Ministerpräsident Stephan Weil und Integrationsbeauftragte Schröder-Köpf wünschen allen Musliminnen und Muslimen ein gesegnetes und friedvolles Ramadanfest „Eid- al Fitr“

Ministerpräsident Stephan Weil und Doris Schröder-Köpf, die Landesbeauftragte für Migration und Teilhabe, senden allen Musliminnen und Muslimen in Niedersachsen ihre herzlichen Grüße und wünschen ein gesegnetes Ramadanfest – „Eid Mubarak – Bayraminiz kutlu olsun!“.

Mit dem Fest des Fastenbrechens vom 02.05.2022 – 04.05.2022 findet der Fastenmonat Ramadan seinen feierlichen Abschluss.

Das Fest des Fastenbrechens stellt den Abschluss des Fastens im Monat Ramadan dar, das in diesem Jahr am 3. April begann und am 02.05. – 04.05.2022 mit dem Ramadanfest endet.

Der Fastenmonat ist immer auch eine Zeit der Fürsorge für Schwächere und Mitgefühl mit Menschen in Not und Bedrängnis. Somit hat er einen sehr solidarischen und sozialen Charakter. „In der aktuell schwierigen Zeit mit einem Krieg in der Nachbarschaft, Herausforderungen in der Energieversorgung, hohen finanziellen Belastungen der Menschen und einer nach wie vor nicht überwundenen Corona-Pandemie haben Solidarität und Zusammenhalt in unserer Gesellschaft eine so große Bedeutung wie selten zuvor“, so Ministerpräsident Weil.


In diesem Jahr fielen die bedeutsamsten Feiertage aller drei monotheistischen Religionen in denselben Zeitraum. Das Fasten der Muslime, der Pessach der Juden und das Ostern der Christen. „Von allen drei Festen geht die gleiche Botschaft aus: Solidarität und Mitgefühl. Lassen Sie uns aufeinander achtgeben und füreinander da sein“, so Weil weiter.

Auch die Landesbeauftragte für Migration und Teilhabe, Doris Schröder-Köpf, richtet ihre Wünsche an alle Musliminnen und Muslimen in Niedersachsen: Es freut mich, dass das diesjährige Zuckerfest wieder mit mehr Begegnungen gefeiert werden kann – auch wenn wir nach wie vor alle vorsichtig sind. Daher wünsche ich Ihnen, liebe muslimische Mitbürgerinnen und Mitbürger, eine schöne und besinnliche Zeit mit Freundinnen und Freunden sowie der Familie. Nach einer Zeit der inneren Einkehr während des Fastenmonats folgen nun feierliche Tage, die Sie bestärken können und Ihnen Kraft für die nächsten Herausforderungen geben“, ergänzt Doris Schröder-Köpf.


Hintergrund:

Das Fest des Fastenbrechens im Monat Ramadan dauert drei Tage und beginnt mit dem rituellen Festgebet. Es werden anschließend Süßigkeiten verteilt und Segenswünsche ausgesprochen. Nach islamischer Überlieferung wurde im Fastenmonat Ramadan der Koran, das heilige Buch der Muslime, verkündet. Das Fasten im Fastenmonat Ramadan ist eine der fünf Säulen/Pflichten des Islam und endet mit einem dreitägigen Fest, dem „Eid il-Fitr beziehungsweise Zuckerfest“. Das tägliche Fasten zuvor verpflichtete die Gläubigen von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang auf Nahrungsverzicht. Sie sollen sich ganz der inneren Einkehr hingeben, dadurch Gott, sich selbst und den Mitmenschen näherkommen. In Niedersachsen leben circa 250.000 bis 300.000 Menschen muslimischen Glaubens verschiedener Herkunft, Ausrichtung und Tradition.

Förderatlas für Migration, Teilhabe und Zusammenhalt jetzt Online

Online basierte Informationsplattform zu Förderprorammen und Stiftungen wird live geschaltet

www.foerderatlas-teilhabe-nds.de

Die Niedersächsische Lotto-Sport-Stiftung, das Bündnis NIEDERSACHSEN PACKT AN und die Niedersächsische Landesbeauftragte für Migration und Teilhabe, Frau Doris Schröder-Köpf, haben als gemeinsame Partner den Förderatlas für Migration, Teilhabe und Zusammenhalt ins Leben gerufen. Diese Datenplattform ist heute freigeschaltet worden.   

Das Angebot an Förderprogrammen, Stiftungen und Zuschüssen ist vielfältig und oft unübersichtlich. Damit geplante Projekte schnell und effizient realisiert werden können, ist eine umfassende und zentrale Übersicht über die unterschiedlichen Programme wichtig.

Der digitale Förderatlas für Migration, Teilhabe und Zusammenhalt zeigt bundes- und landesweite sowie regionale Förderangebote in den unterschiedlichen migrationsrelevanten Bereichen auf. Hier können die in der Migrationsarbeit tätigen Personen einen Überblick über das Angebot der vorhandenen Fördermittel und hoffentlich auch die für ihr Projekt passende Förderung finden.

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Zitate der Projektpartner

Stephan Weil, Niedersächsischer Ministerpräsident:

„Gesellschaftlicher Zusammenhalt, ein gutes Miteinander und Solidarität – gerade in schwierigen Zeiten – zeichnen Niedersachsen aus. Menschen, die aus ganz unterschiedlichsten Gründen zu uns kommen, werden dabei unterstützt, unsere Sprache zu erlernen, in Schule, Beruf und Gesellschaft Fuß zu fassen. Der neue Förderatlas für Migration, Teilhabe und Zusammenhalt trägt dem Informations- und Finanzierungsbedarf vieler Vereine und Projektträger Rechnung. Wir wollen daran mitwirken, dass neue Integrationsprojekte entstehen und bereitgehaltene Mittel da ankommen, wo sie gebraucht werden.“

Doris Schröder-Köpf, Landesbeauftragte für Migration und Teilhabe:

„In unserem Land haben zahlreiche Menschen und Institutionen gute Ideen, wie sich die Teilhabe innerhalb unserer Gesellschaft noch besser verwirklichen lässt. Dieses innovative Potenzial benötigen wir dringend, da hieraus besonders gute Projekte entstehen. Eine passgenaue finanzielle Unterstützung dieser Vorhaben ist von größter Wichtigkeit. Der Förderatlas für Migration, Teilhabe und Zusammenhalt soll den in der Migrationsarbeit tätigen Menschen helfen, die nötigen Fördermittel zu finden, damit ihre Ideen in die Tat umgesetzt werden können.“

Dr. Hans Ulrich Schneider, Vorsitzender des Vorstands der Niedersächsischen Lotto-Sport-Stiftung

„Vielfalt ist alltäglich. Ebenso vielfältig sind die Fördermöglichkeiten im Bereich der Integration. Um nicht den Überblick zu verlieren, dient der Förderatlas als Hilfsmittel und Wegweiser durch den Förderdschungel. So können all diejenigen, die in der Integrations- und Migrationsarbeit tätig sind, schnell und einfach die richtigen Förderpartner vor Ort finden.“

Über die Initiatorinnen und Initiatoren:

Doris Schröder-Köpf, Niedersächsische Landesbeauftragte für Migration und Teilhabe:

Als Niedersächsische Landesbeauftragte für Migration und Teilhabe setzt sich Doris Schröder-Köpf, MdL, ehrenamtlich und unabhängig dafür ein, dass die Interessen der in Niedersachsen lebenden Menschen mit einer Zuwanderungsgeschichte Gehör finden – ob in der Politik, im Schul- und Bildungsbereich oder der breiteren Öffentlichkeit.

Niedersächsische Lotto-Sport-Stiftung:

Die Niedersächsische Lotto-Sport-Stiftung wurde 2009 vom Land Niedersachsen errichtet. Satzungszwecke der Stiftung sind die Förderung des Sports sowie die Unterstützung von Menschen mit Migrationsgeschichte. Seit Gründung hat die Stiftung über 6.000 Projekte mit mehr als 31 Mio. Euro gefördert.

Bündnis NIEDERSACHSEN PACKT AN:

NIEDERSACHSEN PACKT AN ist ein überparteiliches Aktionsbündnis von Politik und Zivilgesellschaft mit allen relevanten Akteurinnen und Akteuren – auch auf regionaler Ebene – zur Integration geflüchteter Menschen. Wir ziehen an einem Strang für ein gutes Zusammenleben aller. Das Bündnis ist eine offene und lebendige Allianz mit breiter Unterstützung, der sich alle anschließen können. www.niedersachsen-packt-an.de

Weil und Schröder-Köpf wünschen allen Musliminnen und Muslimen einen gesegneten und friedvollen Fastenmonat

In diesem Jahr beginnt das Fasten im neunten Monat Ramadan am 3. April und endet am 1. Mai 2022. Danach beginnt das dreitägige Fest „Eid al-Fitr“, auch Ramadan oder Zuckerfest genannt, das den feierlichen Abschluss des Fastens markiert.

Ministerpräsident Stephan Weil und die Landesbeauftragte für Migration und Teilhabe Doris Schröder-Köpf senden allen Musliminnen und Muslimen in Niedersachsen ihre herzlichen Grüße und wünschen ihnen einen gesegneten und friedvollen Fastenmonat.

Ministerpräsident Stephan Weil: „Der Ramadan hat wie andere religiöse Feste und Traditionen seit vielen Jahren einen festen Platz in Niedersachsen. Unseren muslimischen Mitbürgerinnen und Mitbürgern wünsche ich eine besinnliche Zeit während des nun beginnenden Fastenmonats. Angesichts der aktuellen Krisen gewinnt der Zusammenhalt in der Familie, im Freundeskreis und der Gesellschaft sowie das friedliche Zusammenleben noch stärker an Bedeutung. In diesem Jahr sind wieder mehr Begegnungen möglich – lassen Sie uns aber alle gemeinsam weiterhin umsichtig und rücksichtsvoll sein, um vor allem ältere Menschen vor einer schweren Erkrankung durch das Coronavirus zu schützen.“

Auch die Landesbeauftragte für Migration und Teilhabe, Doris Schröder-Köpf, richtet ihre Wünsche an alle Musliminnen und Muslime in Niedersachsen:

„Innere Einkehr und Zusammenhalt spielen in diesen bewegten Zeiten eine wichtige Rolle. Genau dafür steht auch der Ramadan. Der Fastenmonat ist immer auch eine Zeit der Fürsorge für ältere und schwächere Menschen und hat somit einen sehr solidarischen und sozialen Charakter. Lassen Sie uns alle weiterhin aufeinander Acht geben und die Vielfalt unserer religiösen Bräuche und Traditionen in Niedersachsen wertschätzen. Denn nichts verbindet uns mehr als Verständnis und gegenseitige Anteilnahme.“

Am 20. April 2022 empfängt der Ministerpräsident in Anwesenheit der Landesbeauftragten für Migration und Teilhabe im Gästehaus der Landesregierung ausgewählte Vertreterinnen und Vertreter der Religionsgemeinschaften, um mit diesen den Fastenmonat Ramadan feierlich zu begehen.

Hintergrund:

Nach islamischer Überlieferung wurde im Fastenmonat Ramadan der Koran, das heilige Buch der Muslime, verkündet. Das Fasten im Fastenmonat Ramadan ist eine der fünf Säulen/Pflichten des Islam und endet mit einem dreitägigen Fest, das „Eid il-Fitr beziehungsweise Zuckerfest“ genannt wird. Das tägliche Fasten zuvor verpflichtet die Gläubigen von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang auf Nahrungsverzicht. Sie sollen sich ganz der inneren Einkehr hingeben, dadurch Gott, sich selbst und den Mitmenschen näherkommen. Während des anschließenden Festes werden Süßigkeiten verteilt und Segenswünsche ausgesprochen. Das Süße im Mund soll das Ende von Kummer und Leid und die Wiederherstellung einer harmonischen Ordnung symbolisieren. In Niedersachsen leben circa 250.000 bis 300.000 Menschen muslimischen Glaubens verschiedener Herkunft, Ausrichtung und Tradition.

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Informationen zu ukrainischen Fahrzeugen in Deutschland und Führerschein

Die Flüchtlingsberatungsstelle des evangelischen Kirchenkreises Minden hat eine hilfreiche Arbeitshilfe zu Fragen des Versicherungsschutzes für in der Ukraine zugelassene KFZ und zur Geltung des ukrainischen Führerscheins erstellt. Nachfolgend finden Sie alle Informationen komprimiert:

https://ggua.de/fileadmin/downloads/Ukraine/Ukrainische_Fahrzeuge_in_Deutschland_und_Fuehrerschein_INFO.pdf

Landesbeauftragte zu erfassten Straftaten gegen Geflüchtete: „Jede Straftat ist eine zu viel“

Für das Jahr 2021 verzeichnete die niedersächsische Polizei einen Anstieg von Straftaten der politisch motivierten Kriminalität gegen Asylbewerberinnen und Asylbewerber. Waren es im Jahr 2019 noch 130 und im Folgejahr 98 erfasste Straftaten, so zählte die Polizei im Jahr 2021 164 Straftaten gegen Geflüchtete. Die Delikte reichen dabei von alltäglicher Hetze bis hin zu Körperverletzung. Gerade auch Hetze und Volksverhetzung auf den „sozialen“ Medien stellten einen weiterverbreiteten Straftatbestand dar.

Doris Schröder-Köpf, Landesbeauftragte für Migration und Teilhabe betont daher:

„Jede dieser Straftaten gegen Geflüchtete ist eine zu viel. Als Gesellschaft müssen wir klar für unsere Mitbürgerinnen und Mitbürger einstehen. Zudem muss klar sein, dass jede dieser Straftaten nachverfolgt und mit aller Härte des Gesetzes bestraft wird.“

Weitere Informationen finden Sie hier:

https://www.braunschweiger-zeitung.de/niedersachsen/article234899831/Zahl-der-Straftaten-gegen-Fluechtlinge-in-Niedersachsen-steigt.html

EPD-Interview: Landesbeauftragte mahnt zur Aufmerksamkeit

epd-Gespräch: Julia Pennigsdorf und Martina Schwager vom 17.03.2022

Hannover (epd). Niedersachsens Migrationsbeauftragte Doris Schröder-Köpf (SPD) hat angesichts der weiter steigenden Flüchtlingszahlen aus der Ukraine eine erhöhte Wachsamkeit gegenüber Personen mit unlauteren oder kriminellen Absichten gefordert, die sich unter die Helferinnen und Helfer mischen könnten. In Einzelfällen sei es bereits vorgekommen, dass Menschen die Notlage der Geflüchteten für eigene Zwecke ausnutzen wollten, sagte Schröder-Köpf dem Evangelischen Pressedienst (epd). „Das ist in der Tat abscheulich und muss verhindert werden.“

Aus der Ukraine kämen auch weiterhin überwiegend Frauen und Kinder, die zunehmend traumatisiert und besonders gefährdet seien. „Sie dürfen sich keineswegs solchen Machenschaften ausgesetzt sehen.“ Auch die Frauen Union der CDU in Niedersachsen und der niedersächsische Flüchtlingsrat hatten Schutzkonzepte für geflüchtete Frauen und Kinder gefordert.

Schröder-Köpf empfahl denjenigen, die sich engagieren oder eine Unterkunft anbieten wollten, sich an ihre jeweilige Kommune zu wenden. „Dort wird geprüft, wo welche Hilfe gebraucht wird und in welchen Haushalt welche Geflüchteten am besten passen.“ Zudem sei es wichtig, dass „seltsame Vorgänge“ in jedem Fall an die Leitungen von Sammelunterkünften oder an die Polizei gemeldet würden. Auch den Geflüchteten riet die Migrationsbeauftragte, sich an eine Kommune oder eine Landesaufnahmebehörde zu wenden, wenn sie keine Verwandten oder vertrauenswürdigen Bekannten vor Ort hätten.

In einer Pressemitteilung vom 22.03.2022 haben der Flüchtlingsrat Niedersachsen e.V., Gleichberechtigung und Vernetzung e.V., die LAG Gleichstellung und der Landesfrauenrat Niedersachsen e.V. ebenfalls auf die Gefahren hingewiesen.

Landesbeauftragte betont Wichtigkeit der Anerkennung des Völkermordes an Sinti und Roma vor 40 Jahren

Am 17.03.2022 jährt sich die Anerkennung des Völkermordes an Sinti und Roma in Deutschland zum vierzigsten Mal. Die Bundesregierung unter Kanzler Helmut Schmidt war damals den Forderungen der Bürgerrechtlerinnen und Bürgerrechtler nachgekommen. Im NS- besetzten Europa wurden ca. 500.000 Sinti und Roma ermordet.

Die Landesbeauftragte unterstreicht in diesem Kontext die Wichtigkeit der damaligen Anerkennung des Völkermordes durch Deutschland:

„Sinti und Roma Familien ist in Deutschland großes Leid widerfahren – in ganz Europa gehören sie nach wie vor zu einer der meist diskriminierten Volksgruppen. Wir müssen als Gesellschaft weiter Aufklärungs-, Sensibilisierungs- und Antidiskriminierungsarbeit leisten.“

Weitere Informationen finden Sie hier:

Schulklasse der IGS Schaumburg befragt Landesbeauftragte zu den Themen Migration und Teilhabe

Am 16. März 2022 traf sich die Landesbeauftragte für Migration und Teilhabe, Doris Schröder-Köpf, digital mit Raquel López Catalán, Lehrerin und Erasmus+ Beauftragte an der IGS Schaumburg, sowie deren Kurs. 15 Schülerinnen und Schüler aus dem 9. Jahrgang nehmen seit Ende 2020 an dem Erasmus+ Projekt „yes to migration, no to extremism“ teil. Im Rahmen dieses Projektes beschäftigen diese sich mit dem Thema Migration und Extremismus mit dem Ziel, die kritische Reflexion dieser Themen bei Schülerinnen und Schülern zu fördern.

Zur Sitzung mit der Landesbeauftragten brachten die Schülerinnen und Schüler zahlreiche Fragen mit. So wollten diese beispielsweise wissen, welche Austauscherfahrungen die Landesbeauftragte selber gesammelt und wie diese ihre Schulzeit erlebt hat. Zudem wurde darüber gesprochen, welche Programme es für Schulen gegen Rassismus gebe ( z.B. Schule ohne Rassismus, Schule mit Courage) und welche Aufgaben Frau Schröder-Köpf als Landesbeauftragte für Migration und Teilhabe wahrnimmt.

Die Landesbeauftragte freute sich über die rege Teilnahme und das Interesse der Schülerinnen und Schüler an den Themen Migration und Teilhabe sowie deren Bewusstsein für das Thema Rassismus und Extremismus, sowie den Willen sich dagegen zu positionieren.

Weitere Informationen finden Sie beispielsweise hier:

https://www.schule-ohne-rassismus.org/

Landesbeauftragte begrüßt unbürokratische Strukturen: Land Niedersachsen wird zum zentralen Drehkreuz, um ukrainische Geflüchtete in Deutschland unterzubringen

Das Land Niedersachsen wird – in Absprache mit dem Bund – zentrales Drehkreuz zur Verteilung von Vertriebenen aus der Ukraine auf die Bundesländer. Am heutigen Mittwoch (09.03.2022) besuchte der Niedersächsische Minister für Inneres und Sport, Boris Pistorius, den Messebahnhof Hannover-Laatzen, der zukünftig als bundesweites Drehkreuz für die Weiterverteilung auf die anderen Bundesländer fungieren wird. Dabei wurde er begleitet von der Niedersächsischen Landesbeauftragten für Migration und Teilhabe, Doris Schröder-Köpf, dem Regionspräsidenten der Region Hannover, Steffen Krach und dem Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Hannover, Belit Onay. Ab dem morgigen Donnerstag sollen erste Sonderzüge dort ankommen. In unmittelbarer Nähe des Bahnhofs wird zusätzlich eine Außenstelle der Landesaufnahmebehörde Niedersachsen (LAB NI) eingerichtet.

Im Rahmen des Termins hat sich Pistorius auch die bereits von der Landeshauptstadt Hannover als Geflüchtetenunterkunft betriebene Messehalle 27 angesehen. Zudem besuchte der Innenminister die direkt daneben liegende Messehalle 13, die von morgen (09.03.2022) an als Außenstelle der LAB NI zur Aufnahme von aus der Ukraine vertriebenen Menschen betrieben werden wird. Das Land Niedersachsen hatte die Region Hannover zuvor damit beauftragt, diese Halle entsprechend für die Unterbringung der Menschen herzurichten und zukünftig gemeinsam mit dem Land zu betreiben.

Minister Pistorius: „Die Zugangszahlen der aus der Ukraine vertriebenen Menschen werden vermutlich drastisch steigen. Die bei uns ankommenden Menschen wurden durch den völkerrechtswidrigen Krieg über Nacht aus ihrem alten Leben gerissen. Sie haben schreckliche Tage hinter sich. Der Schmerz den sie erleiden müssen ist kaum vorstellbar. Vor allem kommen Frauen mit ihren Kindern, traumatisiert und völlig erschöpft. Es ist unsere zwingende humanitäre Pflicht, den Menschen aus der Ukraine schnell und unkompliziert Schutz zu bieten. Darum schaffen wir jetzt die Voraussetzungen, damit der zügige Transport und die Unterbringung dieser Menschen bestmöglich funktioniert. Mit dem in Absprache mit dem Bund eingerichteten Verteilungsdrehkreuz am Messebahnhof Hannover-Laatzen entlasten wir jetzt insbesondere Städte und Regionen im Osten Deutschlands, die keine Kapazitäten mehr zur Aufnahme haben. Und es wird bundesweit vermutlich nicht das letzte sein. Wir bauen gleichzeitig mit der neuen Außenstelle der Landesaufnahmebehörde auf dem Messegelände unsere Kapazitäten in einem ersten Schritt um rund 1.000 weitere Plätze aus. Das Land Niedersachsen übernimmt damit, wie schon bei der Flüchtlingssituation vor einigen Jahren, eine besondere Verantwortung bei der zentralen Verteilung der Vertriebenen. Und wir danken unseren Partnern aus Region und Stadt ganz besonders für die unkomplizierte Unterstützung.“

Die Migrationsbeauftragte Schröder-Köpf sagte: „Die geschaffenen Strukturen sind schnell und unbürokratisch entstanden. Ein Dank gilt hier der Landeshauptstadt sowie der Region Hannover und dem Land Niedersachsen.“

Regionspräsident Krach: „Wir stellen uns aktuell darauf ein, dass täglich mehrere hundert Menschen in Hannover ankommen. Nicht alle werden in Deutschland Familie haben, bei der sie unterkommen können. Der Messebahnhof in Laatzen diente schon in der Flüchtlingskrise 2015 / 2016 als Drehkreuz. Die Technische Einsatzleitung der Region Hannover hat in den letzten Tagen dafür gesorgt, dass der Bahnhof in dieser Funktion wieder einsetzbar ist. Dafür allen, die daran beteiligt waren und auch dem Innenministerium, mit dem wir hier eng kooperieren, vielen Dank.“

Der Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Hannover, Belit Onay, sagte: „Hannover ist solidarisch und zeigt Haltung gegenüber den Geflüchteten aus der Ukraine. Gemeinsam mit Land und Region setzen wir alles daran, ihnen das Ankommen so leicht wie möglich zu gestalten. Für viele Menschen aus der Ukraine wird Hannover der erste Eindruck von Deutschland sein: Die vielen haupt- und ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer sorgen dafür, dass sie sich willkommen fühlen.“

Weitere Informationen finden Sie hier:

Ukrainischen Geflüchteten Mitnahme von Haustieren erleichtern – Niedersächsische Tierärztekammer unterstützt Tierärzt:innen

Eine Flucht ist immer tragisch und emotional schmerzhaft. Menschen müssen ihr Zuhause und oft auch geliebte Menschen zurücklassen. Auch Haustiere haben einen hohen emotionalen Wert – weswegen niedersächsische Tierärztinnen und Tierärzte nun Unterstützung seitens der niedersächsischen Tierärztekammer erhalten in Bezug auf die Einreiseanträge von Haustieren.

Aus der Ukraine Geflüchtete können demzufolge ihre Tier ohne einen Einreiseantrag mitführen – die Tiere müssen jedoch nachträglich bei der Veterinärbehörde gemeldet werden, um deren Gesundheit zu überprüfen. Hintergrund für diese pragmatische Lösung ist auch die Bitte der EU an ihre Mitgliedsländer, vorübergehend Erleichterung für die Mitführung von Tieren zu schaffen. In der TiHo Hannover werden Haustiere von Geflüchteten aus der Ukraine zudem kostenlos behandelt.

Weiterführende Informationen finden Sie unter anderem hier:

https://www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/hannover_weser-leinegebiet/TiHo-behandelt-Haustiere-von-gefluechteten-Ukrainern-kostenlos,aktuellhannover10474.html

Landesbeauftragte fordert anlässlich des Weltfrauentages mehr Entlastung für Frauen

Heute am Internationalen Frauentag schaut die Landesbeauftragte für Migration und Teilhabe, Doris Schröder-Köpf, auch auf die Belastungen durch die Pandemie, die Frauen weltweit und auch in Niedersachsen zu einem großen Teil schultern. Ein aktueller Bericht der Vereinten Nationen sowie zahlreiche Studien weisen daraufhin, dass Frauen und Kinder zu den „Verlierer:innen“ der Pandemie zählen. Die Hans-Böckler-Stiftung spricht davon, dass sich in der Pandemie die Ungleichheit zwischen den Geschlechtern verstärkt hat.

Frauen arbeiten beispielsweise überdurchschnittlich oft in sogenannten „systemrelevanten“ Berufen – wie beispielsweise in der Pflege. Durch diese Tätigkeit sind Frauen auch vulnerabler sich mit dem Corona-Virus anzustecken. Gerade auch Frauen mit Zuwanderungsgeschichte und Migrationshintergrund arbeiten überproportional häufig in Berufen der kritischen Infrastruktur – auch bei uns in Niedersachsen.

Hinzu kommt, dass Frauen noch immer den Großteil der privaten Pflege- und Familienarbeit leisten. Hier ist die Pandemie nachweislich ein weiterer Belastungsfaktor, der eine Retraditionalisierung von Geschlechterrollen vorangetrieben hat. Zudem offenbart der UN-Bericht, dass die Anzahl von Frauen, die von häuslicher Gewalt betroffen sind, weiter stark ansteigt,“. Frauen unter Druck – so liest sich der Bericht der UN.

Doris Schröder-Köpf fordert daher gerade auch für Frauen in Niedersachsen, dass diese wieder stärker entlastet werden und einem „Geschlechter-Rollback“ entgegengewirkt wird – auch mithilfe der bundespolitisch verankerten Gleichstellungsstrategie.

Weiterführende Informationen finden Sie beispielsweise hier:

https://www.dgb.de/themen/++co++b09f98ca-783c-11eb-9e10-001a4a160123

https://frauen.verdi.de/themen/gleichstellung/++co++4812399a-83a8-11ea-b60e-001a4a160119

https://www.unwomen.de/aktuelles/corona-eine-krise-der-frauen.html

https://www.boeckler.de/de/boeckler-impuls-ruckschritt-durch-corona-23586.htm

Flüchtlingsrat Niedersachsen schlägt Doris-Schröder-Köpf für den Niedersächsischen Verdienstorden vor

Der Flüchtlingsrat Niedersachsen hat dem niedersächsischen Ministerpräsidenten Stephan Weil vorgeschlagen, der niedersächsischen Integrationsbeauftragten und Landtagsabgeordneten Doris Schröder-Köpf für ihre Leistungen als ehrenamtliche Integrationsbeauftragte den Niedersächsischen Verdienstorden zu verleihen.

Die Landesbeauftragte erlebten wir in all den Jahren der vertrauensvollen Zusammenarbeit seit 2013 stets als eine verlässliche Partnerin des Flüchtlingsrats und als emphatische Fürsprecherin geflüchteter Menschen. Immer wieder erhob sie ihre öffentliche Stimme, wenn Betroffene nicht die ihnen zustehende Behandlung durch staatliche Institutionen erfuhren oder wenn Schutzsuchende Opfer von Diskriminierung, pauschalisierender Beschimpfung, Ausgrenzung oder gar körperlicher Gewalt wurden. Unentwegt und auch in einem zunehmend polarisierten gesellschaftlichen Klima unerschrocken setzte sich Frau Schröder-Köpf für eine demokratische, weltoffene und pluralistische Gesellschaftsordnung ein – ob in Reden auf größerer Bühne, durch zivilgesellschaftliche Initiativen oder über die Unterstützung ehrenamtlicher Projekte.

Die Forderung der CDU, Frau Schröder-Köpf solle wegen Äußerungen über Putin, die zu anderen Zeiten und in anderen Zusammenhängen gefallen sind, heute zurücktreten, weil sie wegen dieser Äußerungen als niedersächsische Landesbeauftragte für Migration und Teilhabe nicht mehr tragbar sei und keine ukrainischen Flüchtlinge begrüßen könne, hält der Flüchtlingsrat für abwegig.

Geschäftsführer Kai Weber:

„Ohne den Einsatz von Frau Schröder-Köpf wären von der CDU im vergangenen Jahr genau die Strukturen zerschlagen worden, mit deren Hilfe wir jetzt auch die Aufnahme und Betreuung von ukrainischen Geflüchteten bewältigen können“

Frau Schröder-Köpf hat in den zurückliegenden Jahren zweifelsohne wie kaum eine andere öffentliche Person einen wesentlichen Beitrag für das friedvolle Miteinander in Niedersachsen, für das interkulturelle Verständnis  in der Gesellschaft sowie für verbesserte Integrationschancen zugewanderter und geflüchteter Menschen geleistet. Nicht immer waren die Integrationsbeauftragte und der Flüchtlingsrat in der Sache einer Meinung. Doris Schröder-Köpf ist eigenwillig und streitbar und genießt in ihrer von Unabhängigkeit und Geradlinigkeit geprägten Haltung ein hohes Ansehen, gerade weil sie nicht auf jeden Zug aufspringt. Für ihre Arbeit in den vergangenen zehn Jahren kann unser Bundesland nur dankbar sein. Der Flüchtlingsrat Niedersachsen e.V. spricht sich deshalb dafür aus, dass das Land Niedersachsen Frau Schröder-Köpf als seine Bürgerin jene staatliche Anerkennung und Würdigung zuteil werden lässt, die sie verdient.

weitere Informationen:

Kai Weber, Tel. 0511 – 8487 9972, Mail: kw@nds-fluerat.org
Sigmar Walbrecht, Tel. 0511 – 8487 9973, Mail: sw@nds-fluerat.org