlich mit.

Weitere Informationen, auch zu den Bewerbungsmöglichkeiten, finden Sie unter:

https://www.thesocialsurfclub.org

https://www.instagram.com/thesocialsurfclub/

https://www.facebook.com/thesocialsurfclub

Schröder-Köpf informiert sich über das Projekt „FERMAN – ein Dokumentations- und Bildungsprojekt zum Ferman (Völkermord) an den Ezid_innen“

Am 19.1. kam die Niedersächsische Landesbeauftragte für Migration und Teilhabe, Doris Schröder-Köpf, in einer Video-konferenz mit den Projektleiterinnen Diana Gring und Dr. Leyla Ferman des Projekts FERMAN zusammen, um sich über den Stand des im Oktober 2021 gestarteten Projektes zum Völkermord an den Ezid_innen zu informieren.

Das Projekt FERMAN wird von der Stiftung niedersächsische Gedenkstätten/Gedenkstätte Bergen-Belsen gemeinsam mit dem Projektpartner Women for Justice e.V. umgesetzt und hat seinen Sitz in Celle. Über eine Projektlaufzeit von zwei Jahren wird umfänglich zum Völkermord an den Ezid_innen geforscht, Interviews mit Überlebenden geführt, Material gesammelt, eine Website konzipiert und Veranstaltungen unterschiedlicher Art organisiert. Gefördert wird das Projekt von der Bundesbeauftragten für Kultur und Medien, der Lotto-Sport-Stiftung und der Stiftung Niedersachsen.

Die Projektleiterinnen Ferman und Gring machten deutlich, dass es eine besondere Herausforderung sei, an einem anhaltenden Völkermord zu forschen und wie wichtig dies sei vor dem Hintergrund, dass in Niedersachsen zwar eine der größten ezidischen Communities in ganz Deutschland lebe, aber dennoch nur wenig über die jahrhundertelange Verfolgungsgeschichte der Ezid_innen und den Völkermord von 2014 bekannt sei.

Hintergrund:

Der Begriff „Ferman“ ist die ezidische Bezeichnung für Völkermord, vergleichbar mit den Begriffen „Holocaust“, „Shoah“ und „Porajmos“ für die Vernichtung der Jüdinnen und Juden und der Sinti_zze und Rom_nja. „Ferman“ wurden Verordnungen im Osmanischen Reich genannt, mit denen auch Verfolgungsmaßnahmen und Pogrome an der ethno-religiösen Minderheit der Ezid_innen veranlasst wurden. Als „Ferman“ bezeichnen die Ezid_innen somit auch jenen Völkermord, der am 3. August 2014 begann, als im Gebiet Sinjar im Nordirak die Terrormiliz des sogenannten Islamischen Staats (IS) einfiel. Männer und Ältere wurden erschossen. Über 6000 Menschen, vor allem Frauen und Kinder, wurden versklavt – von etwa 2800 fehlt nach wie vor jede Spur. Noch immer leben zehntausende Ezid_innen in Flüchtlingslagern, andere wurden in Deutschland oder anderen Staaten aufgenommen.

60 Jahre italienische Gastarbeiter in Niedersachen

Am 17. Januar 1962 traf der erste Zug mit italienischen Gastarbeitern in Wolfsburg ein. Die Männer kamen um zu arbeiten, die Familien zogen nach und Wolfsburg bzw. Niedersachsen wurde zur ihrer neuen Heimat.

Die damaligen „Gastarbeiter“ wurden zu Kollegen, Freunden und Verwandten. Es entwickelte sich über die Jahre eine enge Verbundenheit, die heutzutage nicht mehr wegzudenken ist. Am 17.01.2022 wurde dieser Tag am Bahnhof in Wolfsburg pandemiekonform gefeiert. Viele Gäste, darunter auch „Gastarbeiter der ersten Stunde“, nahmen an den Feierlichkeiten teil.

Doris Schröder-Köpf, Niedersächsische Landesbeauftragte für Migration und Teilhabe, äußerte in diesem Zusammenhang: „Das heutige Niedersachsen hätte sich ohne die italienischen Einflüsse der vergangenen 60 Jahre wirtschaftlich und sozial zu einem anderen Land entwickelt. Wir können uns glücklich schätzen, dass die damaligen Gastarbeiter in Niedersachsen eine neue Heimat fanden und nun Teil unserer vielfältigen Gesellschaft sind.“

Zugang zu Integrationskursen für afghanische Asylbewerberinnen und Asylbewerber

Zusätzlich zu Asylbewerbenden aus den Herkunftsländern Syrien, Eritrea und Somalia können ab dem 17.01.2022 auch Asylbewerbende aus Afghanistan einen Antrag auf Zulassung zur Teilnahme an einem Integrationskurs gem. § 44 Abs. 4 Satz 2 Nr. 1a AufenthG stellen.

Unabhängig davon haben ehemalige afghanische Ortskräfte oder besonders gefährdete Personen, die aufgrund einer Aufnahmezusage nach § 22 Satz 2 AufenthG eine Aufenthaltserlaubnis erhalten, bereits jetzt Zugang zum Integrationskurs.

Weitere Informationen finden Sie auf der Homepage des BAMF. https://www.bamf.de/DE/Themen/Integration/ZugewanderteTeilnehmende/AsylbewerberGeduldete/asylbewerbergeduldete.html?nn=282656

Laut Angaben des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF) laufen aktuell bundesweit rund 10.000 Integrationskurse mit etwas 130.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern – davon 10.000 aus Afghanistan. Durch die Einstufung Afghanistans als Herkunftsland mit „guter Bleibeperspektive“ können Asylsuchende bereits während des laufenden Verfahrens an den Kursen teilnehmen.

30 Jahre: Diplomatische Beziehungen zwischen Deutschland und den Ländern Kroatien und Slowenien

Die Aufnahme von diplomatischen Beziehungen zwischen der Bundesrepublik Deutschland und den Republiken Kroatien und Slowenien begannen vor 30 Jahren. Das Verhältnis hat sich zu einer vertrauensvollen und freundschaftlichen Beziehung entwickelt. Die Länder sind Mitglieder in der Europäischen Union sowie der Nato und ein Teil ihrer Bevölkerung hat ein neues Zuhause in Deutschland gefunden.

In Niedersachsen leben ca. 10.000 Kroatinnen und Kroaten und 1.000 Sloweninnen und Slowenen. Die kulturellen, wirtschaftlichen und sozialen Beziehungen sind eng und garantieren einen stetigen Austausch.

„Die entstandenen Freundschaften zu unseren kroatischen und slowenischen Mitbürgerinnen und Mitbürgern hat Niedersachsen kulturell, sozial und wirtschaftlich gestärkt. Die politische Unabhängigkeit beider Länder hat zu einem Zugewinn von kreativen und strebsamen Menschen geführt, die nun mit unserer Gesellschaft verbunden sind.“

Projekt „Erfolgsgeschichten aus Niedersachsen“

Der Video-Wettbewerb „Erfolgsgeschichten aus Niedersachsen“ vom Bündnis „Niedersachsen packt an“ ist in eine neue Runde gegangen. Integration ist eine der wichtigsten Aufgaben für uns in Niedersachsen und bundesweit. Das Bündnis NIEDERSACHSEN PACKT AN möchte mit dem Projekt „Erfolgsgeschichten aus Niedersachsen“ ein Zeichen für gelungene Integration setzen und echte Integrationserfolgsgeschichten sichtbar machen.

Um möglichst viele Geschichten gelungener Integration zeigen zu können und damit die positive Haltung für die Integration zugewanderter Menschen zu verstärken, laden wir Sie ein, einen kurzen, selbstgefilmten Beitrag ihrer „Erfolgsgeschichte“ an erfolgsgeschichten@ausniedersachsen.de zu senden.

Die eingesendeten Beiträge werden insbesondere auf dem YouTube-Kanal „Erfolgsgeschichten aus Niedersachsen“ (https://www.youtube.com/Erfolgsgeschichtenausniedersachsen) veröffentlicht. Unter allen bis zum 31.03.2022 registrierten Einsendungen wird die „Erfolgsgeschichte 2021“ gekürt und ausgezeichnet. Nähere Informationen zum Projekt gibt es unter www.es-kommt-auf-uns-an.de

thumbnail of NIE_Erfolgsgeschichten2021_Flyer

Johanniter impfen ab 20. Januar 2022 Menschen ohne Papiere in Hannover

Ab kommender Woche wird es eine Anlaufstelle zur Impfung gegen Covid-19

für Menschen ohne Papiere, ohne Aufenthaltsgenehmigung, ohne

Krankenversicherung oder festen Wohnsitzt geben.

Durch die Johanniter wird unter folgender Adresse geimpft:

Diakonisches Werk,

Ebhardtstr. 2,

30159 Hannover,

Mo-Fr von 9-17h,

ohne Terminvereinbarung,

Mo-Fr von 9-17h.

Das Team wird entsprechend geschult sein, sodass es einen reibungslosen Ablauf auch

ohne persönliche Nachweise geben kann, so die Region.

Ab dem kommenden Donnerstag, 20. Januar 2022, können sich Menschen mit

einem Impfwusch dort vorstellen. Wenn kein Impfpass existiert wird vor

Ort ein ersätzendes, gleichwertiges Dokument ausgestellt auf dem auch

die folge Impfungen dokumentiert werden können und das zum 3-G-Nachweiß

genutzt werden kann.

Landesbeauftragte für Migration und Teilhabe wünscht orthodoxen Christinnen und Christen ein gesegnetes Weihnachtsfest

Das Weihnachtsfest zur Geburt Christi wird im Christentum an verschiedenen Tagen gefeiert. Während die katholischen und protestantischen Christinnen und Christen traditionell zwischen dem 24. und 26. Dezember feiern, wird bei einem Großteil der orthodoxen Christinnen und Christen am 06. und 07. Januar gefeiert.

Die unterschiedlichen Feiertage sind auf eine Kalenderreform Papst Gregors aus dem Jahr 1582 zurückzuführen. Aufgrund unterschiedlicher Auslegungen entstanden verschiedene Festtage. Alle Tage haben jedoch den gleichen Hintergrund, die Geburt Jesu Christi.

„Ich wünsche allen orthodoxen Christinnen und Christen ein ruhiges, gesegnetes und schönes Weihnachtsfest! Frohe Weihnachten und bleiben Sie gesund!“ Doris Schröder-Köpf, Niedersächsische Landesbeauftragte für Migration und Teilhabe.