Weil und Schröder-Köpf starten Wettbewerb zum Niedersächsischen Integrationspreis 2022

Integration von Kindern und Jugendlichen – gemeinsam stark
in die Zukunft!

Die Niedersächsische Landesbeauftragte für Migration und Teilhabe, Doris Schröder-Köpf,
startet am (heutigen) Montag gemeinsam mit Ministerpräsident Stephan Weil den
Wettbewerb um den Niedersächsischen Integrationspreis 2022.

Der Preis ist mit insgesamt 24.000 Euro dotiert. Es werden vier Preise zu jeweils 6.000 Euro vergeben. Zusätzlich vergibt das Bündnis „Niedersachsen packt an“ einen Sonderpreis in Höhe von 6.000 Euro. Die Verleihung des Integrationspreises erfolgt bereits zum dreizehnten Mal. Auch der Sonderpreis wird bereits zum siebten Mal verliehen. Das Motto lautet in diesem Jahr „Integration von Kindern und Jugendlichen – gemeinsam stark in die Zukunft!“.

Kinder und Jugendliche verfügen über die Fähigkeit, sich besonders gut und schnell einzuleben und
ihre Erfahrungen an ihre Familien weiterzugeben.

Der Wettbewerb richtet sich an Vereine, Verbände, Institutionen, Initiativen, Stiftungen,
Kindergärten und Schulen. Ausgezeichnet werden soll, wer sich mit neuen Ideen und
spannenden Umsetzungen in besonderer Weise für gelebte Integration einsetzt. Gesucht
werden entscheidende Beiträge zu einer gleichberechtigten interkulturellen Teilhabe am
Gemeinwesen.

Ziel ist es, gute Projekte und Ansätze öffentlich zu machen und gleichzeitig dazu zu
ermuntern, derartigen Beispielen zu folgen und neue Ideen zu entwickeln.

Integration bedeutet nicht, die eigenen Wurzeln aufzugeben, sondern die Möglichkeit, in
einer neuen Umgebung weiter zu wachsen. Mit Integrationserfolgen in jungen Jahren werden
die Weichen gestellt und die späteren Chancen auf Erfolg und Teilhabe geprägt.

Es ist der Niedersächsischen Landesregierung ein wichtiges politisches Anliegen, die
vielfältigen Potentiale junger Menschen mit Migrationshintergrund zu fördern. Deshalb sollen
Institutionen, Vereine, Verbände, Initiativen, Kindergärten und Schulen mit dem
Niedersächsischen Integrationspreis ausgezeichnet werden, die sich in diesem Bereich mit
innovativen Ideen hervorheben.

Bewerbungen oder Vorschläge sind vorzugsweise per E-Mail an

integrationspreis@stk.niedersachsen.de

oder ansonsten per Post an

Niedersächsische Staatskanzlei
Stichwort „Niedersächsischer Integrationspreis 2022“
Planckstr. 2
30169 Hannover
zu richten.

Bewerbungsschluss ist Sonntag, der 27.02.2022.

Das Formular „Bewerbung zum Niedersächsischen Integrationspreis 2022“ finden Sie unter:
http://www.migrationsbeauftragte-niedersachsen.de

Hintergrund zur Vergabe des Niedersächsischen Integrationspreises:
Aus den Bewerbungen und Vorschlägen wählt eine unabhängige, namhaft besetzte Jury
unter dem Vorsitz von Doris Schröder-Köpf die Preisträgerinnen und Preisträger aus, die
nach derzeitigem Stand in einem Festakt zum Ende des Jahres ausgezeichnet werden sollen.


60 Jahre italienische Gastarbeiter in Niedersachen

Am 17. Januar 1962 traf der erste Zug mit italienischen Gastarbeitern in Wolfsburg ein. Die Männer kamen um zu arbeiten, die Familien zogen nach und Wolfsburg bzw. Niedersachsen wurde zur ihrer neuen Heimat.

Die damaligen „Gastarbeiter“ wurden zu Kollegen, Freunden und Verwandten. Es entwickelte sich über die Jahre eine enge Verbundenheit, die heutzutage nicht mehr wegzudenken ist. Am 17.01.2022 wurde dieser Tag am Bahnhof in Wolfsburg pandemiekonform gefeiert. Viele Gäste, darunter auch „Gastarbeiter der ersten Stunde“, nahmen an den Feierlichkeiten teil.

Doris Schröder-Köpf, Niedersächsische Landesbeauftragte für Migration und Teilhabe, äußerte in diesem Zusammenhang: „Das heutige Niedersachsen hätte sich ohne die italienischen Einflüsse der vergangenen 60 Jahre wirtschaftlich und sozial zu einem anderen Land entwickelt. Wir können uns glücklich schätzen, dass die damaligen Gastarbeiter in Niedersachsen eine neue Heimat fanden und nun Teil unserer vielfältigen Gesellschaft sind.“

Internationaler Tag der Migrantinnen und Migranten am 18.12.2021

Die Landesbeauftragte für Migration und Teilhabe, Doris Schröder-Köpf, erinnert heute – am Internationalen Tag der Migrantinnen und Migranten – an die niedersächsische Geschichte und hebt hervor, wie sehr Niedersachsen durch Migration seit Jahrzehnten bereichert und geprägt wurde.

Landesbeauftragte gratuliert Jesidinnen und Jesiden herzlich zum Ida-Ezî Fest

Heute feiern Jesidinnen und Jesiden weltweit ihr Fest zu Ehren Gottes, das Ida-Ezî-Fest. Nach den vorangegangenen drei Wochen des Fastens bildet das Fest den Höhepunkt der Feierlichkeiten. Die Ursprünge des Festes reichen weit zurück. Gefeiert wird unter anderem das Ende der kurzen Tage und langen Nächte. In Gedanken sind viele auch bei den Jesidinnen und Jesiden, die sich weltweit auf der Flucht oder in Gefangenschaft befinden.

Doris Schröder-Köpf, Landesbeauftragte für Migration und Teilhabe, sendet herzliche Wünsche zum Ida-Ezî-Fest:

„Am heutigen Tag der Wintersonnenwende feiern unsere jesidischen Mitbürgerinnen und Mitbürger Ihr Ida-Ezî Fest. Nach dem Fasten wünsche ich Ihnen eine besinnliche Zeit im Kreise der Familie. Wenngleich wir aufgrund der Pandemie alle weiterhin achtsam sein müssen, hoffe ich doch, dass Sie gemeinsam Kraft tanken können und zuversichtlich in die nächsten Wochen gehen.“

Weitere Informationen zum Jesidentum finden Sie hier:

https://www.haus-der-religionen.de/de/religionen/eziden/zur-info-eziden

Podcast Museum Friedland: Jedes Kind hat ein Recht auf den heutigen Tag – geflüchtete Kinder in Deutschland

Jedes Kind hat ein Recht auf den heutigen Tag – geflüchtete Kinder in Deutschland –

Folge 4 des Museum Friedland Podcasts, die in Kooperation mit der Niedersächsischen Landesbeauftragten für Migration und Teilhabe Doris Schröder-Köpf erscheint, zeigt, dass Hilfe für geflüchtete Kinder oft in den Hintergrund gerät.

Fast die Hälfte aller geflüchteten Menschen, die seit 2015 in Deutschland eine Aufnahme gefunden haben, sind Kinder und Jugendliche. Viele von ihnen haben Traumatisches erlebt. Gleichzeitig fehlt es ihnen teils aus Unwissenheit und teils aus Scham an der passenden Unterstützung. In der aktuellen Folge des Museum Friedland Podcastes erzählen Alya, Hussein, Arafat, Mohammed und Alan, die als Kinder nach Deutschland kamen, von ihren Erfahrungen während der Flucht sowie nach ihrer Ankunft.

„Die Erfahrung von Flucht und Vertreibung ist gerade für Kinder besonders traumatisch. Leider belegen Studien, u.a. von UNICEF, dass die Bedürfnisse der Jüngsten immer noch zu wenig berücksichtigt werden,“ so Doris Schröder-Köpf. „Deswegen ist es besonders wichtig, dass sie ein besonderes Augenmerk und besondere, auf sie zugeschnittene Hilfsangebote erhalten.“

Der Podcast kann sowohl auf der Webseite des Museums, als auch überall dort, wo es Podcasts gibt, heruntergeladen werden.

Über das Museum Friedland

Das als außerschulischer Lernstandort anerkannte Museum Friedland wurde 2016 eröffnet. Es erforscht, sichert, präsentiert und vermittelt die Geschichte und Gegenwart des Grenzdurchgangslagers Friedland. Wechselausstellungen lenken in historischer und gegenwartsorientierter Perspektive zudem den Blick auf die vielschichtigen Prozesse von Abschied, Ankunft und Neubeginn im Allgemeinen sowie von Migrationspolitik, gesellschaftlicher Teilhabe, Grenzen, Identitäten und Zugehörigkeiten, Kriegsfolgen, Menschenrechten und Asyl im Speziellen.

Das Museum Friedland ist mittwochs bis sonntags zwischen 10 und 18 Uhr geöffnet. Gemäß der aktuellen niedersächsischen Corona-Verordnung ist der Besuch nach der 2G plus-Regel möglich. Für alle Fragen rund um den Besuch im Museum Friedland ist der Besucherservice telefonisch unter 05504/8056-200 oder per E-Mail unter besuch@museum-friedland.de zu erreichen.

Folge 4 des Museum Friedland Podcasts, die in Kooperation mit der Niedersächsischen Landesbeauftragten für Migration und Teilhabe Doris Schröder-Köpf erscheint, zeigt, dass Hilfe für geflüchtete Kinder oft in den Hintergrund gerät.

Fast die Hälfte aller geflüchteten Menschen, die seit 2015 in Deutschland eine Aufnahme gefunden haben, sind Kinder und Jugendliche. Viele von ihnen haben Traumatisches erlebt. Gleichzeitig fehlt es ihnen teils aus Unwissenheit und teils aus Scham an der passenden Unterstützung. In der aktuellen Folge des Museum Friedland Podcastes erzählen Alya, Hussein, Arafat, Mohammed und Alan, die als Kinder nach Deutschland kamen, von ihren Erfahrungen während der Flucht sowie nach ihrer Ankunft.

„Die Erfahrung von Flucht und Vertreibung ist gerade für Kinder besonders traumatisch. Leider belegen Studien, u.a. von UNICEF, dass die Bedürfnisse der Jüngsten immer noch zu wenig berücksichtigt werden,“ so Doris Schröder-Köpf. „Deswegen ist es besonders wichtig, dass sie ein besonderes Augenmerk und besondere, auf sie zugeschnittene Hilfsangebote erhalten.“

Der Podcast kann sowohl auf der Webseite des Museums, als auch überall dort, wo es Podcasts gibt, heruntergeladen werden.

Über das Museum Friedland

Das als außerschulischer Lernstandort anerkannte Museum Friedland wurde 2016 eröffnet. Es erforscht, sichert, präsentiert und vermittelt die Geschichte und Gegenwart des Grenzdurchgangslagers Friedland. Wechselausstellungen lenken in historischer und gegenwartsorientierter Perspektive zudem den Blick auf die vielschichtigen Prozesse von Abschied, Ankunft und Neubeginn im Allgemeinen sowie von Migrationspolitik, gesellschaftlicher Teilhabe, Grenzen, Identitäten und Zugehörigkeiten, Kriegsfolgen, Menschenrechten und Asyl im Speziellen.

Das Museum Friedland ist mittwochs bis sonntags zwischen 10 und 18 Uhr geöffnet. Gemäß der aktuellen niedersächsischen Corona-Verordnung ist der Besuch nach der 2G plus-Regel möglich. Für alle Fragen rund um den Besuch im Museum Friedland ist der Besucherservice telefonisch unter 05504/8056-200 oder per E-Mail unter besuch@museum-friedland.de zu erreichen.

Freundschaftskonzert – 60 Jahre deutsch-türkische Nachbarschaft

Anlässlich des 60. Jubiläums des Anwerbeabkommens der Bundesrepublik Deutschland mit der Türkei haben die Niedersächsische Landesbeauftragte für Migration und Teilhabe, Doris Schröder-Köpf, und die Föderation Türkischer Elternvereine in Niedersachsen e.V. (FöTEV) am Samstag, den 4.12.2021 zu einem Freundschaftskonzert in die Galerie Herrenhausen eingeladen. Die Veranstaltung wurde unter anderem durch die Lotto-Sport-Stiftung unterstützt. Schirmfrau der Veranstaltung war die Landesbeauftragte.

Die Veranstaltung wurde von der Vorsitzenden der FöTEV, Frau Seyhan Öztürk, eröffnet. In ihrer Rede ging Sie auf die persönliche Entwicklung der türkischen Migrantinnen und Migranten ein, die anfangs teilweise noch auf gepackten Koffern saßen, da ein langer Verbleib in der Bundesrepublik für sie nicht vorstellbar war. „Für die heutige Jugend hört sich dies wie ein Märchen an, da sich die Arbeiterinnen und Arbeiter von damals zu festen Teilen der Gesellschaft entwickelt haben“, so Öztürk. Passend schloss sie mit dem folgenden Zitat von Max Frisch ab: „Wir riefen Arbeitskräfte, und es kamen Menschen“.

In der anschließenden Rede hob Frau Schröder-Köpf die wechselseitige Beziehung der deutsch-türkischen Freundschaft hervor. „Die Erfahrungen, Erlebnisse und Emotionen, die sowohl auf deutscher als auch auf türkischer Seite in den vergangenen 60 Jahren beidseitig zu Wohlstand und Reichtum beigetragen haben, seien eine historische Leistung“, so die Landesbeauftragte. Sie führte fort: „Heute leben über 3,0 Mio. Menschen mit familiären Wurzeln aus der Türkei in Deutschland. Sie haben die Bundesrepublik mit aufgebaut, sich integriert und die Gesellschaft geprägt, sie sind zu einem wichtigen Teil der Bundesrepublik geworden und ohne sie wäre das alltägliche Leben ein anderes. Es verbindet uns alle sehr viel mehr, als uns trennt. Wir müssen an unser Verbundenheit festhalten, damit dies auch so bleibt und Rassistinnen und Rassisten keine Chance haben unsere Gesellschaft weiter zu spalten.“

Die besondere Verbundenheit zwischen beiden Ländern hob im folgenden Grußwort die Generalkonsulin der Republik Türkei, Gül Özge Kaya, hervor. Die Bundesrepublik Deutschland und die Türkei seien durch die Menschen eng und freundschaftlich miteinander verwurzelt, so Generalkonsulin Kaya.    

Das Freundschaftskonzert wurde von der deutsch-türkischen Sängerin, Ayda Kirci, und dem hannoverschen Pianisten, Helge Adam, im Rahmen ihres Musikprojektes „Anatolian goes Jazz“ durchgeführt. Gemeinsam mit den Musikern, Peter Schwebs (Kontrabass) und Dieter „Zpper“ Schmigelok“ (Schlagzeug) interpretierten sie sogenannte „Türkü-Lieder“ in westlichem Jazz.

Fotograf: Michael Wallmüller

Interreligiöser Kalender 2022 erschienen

Seit 2016 geben wir in Kooperation mit dem Haus der Religionen – Zentrum für interreligiöse und interkulturelle Bildung e.V. in Hannover – einen Interreligiösen Kalender heraus. Es freut die Landesbeauftragte für Migration und Teilhabe, Doris Schröder-Köpf, sehr, Ihnen diesen auch für das Jahr 2022 zusenden zu können.

Der Kalender verschafft Ihnen einen Überblick über die wichtigsten religiösen Feiertage der neun Religionen, die Teil dieses Interreligiösen Kalender sind. Dabei wird die religiöse Vielfalt in Niedersachsen, die unsere Gesellschaft prägt und bereichert, auf ganz wunderbare Weise veranschaulicht. Zu jeweils einem ausgewählten Feiertag finden Sie auf der Rückseite des Kalenders ausführlichere Informationen.

Wenn Sie mögen, können Sie die Kalenderdaten mit unten stehender ics-Datei (interreligiöser kalender 2022) direkt in Ihren Kalender einspeisen.

Ministerpräsident Stephan Weil und Landesbeauftragte Doris Schröder-Köpf wünschen ein leuchtendes Chanukka-Fest

In diesem Jahr beginnt das jüdische Chanukka-Fest am 28. November. Von diesem Tag an bis zum 6. Dezember wird täglich eine Kerze am Chanukka-Leuchter, der Chanukkia, angezündet. Ministerpräsident Stephan Weil sendet aus diesem Anlass beste Wünsche an alle jüdischen Mitbürgerinnen und Mitbürger in Niedersachsen:

„Gerade in der derzeitigen Situation kann das besinnliche Chanukka-Fest, das ja ein achttägiges Lichterfest ist, bestärken und Hoffnung spenden. Unseren jüdischen Mitbürgerinnen und Mitbürgern wünsche ich – trotz aller nötigen pandemiebedingten Vorsichtsmaßnahmen – eine schöne Zeit mit der Familie, eine Zeit der Einkehr und der Zuversicht. Den Kindern wünsche ich viel Freude mit den kleinen Geschenken, die das Chanukka-Fest für sie mit sich bringt. Ermutigung und Zukunftsglaube spielen bei diesem Fest eine zentrale Rolle und genau das können viele Menschen gerade jetzt – angesichts der bedrohlichen Coronalage – gut gebrauchen.“ 

Auch die Landesbeauftragte für Migration und Teilhabe, Doris Schröder-Köpf, sendet herzliche Grüße zum Lichterfest: „Chanukka Sameach“ – ein schönes Chanukka-Fest wünsche ich Ihnen, liebe jüdische Mitbürgerinnen und Mitbürger. Lichtblicke, die können wir derzeit alle wirklich brauchen – und dafür steht das Chanukka-Fest. Das symbolische Anzünden der Kerzen nach Einbruch der Dunkelheit erinnert nicht nur an frühere Wunder, sondern steht auch für Erleuchtung in Bezug auf aktuelle Ängste und Sorgen. Mögen die Lichter der Chanukkia die Finsternis der trüben Jahreszeit erhellen und Ermutigung angesichts vieler Belastungen schenken.“

Hintergrund:

Das jüdische Chanukka oder auch Lichterfest wird 2021 vom 28. November bis zum 06. Dezember begangen. Eingeführt wurde das Fest im jüdischen Jahr 3597 (164 v. Chr.). Gefeiert wird in dieser Zeit die Wiedereinweihung des zweiten jüdischen Tempels in Jerusalem nach dem Sieg über die syrische Dynastie der Seleukiden. Gedacht wird auch der Zeit, in der Israel unter der griechischen Herrschaft leiden musste. Gefeiert wird zu Chanukka abends im Kreis der Familie, dabei wird aus der Tora vorgelesen und an die Vergangenheit gedacht. Die Kinder bekommen an jedem der acht Feiertage kleine Geschenke. Zum Festmahl werden meist Ölspeisen gereicht, wie zum Beispiel Krapfen und Latkes (kleine, frittierte Kartoffelpuffer). Diese sollen an das Wunder des brennenden Öls im Tempel erinnern. Nach Einbruch der Dunkelheit wird täglich eine Kerze der Chanukkia angezündet, einem acht- oder neunarmigen Kerzenleuchter. Acht sind für die acht Tage, der neunte ist der „Lichterhalter“ – in ihm steckt die Kerze, mit der man die anderen erleuchtet.

Zweite berührende Lesung: „Die Geschichte einer Flucht – von Raqqa nach Celle“ am 5. November in Celle in der Halle 19 des Schloßtheaters

In einer vollen HALLE 19 fand am 05. November die zweite Lesung aus Rauda Al-Tahas „Geschichte einer Flucht von Raqqa nach Celle“ statt. Die erste Lesung hatte auf Einladung der Niedersächsischen Landesbeauftragen für Migration und Teilhabe, Doris Schröder-Köpf, am 29. September im Gästehaus der Niedersächsischen Landesregierung stattgefunden.

Eingangs dankte Schlosstheater-Geschäftsführerin Katharina Lohmann der Landesbeauftragen Schröder-Köpf sowie der Stadträtin für Soziales und Kultur der Stadt Celle, Susanne McDowell, ohne deren Hilfe weder das Buch als Zeitdokument noch die Veranstaltung zu Stande gekommen wären.

Schlosstheater-Schauspielerin Johanna Marx las ausgewählte Passagen, die ein intensives Bild der syrischen Heimat Raqqa, der kulturellen Liebe, der bedrohlichen Kriegssituation, der bedrückenden Flucht und des allmählichen Ankommens in der neuen Heimat Niedersachsen entstehen ließen. Für musikalische Untermalung sorgten Mitglieder des Ensembles IBTAHIDSCH unter der Leitung von Dr. Claudia Ott. Die orientalische Musik rahmte die Veranstaltung würdig ein. Im langanhaltenden Applaus holte Johanna Marx die Autorin Rauda Al-Taha und ihre drei Töchter auf die Bühne.

In Ihren Grußworten hatten Susanne McDowell und Doris Schröder-Köpf, die Bedeutung der Flüchtlings- und Integrationspolitik betont und die wichtige Rolle der ehrenamtlichen Integrationshelfer*innen herausgestellt. Doris Schröder-Köpf mahnte eindringlich, das Thema Flucht und Migration nicht aus den Augen zu verlieren und mit Anstand und Werten von Demokratie und Freiheit europaweit zu agieren und zu integrieren.

Der Eintritt war frei, es wurden Spenden für die auch im Buch erwähnten Malteser gesammelt, namentlich für das Vorleseprojekt, das sich speziell an geflüchtete Kinder und Familien richtet. Über 900 €uro kamen zusammen. Das Geld wird den Maltesern in der kommenden Woche übergeben.

Das Schlosstheater Celle ist Teil der Bewegung DIE VIELEN und hat mit SOUL ALMANYA eine musikalische Stückentwicklung gemeinsam mit Geflüchteten auf die Bühne gebracht. Die Themen Flucht und Vertreibung, Integration und Miteinander, Toleranz und Offenheit, Buntheit und Vielfalt gehören für das Schlosstheater zum Arbeitsalltag und in verschiedenen Formen auf die Bühnen.

60 Jahre Anwerbeabkommen Deutschland-Türkei

Zusammen mit der Stadt Hannover richtete die Niedersächsische Staatskanzlei am 08. November im Congress Center Hannover die Feierlichkeiten anlässlich des Jubiläums „60 Jahre Anwerbeabkommen Deutschland-Türkei“ aus. Gekommen waren neben Oberbürgermeister Belit Onay und der Landesbeauftragten für Migration und Teilhabe, Doris Schröder-Köpf, auch zahlreiche Gäste aus Zivilgesellschaft, von Vereinen und Organisationen sowie aus der Politik.

Neben Interviews mit Zeitzeuginnen und Zeitzeugen gab es ergreifende Reden und musikalische Klänge, welche die deutsch-türkische Freundschaft priesen. Geehrt und gewürdigt wurde vor allem auch die große Lebensleistung zugewanderter „Gastarbeiterinnen und Gastarbeiter“ sowie deren Nachkommen, die den heutigen Wohlstand mit ermöglicht haben. In ihrer Rede ging auch die Landesbeauftragte darauf ein, wie sehr Niedersachsen durch türkische Zuwanderung geprägt und gestaltet wurde – sowohl kulturell, als auch menschlich und in Bezug auf das Arbeitsleben.

Weitere Informationen finden Sie hier:

https://www.hannover.de/Service/Presse-Medien/Landeshauptstadt-Hannover/Aktuelle-Meldungen-und-Veranstaltungen/Festakt-zum-60.-Jahrestag-des-Anwerbeabkommens-mit-der-T%C3%BCrkei

Integration in Zeiten von Corona – Festakt zur Verleihung des Niedersächsischen Integrationspreises

Am 11.10. 2021 wurde der Niedersächsische Integrationspreis verliehen. Ministerpräsident Stephan Weil und die Landebeauftragte für Migration und Teilhabe Doris Schröder-Köpf ehrten die Preisträgerinnen und Preisträger.

Die Preisverleihung am 11.10.2021 stand unter dem Motto „Integration in Zeiten von Corona“ und ist mit insgesamt 24.000 Euro (vier Mal je 6.000 Euro) dotiert – der Preis wurde in diesem Jahr zum zwölften Mal vergeben. Die Bündnisse „Niedersachsen packt an“ und „Niedersachsen hält zusammen“ zeichneten zudem jeweils eine Preisträgerin beziehungsweise einen Preisträger mit einem Sonderpreis aus und unterstützten deren Engagement mit einem Preisgeld in Höhe von ebenfalls je 6.000 Euro.

Das Bündnis „Niedersachsen packt an“ vergab seinen Sonderpreis bereits zum sechsten Mal, während das im Jahr 2020 gegründete Bündnis „Niedersachsen hält zusammen“ erstmals einen Preis verlieh. Die Preisverleihung erfolgte im Rahmen eines Festaktes ab 19 Uhr im Alten Rathaus in Hannover mit rund 150 geladenen Gästen im Alten Rathaus. Die Veranstaltung wurde von Jan Egge Sedelies moderiert. Mit der Wahl des Mottos „Integration in Zeiten von Corona“ knüpfen Ministerpräsident Weil und Landesbeauftragte für Migration und Teilhabe, Schröder-Köpf, direkt an die bisherige Arbeit der beiden Bündnisse „Niedersachsen packt an“ und „Niedersachsen hält zusammen“ an. Die Corona-Pandemie habe gezeigt, so die Landesbeauftragte, wie viele Ehrenamtliche sich für die Integration ihrer Mitbürgerinnen und Mitbürger bemüht hätten und tolle neue, innovative Wege gegangen seien.

Weitere Informationen zum Integrationspreis finden Sie hier:

https://www.niedersaechsischer-integrationspreis.de/