Integration durch Musik: Europaweit einzigartigerStudiengang „musik.welt“ sucht Musiker

Am Center for World Music der Stiftung Universität Hildesheim wird die Kulturelle Vielfalt als Ressource geschätzt. In dem berufsbegleitenden Masterstudiengang „musik.welt“ werden Menschen gesucht, die mit der Kraft der Musik arbeiten möchten. Die Veranstaltungen finden einmal im Monat in Hildesheim statt, aus diesem Grund kommen die Studierenden aus dem gesamten Bundesgebiet.

Seit 2011 existiert der Studiengang und bislang haben 100 Menschen aus über 13 Herkunftsländern „musik.welt – Kulturelle Diversität in der musikalischen Bildung“ studiert. Bewerbungen sind bis zum 15. Juni möglich.

Sie finden die Informationen zum Studium auch online unter:

https://www.uni-hildesheim.de/center-for-world-music/aktuelles/neuigkeiten/artikel/artikel/integration-durch-musik-europaweit-einzigartiger-studiengang-musikwelt/

 Mehr zum Thema Studium nach der Flucht finden Sie unter:

https://www.uni-hildesheim.de/center-for-world-music/studium-und-lehre/studium-nach-der-flucht/

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Studium nach der Flucht: Vorbereitungskurs / Center for World Music unterstützt geflüchtete Musikerinnen und Musiker

Studium nach der Flucht: Das Center for World Music der Universität Hildesheim sucht bundesweit ab sofort Musikerinnen und Musiker, die nach der Flucht ihre musikalische Ausbildung in Deutschland fortsetzen und studieren möchten. Weiterlesen

„Wir leben zusammen“ in den Celler „Frauen(t)räumen“: tanzende Fortsetzung der Begegnungsreihe

Am 22. März fand in Celle der zweite Teil der Veranstaltungsreihe „Wir leben zusammen“ der Landesbeauftragten für Migration und Teilhabe, Doris Schröder-Köpf, und dem Praxisnetzwerk für Soziale Stadtentwicklung in Kooperation jeweils mit einem Akteur der Begegnung vor Ort statt. Ziel der „Begegnungsreihe“ ist es, auf das gute Zusammenleben aufmerksam zu machen, das in den kulturell vielfältigen Stadtteilen, Nachbarschaften und Wohnquartieren von engagierten Menschen mit großem Engagement selbst gestaltet wird.

Eingeladen hatte das Bildungsmanagement der Celler Zuwanderungsagentur in das Begegnungszentrum „Frauen(t)räume – Räume für Frauen“. Mit dem vom Niedersächsischen Ministerium für Umwelt, Energie, Bauen und Klimaschutz geförderten Projekt wurden Räume zur Begegnung für alle Frauen (gleich welchen Alters, welcher Herkunft oder Religion) geschaffen.

Der sonnige Freitag stand unter dem Motto „Treffen und tanzen in Frauen(t)räume“. Die Gäste kamen, – nur unter Frauen – über das Zusammenleben in Vorwerk und in Celle ins Gespräch und erfreuten sich an vielfältigen Angebo­ten. Der neu aufgestellte Friedenspfahl mit dem Wunsch „Möge Friede auf Erden sein“ in vier verschiedenen Sprachen begeisterte die Teilnehmerinnen ebenso wie die Tanzdarbietungen einer Mädchengruppe und einer Gruppe kurdischer Frauen. Im besinnlichen Teil las Doris Schröder-Köpf eine Kurzgeschichte von Rawdah Altaha Alnaser. Nach der Eröffnung des köstlichen arabischen und deutschen Buffets wurde bei bestem Frühlings­wetter im Garten gemeinsam getanzt. Und die Kinder amüsierten sich in der Kinderbe­treuung oder beim Malen kleiner Geschenke anlässlich des syrischen Muttertags.

Doris Schröder-Köpf dankte dem Selbstverwaltungsteam des Treffpunkts für die gelungene und engagierte Vorbereitung des Nachmittags und für ihren wertvollen Beitrag für das Zusammenleben im Stadtteil. Sie wünschte sich vor allem „laute Frauen“, die ihre Stimme auch erheben: „Mit unglaublich viel Herzblut und Energie füllen die Frauen dieses Begegnungszentrum mit Leben. Sie zeigen damit, wie viel Potential in ihnen steckt, und bringen es in das Gemeinwesen ein. Ich bin sehr angetan und dankbar für die bleibenden Eindrücke, die ich gewonnen habe.“

Johanna Klatt vom Praxisnetzwerk für Soziale Stadtentwicklung wies auf die enorme Leistung hin, die einzelne Stadtteile für die gesamtgesellschaftliche Integration erbringen. Sie wünschte sich, dass gerade diese Stadtteile in Zukunft auch die ihnen zustehende Unterstützung erhielten.

Und auch die Landesbeauftragte betonte noch einmal die Bedeutung des vorbildlichen Projekts im Sinne der Begegnung und Aktivie­rung heraus: „Gerade in kulturell vielfältigen und sozial weniger privilegierten Wohnvierteln sind Projekte dieser Art ganz wichtig, weil sie Menschen zusammenbringen und ermutigen, ihr Leben in der Nachbar­schaft gemeinsam mitzugestalten. Zu zeigen, dass dies – wie hier in Vorwerk – in vielen Städten und Gemeinden in Niedersachsen trotz aller Schwierigkeiten gut funktionieren kann, ist eines der Anlie­gen der Begegnungsreihe „Wir leben zusammen“.

Informationen zum Projekt „Frauen(t)räume – Räume für Frauen“ gibt es beim Bildungsmanagement der Celler Zuwanderungsagentur unter (0 51 41) 12 56 05 oder per E-Mail an: monika.rietze@celle.de.

Weitere Informationen zur Begegnungsreihe finden Sie hier. Fragen und Anregungen richten Sie gerne an das Verbindungsbüro der Landesbeauftragten unter: migrationsbeauftragte@stk.niedersachsen.de

 

Fotos © Katharina Benedict

 

Zweite Station der Begegnungsreihe „Wir leben zusammen“: Morgen in den „Frauen(t)räumen“ in Celle

Am morgigen Freitag, 22.3.2019, findet im Begegnungszentrum „Frauen(t)räume“ die zweite Veranstaltung im Rahmen der Begegnungsreihe „Wir leben zusammen“ statt, die von der Landesbeauftragten für Migration und Teilhabe gemeinsam mit dem Praxisnetzwerk für Soziale Stadtentwicklung ins Leben gerufen wurde.

An dem Nachmittag sind alle BewohnerINNEN in Celle-Vorwerk eingeladen, um über das Zusammenleben im Stadtteil ins Gespräch zu kommen. Darüber hinaus erwarten die Gäste viele bunte und kreative (Mitmach-)Aktionen. Mit Tanzeinlagen und gemeinsamen Tänzen wird u.a. der syrische Muttertag nachgefeiert. Auch gibt es Henna-Tattoos, eine Skulpturenaktion sowie ein verführerisches Buffet.

„Frauen(t)räume“ ist ein Projekt unter dem Schirm der Celler Zuwanderungsagentur und wird im Rahmen der Modellförderung Gemeinwesenarbeit vom Land Niedersachsen unterstützt.

 

„Wir alle tragen Verantwortung, Fremdenfeindlichkeit und Diskriminierung zu begegnen“: Schröder-Köpf zum Welttag gegen Rassismus

Zum „internationalen Tag gegen Rassismus“ (21. März) erklärt die Landesbeauftragte für Migration und Teilhabe, Doris Schröder-Köpf:

„‘Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren.‘“ Dieser erste Artikel der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte legt uns allen die Pflicht auf, gegen jede Form von Rassismus, Fremdenfeindlichkeit und Diskriminierung einzutreten. Die Anschläge auf zwei Moscheen in Neuseeland haben uns erst kürzlich vor Augen geführt, welch erschreckend gewaltsame Gestalt der Hass auf alles ‚Fremde‘ nehmen kann.“ Dieser Hass entlade sich auch im Bundesland Niedersachsen, wo im vierten Quartal 2018 306 rechts-motivierte Straftaten, darunter 11 Gewaltdelikte registriert wurden. Schröder-Köpf stellt zugleich fest: „Rassismus zeigt sich nach wie vor auch von seiner subtilen, versteckten Seite im Alltag; für die Betroffenen ist das oft nicht minder verletzend und ausgrenzend. Deshalb muss sich jede und jeder Einzelne von uns der Verantwortung bewusst sein, die Menschenwürde im tagtäglichen Umgang miteinander zu achten und zu schützen.“

Hintergrund:
Am 21. März 1960 wurde eine friedliche Demonstration in Sharpeville (Südafrika) in Reak­tion auf ein Gesetz über die Apartheid blutig niedergeschlagen. Dabei wurden 69 Menschen, darunter acht Frauen und zehn Kinder, von der südafrikanischen Polizei getötet. Als Reak­tion darauf haben die Vereinten Nationen 1966 den 21. März als „Internationalen Tag zur Überwindung von Rassendiskriminierung“ ausgerufen. Die offizielle Bezeichnung des Tages lautet „Internationaler Tag zur Beseitigung der Rassendiskriminierung“, er wird jährlich im Rahmen der Internationalen Woche gegen Rassismus ausgerichtet, die 2019 vom 11. bis 24. März stattfindet. Durch zahlreiche Veranstaltungen versuchen verschiedene Organisationen und Einrichtungen die Bevölkerung für das Thema zu sensibilisieren. Koordiniert wird die Ak­tion in Deutschland durch den Interkulturellen Rat.

Die Landesbeauftragte für Migration und Teilhabe gratuliert zum Nevruz, dem Neujahrs- und Frühlingsfest

Allen Bürgerinnen und Bürgern in Niedersachsen, die am (morgigen) Donnerstag Nevruz feiern, sendet Schröder-Köpf ihre besten Wünsche. Weiterlesen

Schröder-Köpf verurteilt Anschläge auf Moscheen in Neuseeland

Auf die schrecklichen Terroranschläge auf zwei Moscheen im neuseeländischen Christchurch, denen bislang 49 Menschen zum Opfer gefallen sind, reagiert die Niedersächsische Landesbeauftragte für Migration und Teilhabe, Doris Schröder-Köpf, tief betroffen:

Die grausamen Anschläge lassen mich fassungslos zurück. Allen Angehörigen der ermordeten und verletzten Opfer von Christchurch spreche ich mein tief empfundenes Mitgefühl aus. So fern Neuseeland für uns erscheinen mag, sollten uns die grausamen Attentate doch eines ganz bewusst machen: Fremdenfeindliche Gewalt und Hass auf den Islam sind leider auf der ganzen Welt verbreitet. Auch in Niedersachsen sind wir davon nicht verschont, wo sich die Islamfeindlichkeit in Grabmalschändungen, körperlicher Gewalt und Alltagsrassismus widerspiegelt. Das dürfen wir als freie und demokratischen Gesellschaft nicht zulassen!

Schröder-Köpf: Migrantinnen in Niedersachsen sind Türöffnerinnen für die Integration – mehr Unterstützung bei Spracherwerb notwendig

Anlässlich des internationalen Weltfrauentages am 8. März 2019 weist die Landesbeauftragte für Migration und Teilhabe auf die Situation der in Niedersachsen lebenden Migrantinnen und ihre wichtige Rolle bei der Integration hin:

„In Niedersachsen leben rund 700.000 Frauen mit einer Zuwanderungsgeschichte. Viele von ihnen sind schon sehr lange hier und sind fest verwurzelt. Manche haben ihre Heimatländer erst kürzlich verlassen und bemühen sich mit ihren Familien, in unserer Gesellschaft anzukommen. Meist sind es die Frauen, die eine entscheidende Rolle bei der Integration ihrer Familienangehörigen, und damit für den gesellschaftlichen Zusammenhalt insgesamt spielen. Mütter mit Schulbildung und Arbeit sind die besten Vorbilder für ihre Kinder und Türöffnerinnen zur hiesigen Kultur.“ Deshalb sei es von größter Bedeutung, Migrantinnen den Zugang zu Sprachbildung und Arbeitsmarkt noch mehr als bisher zu erleichtern, damit sie ein selbstbestimmtes Leben führen können. Das gelte besonders für geflüchtete Frauen aus Ländern, in denen ihnen wesentliche Menschenrechte vorenthalten waren: „Auch wenn sich in vergangenen Jahren die Zahl der Teilnehmerinnen an den Sprachkursen des Landes auf mittlerweile 38 Prozent erhöht hat, gilt es weiterhin, diese nach wie vor deutlichen Geschlechtergefälle abzubauen und noch mehr Frauen beim Spracherwerb zu unterstützen“, plädierte Schröder-Köpf.

Weitere Informationen:

Auch beim Thema Arbeitsmarktzugang haben Migrantinnen häufig das Nachsehen. Die heute rund 300.000 erwerbstätigen Frauen mit Migrationshintergrund sind oft in gleich zweifacher Hinsicht benachteiligt, wenn es darum geht, eine angemessen bezahlte und qualifikationsgerechte Beschäftigung zu finden – aufgrund ihres Geschlechts und ihres Migrationshintergrundes. Laut Wirtschafts-und Sozialwissenschaftlichem Institut (WSI) der Hans-Böckler-Stiftung waren 2016 61,2 Prozent der Migrantinnen in Niedersachsen erwerbstätig, während dieser Wert bei den Frauen ohne Zuwanderungsgeschichte bei 76,9 Prozent lag. Zugleich weisen die zugewanderten Frauen mit 8,3 Prozent den höchsten Wert der Arbeitslosigkeit auf (im Vergleich zu 4,1 Prozent bei den Nicht-Migrantinnen). Aktuell sind 34 Prozent (rd. 17.000) der Arbeitsuchenden im Kontext von Fluchtmigration in Niedersachsen weiblich.


 

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Unterzeichnung der Rahmenvereinbarung zur sprachlichen Förderung von Auszubildenden mit Migrationshintergrund am 04.03.2019

Aktuelle Meldung des Kultusministeriums zur Rahmenvereinbarung finden Sie hier!

Kultusminister Grant Hendrik Tonne wird am kommenden Montag, dem 4. März 2019, gemeinsam mit dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge, der Regionaldirektion Niedersachsen/Bremen der Bundesagentur für Arbeit sowie dem Niedersächsischen Landkreistag eine Rahmenvereinbarung zur sprachlichen Förderung von Auszubildenden mit Migrationshintergrund unterzeichnen. Weiterlesen