Alarmierender Antisemitismus: Landesbeauftragte fordert Demokratiefördergesetz schnell umzusetzen und Landesmittel aufzustocken

Im Zuge des erneut aufflammenden Nahostkonfliktes ist auch die Stimmung in Deutschland polarisiert. In Städten wie Hannover, Gelsenkirchen oder Münster werden beispielsweise Sprüche gegen jüdische Mitbürgerinnen und Mitbürger skandiert, israelische Flaggen brennen. Die Landesbeauftragte für Migration und Teilhabe zeigt sich sehr besorgt über die aktuellen Entwicklungen:

„Es ist ganz klar, dass wir alle unterschiedliche Meinungen zum Nahost-Konflikt und den aktuellen Geschehnissen vor Ort haben dürfen. Viele Emotionen sind im Spiel, jedoch rechtfertigt Kritik an staatlichem Handeln Israels in keinem Fall, dass deutschland- und europaweit jüdische Einrichtungen angegriffen sowie jüdische Mitbürgerinnen und Mitbürger bedroht werden – es ist zutiefst beschämend.“ Weiterlesen

Weil und Schröder-Köpf wünschen ein gesegnetes Ramadanfest 2021 und laden mehr als 100 Gäste zum digitalen Empfang ein

Mit dem Fest des Fastenbrechens vom 12. bis 15. Mai 2021 findet der Fastenmonat Ramadan seinen feierlichen Abschluss. Ministerpräsident Stephan Weil und Doris Schröder-Köpf, die Landesbeauftragte für Migration und Teilhabe, senden allen Musliminnen und Muslimen in Niedersachsen ihre herzlichen Grüße und wünschen ein gesegnetes Ramadanfest – „Eid Mubarak – Bayraminiz kutlu olsun!“. Weiterlesen

Neutrales Erscheinungsbild von Beamtinnen und Beamten: Klarere Regelungen zu Tattoos oder religiösen Symbolen

Minister Pistorius: „Das ist kein Kopftuchverbot und kein Eingriff in die Religionsfreiheit. Praktische Auswirkungen in Niedersachsen ergeben sich nicht!“ Weiterlesen

Sozialministerin Daniela Behrens: „In Zeiten der Pandemie sind zugewanderte Menschen besonders verwundbar und brauchen Unterstützung. Die Erfolge der Integrationspolitik dürfen nicht aufs Spiel gesetzt werden.“

Die Corona-Pandemie trifft Menschen, deren Leben schon vor der Krise von großen Herausforderungen geprägt war und insbesondere Menschen mit Zuwanderungsgeschichte, besonders hart. Und so standen die Auswirkungen der Pandemie für die Migration und Integration im Mittelpunkt der gestrigen virtuellen Konferenz der Integrationsministerinnen und -minister von Bund und Ländern.  Für Niedersachsens Integrationsministerin Daniela Behrens braucht es in der aktuellen Zeit mehr Engagement aller gesellschaftlichen Akteurinnen und Akteure denn je: „In Zeiten der Pandemie sind Menschen besonders verwundbar, die erst vor Kurzem eine Zuflucht oder den neuen Mittelpunkt ihres Lebens in Deutschland gefunden haben. Aber auch Menschen, die sich in prekären Lebensverhältnissen befinden, sowie Personen, die der deutschen Sprache aus unterschiedlichen Gründen nicht ausreichend mächtig sind, brauchen jetzt und künftig noch mehr Unterstützung. Die Erfolge der Integrationspolitik dürfen jetzt nicht aufs Spiel gesetzt werden.“

Es müsse verhindert werden, so die Beschlussfassung des Leitantrages, dass die Pandemie soziale Ungleichheiten nachhaltig verfestigt.  Dafür brauche es unter anderem gezielte Arbeits- und Bildungsprogramme genauso wie die verbesserte interkulturelle Öffnung des Gesundheitswesens, so Daniela Behrens: „Menschen mit Zuwanderungsgeschichte sind häufig im Dienstleistungs- und Pflegebereich, in Reinigungsberufen und in der Altenpflege sowie in der Postzustellung tätig. Berufe, die derzeit ein besonders hohes Ansteckungsrisiko mit dem Corona-Virus mit sich bringen. Sie verfügen auch häufig über einen schlechteren Zugang zu gesundheitlichen Leistungen oder sehen sich Diskriminierungen im Gesundheitssystem ausgesetzt. Aus diesem Grund sind die gezielte Prävention sowie interkulturelle Öffnung und Kompetenz bei der Bekämpfung der Pandemie von großer Bedeutung. Deswegen muss der Zugang zu Informationen bzw. Kommunikationsmöglichkeiten über die aktuelle Gefahrensituation in der Pandemie weiter verbessert werden. Hierfür braucht es zielgruppengerechte Kommunikations- und Informationsstrategien, insbesondere im Bereich des Gesundheitswesens.“ Hierbei ist der Bund gleichermaßen wie Länder, Kommunen, Unternehmen, Verbände und Institutionen gefordert.

In vielen Ländern der Erde wird der gesellschaftliche Zusammenhalt, zwischenmenschliche Solidarität und Verständnis, verstärkt in Zeiten der Corona-Pandemie, auf die Probe gestellt. „Auch in Deutschland müssen wir weiterhin Diskriminierung und Rassismus entgegentreten“, betont Integrationsministerin Behrens. „Es ist notwendig, im Einwanderungsland Deutschland die Sozial-, Wirtschafts-, Bildungs- und Gesundheitsstrukturen kritisch und konstruktiv zu hinterfragen und der aktuellen Situation angemessen anzupassen und auszubauen. Das Land Niedersachsen ist durch Zuwanderung historisch geprägt und auch in der Zukunft auf Migration angewiesen. Nur gemeinsam, in einer vielfältigen und demokratischen Gesellschaft, können wir die zurzeit schwierige Lage bewältigen. In diesem Sinne bin ich über den Austausch und die gemeinsamen Entscheidungen im Rahmen der Konferenz dankbar.“

Weitere Information zur Konferenz finden Sie unter https://www.integrationsministerkonferenz.de

Diese Pressemitteilung des Nds. Ministeriums für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung vom 30.04.2021 kann hier als Pdf-Dokument heruntergeladen werden.

 

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Rund 2.800 Menschen aus griechischen Flüchtlingslagern geholt: Landesbeauftragte begrüßt kleine Erfolge durch Aufnahmeaktion

Nach gut einem Jahr endet heute eine von Bund und Ländern organisierte Aufnahmeaktion, mithilfe derer rund 2.800 Geflüchtete von griechischen Inseln nach Deutschland gebracht wurden – darunter auch besonders schutzbedürftige Kinder.

„Die Aufnahmeaktion hat eindrücklich gezeigt, dass wir in Niedersachsen sowohl die Kapazitäten als auch die Planungsstärke besitzen, Geflüchteten kurzfristig Schutz zu gewähren. Weiterlesen

Landesbeauftragte sendet frohe Neujahrsgrüße an Yezidinnen und Yeziden

Am heutigen Mittwoch begehen die Yezidinnen und Yeziden in Niedersachsen und der ganzen Welt das Neujahrsfest. Laut Überlieferung erreichten an diesem Tag erstmalig Sonnenstrahlen die Erde, sodass sich der Himmel rot färbte. Die Niedersächsische Landesbeauftragte für Migration und Teilhabe, Doris Schröder-Köpf, übermittelt aus diesem Anlass ihre Glückwünsche:

„Gerade in den Zeiten von Corona ist es nicht leicht, wichtige religiöse Feste wie das yezidische Neujahrsfest traditionell im Kreise der Gemeinschaft zu begehen. Umso mehr wünsche ich allen Yezidinnen und Yeziden in Niedersachsen ein frohes neues Jahr, das von Zuversicht, Kraft und vor allem Gesundheit geprägt ist. Meine Gedanken sind an diesem Tag zudem bei den Yezidinnen und Yeziden, die verfolgt werden oder sich aktuell in Gefangenschaft befinden.“

Hintergrund: Am so genannten „roten Mittwoch“ feiern Yezidinnen und Yeziden weltweit ihr Neujahrsfest „Carsema Sor“ und erinnern an die Erschaffung der Welt aus einem Ei. Dabei werden ebenso wie im Christentum Eier bunt angemalt. Zudem soll es ein friedlicher und heiliger Tag sein, ohne Streit und Kämpfe.

Weil und Schröder-Köpf wünschen allen Musliminnen und Muslimen zum diesjährigen Fastenmonat Ramadan vor allem Gesundheit und Zuversicht

Zum Beginn des muslimischen Fastenmonats Ramadan 2021.

Das Fasten im neunten Monat Ramadan beginnt in diesem Jahr am 13. April und endet am 12. Mai. Danach beginnt das dreitägige Fest „Eid al-Fitr“, auch Ramadan oder Zuckerfest genannt, das den feierlichen Abschluss des Fastens markiert. Weiterlesen

Landesbeauftragte zum Internationalen Tag der Roma: „Weiter gegen Vorurteile und Diskriminierung ankämpfen“

‚Sinti und Roma sind die mit Abstand unbeliebteste Minderheit in Europa‘, so stellte es der Historiker Wolfgang Benz fest – eine erschreckende Erkenntnis, die gerade heute, am Internationalen Tag der Roma, Handlungsbedarf aufzeigt: „Es ist und bleibt wichtig, dass wir uns als Gesellschaft Vorurteilen und Diskriminierung gegenüber Roma in den Weg stellen und diese nicht tolerieren. Weiterlesen

Perspektiven für die Ohren: Museum Friedland legt mit Förderung der Niedersächsischen Landesbeauftragten Podcast auf

Der Podcast greift in loser Reihe Aspekte aus der Themenwelt des Museums Friedland auf. Die erste Folge ist „I FEEL“ gewidmet. Die Sonderausstellung des Museums Friedland zeigt elf großformatige Gemälde. Die Hälfte jedes Bildes wurde von einer geflüchteten Künstlerin gestaltet, die andere Hälfte der Leinwand füllten Malerinnen ohne direkten Fluchtbezug. Weiterlesen

Ministerpräsident Weil und die Niedersächsische Landesbeauftragte für Migration und Teilhabe Doris Schröder-Köpf gratulieren zum Pessachfest

Der Niedersächsische Ministerpräsident Stephan Weil und die Niedersächsische Landesbeauftragte für Migration und Teilhabe, Doris Schröder-Köpf, wünschen allen jüdischen Bürgerinnen und Bürgern anlässlich des diesjährigen Pessachs ein gesundes und friedliches Pessach-Fest. Weiterlesen

„Kein Ersatz für persönliche Beratung, aber wichtige Ergänzung“: Rege Diskussion über die Chancen und Grenzen der digitalen Migrationsberatung

Mehr als 200 Akteur*innen der Migrationsarbeit in Niedersachsen waren der Einladung zu einem virtuellen Austausch über das Thema „digitale Migrationsberatung: Chancen und Grenzen“ am gestrigen Dienstag, 23. März 2021 gefolgt. Dazu hatte die Landesbeauftragte für Migration und Teilhabe mit der Niedersächsischen Lotto-Sport-Stiftung und der Initiative „Spielfeld Gesellschaft“ eingeladen. Weiterlesen

Rassismus ganzjährig die rote Karte zeigen: Landesbeauftragte untermauert Appell der Internationalen Wochen gegen Rassismus

Anlässlich der Internationalen Wochen gegen Rassismus sendet die Landesbeauftragte für Migration und Teilhabe, Doris Schröder-Köpf, solidarische Grüße an alle Mitstreiter*innen und betont:

„Der Kampf gegen Rassismus muss in unserer Gesellschaft jeden Tag geführt werden. Mit aller Härte müssen wir uns Stereotypen und Alltagsrassismus in den Weg stellen und mit Nachdruck darauf hinweisen, dass die gewählten Worte verletzend sind. Rassismus beginnt nämlich mit der Ignoranz im Kleinen und hat sich durch diese kleinen Stiche vielerorts bereits zu einem gefährlichen und spaltenden Gift entwickelt – politisch rechtsmotivierte Kriminalität hat in den letzten Jahren in Niedersachsen zugenommen. Lassen Sie uns daher Tag für Tag couragiert für unsere betroffenen Mitbürger*innen einstehen und eines ganz deutlich machen: Rassismus hat in unserer Gesellschaft keinen Zentimeter Platz. Wir lassen uns nicht spalten!“