„Neue Dimension des Hasses“: Schröder-Köpf verurteilt „Abschiebechallenge“

Auf die diskriminierende mediale Kampagne unter dem Hashtag #Abschiebechallenge reagiert die Niedersächsische Landesbeauftragte für Migration und Teilhabe, Doris Schröder-Köpf, betroffen: Weiterlesen

„SPRINT“ und „SPRINT-dual“ werden Regelangebote an berufsbildenden Schulen – Tonne: „Neue Berufseinstiegsschule BES sichert Sprachförderung und Integration zum Schuljahr 2019/2020“

Vom Schulversuch zum Regelangebot: Die erfolgreichen Sprach- und Integrationsprojekte für geflüchtete Jugendliche, „SPRINT“ und „SPRINT-dual“, können bereits im Schuljahr 2019/20, im Vorgriff auf die beabsichtigte Modifizierung der Berufseinstiegsschule, an allen öffentlichen berufsbildenden Schulen als feste Bildungsgänge eingeführt werden. Weiterlesen

Integration durch Musik: Europaweit einzigartigerStudiengang „musik.welt“ sucht Musiker

Am Center for World Music der Stiftung Universität Hildesheim wird die Kulturelle Vielfalt als Ressource geschätzt. In dem berufsbegleitenden Masterstudiengang „musik.welt“ werden Menschen gesucht, die mit der Kraft der Musik arbeiten möchten. Die Veranstaltungen finden einmal im Monat in Hildesheim statt, aus diesem Grund kommen die Studierenden aus dem gesamten Bundesgebiet.

Seit 2011 existiert der Studiengang und bislang haben 100 Menschen aus über 13 Herkunftsländern „musik.welt – Kulturelle Diversität in der musikalischen Bildung“ studiert. Bewerbungen sind bis zum 15. Juni möglich.

Sie finden die Informationen zum Studium auch online unter:

https://www.uni-hildesheim.de/center-for-world-music/aktuelles/neuigkeiten/artikel/artikel/integration-durch-musik-europaweit-einzigartiger-studiengang-musikwelt/

 Mehr zum Thema Studium nach der Flucht finden Sie unter:

https://www.uni-hildesheim.de/center-for-world-music/studium-und-lehre/studium-nach-der-flucht/

thumbnail of Presseinfo-20190312_Vielfalt der Musik_Center for World Music CWM_musikwelt_Masterstudium_Bewerbung

Zweite Station der Begegnungsreihe „Wir leben zusammen“: Morgen in den „Frauen(t)räumen“ in Celle

Am morgigen Freitag, 22.3.2019, findet im Begegnungszentrum „Frauen(t)räume“ die zweite Veranstaltung im Rahmen der Begegnungsreihe „Wir leben zusammen“ statt, die von der Landesbeauftragten für Migration und Teilhabe gemeinsam mit dem Praxisnetzwerk für Soziale Stadtentwicklung ins Leben gerufen wurde.

An dem Nachmittag sind alle BewohnerINNEN in Celle-Vorwerk eingeladen, um über das Zusammenleben im Stadtteil ins Gespräch zu kommen. Darüber hinaus erwarten die Gäste viele bunte und kreative (Mitmach-)Aktionen. Mit Tanzeinlagen und gemeinsamen Tänzen wird u.a. der syrische Muttertag nachgefeiert. Auch gibt es Henna-Tattoos, eine Skulpturenaktion sowie ein verführerisches Buffet.

„Frauen(t)räume“ ist ein Projekt unter dem Schirm der Celler Zuwanderungsagentur und wird im Rahmen der Modellförderung Gemeinwesenarbeit vom Land Niedersachsen unterstützt.

 

„Wir alle tragen Verantwortung, Fremdenfeindlichkeit und Diskriminierung zu begegnen“: Schröder-Köpf zum Welttag gegen Rassismus

Zum „internationalen Tag gegen Rassismus“ (21. März) erklärt die Landesbeauftragte für Migration und Teilhabe, Doris Schröder-Köpf:

„‘Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren.‘“ Dieser erste Artikel der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte legt uns allen die Pflicht auf, gegen jede Form von Rassismus, Fremdenfeindlichkeit und Diskriminierung einzutreten. Die Anschläge auf zwei Moscheen in Neuseeland haben uns erst kürzlich vor Augen geführt, welch erschreckend gewaltsame Gestalt der Hass auf alles ‚Fremde‘ nehmen kann.“ Dieser Hass entlade sich auch im Bundesland Niedersachsen, wo im vierten Quartal 2018 306 rechts-motivierte Straftaten, darunter 11 Gewaltdelikte registriert wurden. Schröder-Köpf stellt zugleich fest: „Rassismus zeigt sich nach wie vor auch von seiner subtilen, versteckten Seite im Alltag; für die Betroffenen ist das oft nicht minder verletzend und ausgrenzend. Deshalb muss sich jede und jeder Einzelne von uns der Verantwortung bewusst sein, die Menschenwürde im tagtäglichen Umgang miteinander zu achten und zu schützen.“

Hintergrund:
Am 21. März 1960 wurde eine friedliche Demonstration in Sharpeville (Südafrika) in Reak­tion auf ein Gesetz über die Apartheid blutig niedergeschlagen. Dabei wurden 69 Menschen, darunter acht Frauen und zehn Kinder, von der südafrikanischen Polizei getötet. Als Reak­tion darauf haben die Vereinten Nationen 1966 den 21. März als „Internationalen Tag zur Überwindung von Rassendiskriminierung“ ausgerufen. Die offizielle Bezeichnung des Tages lautet „Internationaler Tag zur Beseitigung der Rassendiskriminierung“, er wird jährlich im Rahmen der Internationalen Woche gegen Rassismus ausgerichtet, die 2019 vom 11. bis 24. März stattfindet. Durch zahlreiche Veranstaltungen versuchen verschiedene Organisationen und Einrichtungen die Bevölkerung für das Thema zu sensibilisieren. Koordiniert wird die Ak­tion in Deutschland durch den Interkulturellen Rat.

Die Landesbeauftragte für Migration und Teilhabe gratuliert zum Nevruz, dem Neujahrs- und Frühlingsfest

Allen Bürgerinnen und Bürgern in Niedersachsen, die am (morgigen) Donnerstag Nevruz feiern, sendet Schröder-Köpf ihre besten Wünsche. Weiterlesen

Schröder-Köpf verurteilt Anschläge auf Moscheen in Neuseeland

Auf die schrecklichen Terroranschläge auf zwei Moscheen im neuseeländischen Christchurch, denen bislang 49 Menschen zum Opfer gefallen sind, reagiert die Niedersächsische Landesbeauftragte für Migration und Teilhabe, Doris Schröder-Köpf, tief betroffen:

Die grausamen Anschläge lassen mich fassungslos zurück. Allen Angehörigen der ermordeten und verletzten Opfer von Christchurch spreche ich mein tief empfundenes Mitgefühl aus. So fern Neuseeland für uns erscheinen mag, sollten uns die grausamen Attentate doch eines ganz bewusst machen: Fremdenfeindliche Gewalt und Hass auf den Islam sind leider auf der ganzen Welt verbreitet. Auch in Niedersachsen sind wir davon nicht verschont, wo sich die Islamfeindlichkeit in Grabmalschändungen, körperlicher Gewalt und Alltagsrassismus widerspiegelt. Das dürfen wir als freie und demokratischen Gesellschaft nicht zulassen!

Schröder-Köpf: Migrantinnen in Niedersachsen sind Türöffnerinnen für die Integration – mehr Unterstützung bei Spracherwerb notwendig

Anlässlich des internationalen Weltfrauentages am 8. März 2019 weist die Landesbeauftragte für Migration und Teilhabe auf die Situation der in Niedersachsen lebenden Migrantinnen und ihre wichtige Rolle bei der Integration hin:

„In Niedersachsen leben rund 700.000 Frauen mit einer Zuwanderungsgeschichte. Viele von ihnen sind schon sehr lange hier und sind fest verwurzelt. Manche haben ihre Heimatländer erst kürzlich verlassen und bemühen sich mit ihren Familien, in unserer Gesellschaft anzukommen. Meist sind es die Frauen, die eine entscheidende Rolle bei der Integration ihrer Familienangehörigen, und damit für den gesellschaftlichen Zusammenhalt insgesamt spielen. Mütter mit Schulbildung und Arbeit sind die besten Vorbilder für ihre Kinder und Türöffnerinnen zur hiesigen Kultur.“ Deshalb sei es von größter Bedeutung, Migrantinnen den Zugang zu Sprachbildung und Arbeitsmarkt noch mehr als bisher zu erleichtern, damit sie ein selbstbestimmtes Leben führen können. Das gelte besonders für geflüchtete Frauen aus Ländern, in denen ihnen wesentliche Menschenrechte vorenthalten waren: „Auch wenn sich in vergangenen Jahren die Zahl der Teilnehmerinnen an den Sprachkursen des Landes auf mittlerweile 38 Prozent erhöht hat, gilt es weiterhin, diese nach wie vor deutlichen Geschlechtergefälle abzubauen und noch mehr Frauen beim Spracherwerb zu unterstützen“, plädierte Schröder-Köpf.

Weitere Informationen:

Auch beim Thema Arbeitsmarktzugang haben Migrantinnen häufig das Nachsehen. Die heute rund 300.000 erwerbstätigen Frauen mit Migrationshintergrund sind oft in gleich zweifacher Hinsicht benachteiligt, wenn es darum geht, eine angemessen bezahlte und qualifikationsgerechte Beschäftigung zu finden – aufgrund ihres Geschlechts und ihres Migrationshintergrundes. Laut Wirtschafts-und Sozialwissenschaftlichem Institut (WSI) der Hans-Böckler-Stiftung waren 2016 61,2 Prozent der Migrantinnen in Niedersachsen erwerbstätig, während dieser Wert bei den Frauen ohne Zuwanderungsgeschichte bei 76,9 Prozent lag. Zugleich weisen die zugewanderten Frauen mit 8,3 Prozent den höchsten Wert der Arbeitslosigkeit auf (im Vergleich zu 4,1 Prozent bei den Nicht-Migrantinnen). Aktuell sind 34 Prozent (rd. 17.000) der Arbeitsuchenden im Kontext von Fluchtmigration in Niedersachsen weiblich.


 

thumbnail of 033-Schröder-Köpf zum Weltfrauentag

Unterzeichnung der Rahmenvereinbarung zur sprachlichen Förderung von Auszubildenden mit Migrationshintergrund am 04.03.2019

Aktuelle Meldung des Kultusministeriums zur Rahmenvereinbarung finden Sie hier!

Kultusminister Grant Hendrik Tonne wird am kommenden Montag, dem 4. März 2019, gemeinsam mit dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge, der Regionaldirektion Niedersachsen/Bremen der Bundesagentur für Arbeit sowie dem Niedersächsischen Landkreistag eine Rahmenvereinbarung zur sprachlichen Förderung von Auszubildenden mit Migrationshintergrund unterzeichnen. Weiterlesen

Landesbeauftragte für Migration und Teilhabe, Doris Schröder-Köpf, wünscht den Ezidinnen und Eziden in Niedersachsen besinnliche Fasten- und Festtage zu Ehren ihrer Heiligen Khidir Nebi und Khidir Ilyas

Am Montag, 11.02.2019, haben die ezidischen Fasten- und Festtage zu Ehren der Schutzheiligen Khidir Nebi und Khidir Ilyas begonnen. In der ezidischen Mythologie werden diese Figuren als zwei Brüder vorgestellt, die der Gesellschaft ihren Segen bringen. Weiterlesen

PRESSEMITTEILUNG / EINLADUNG zur Podiumsdiskussion und Netzwerkabend

Fashion & Dance – Migration und Teilhabe in der Kreativwirtschaft.

Podiumsdiskussion/Netzwerkabend der Schirmherrin Schröder-Köpf am 07.02.2019 in der Landesvertretung Niedersachsen in Berlin. Weiterlesen

Niedersächsische Landesbeauftragte für Migration und Teilhabe schließt sich der Forderung von Forschern nach einem Meldesystem für antisemitische Vorfälle an Schulen an

In einer am Montag (28.1.2019) vorgestellten Analyse von Wissenschaftlern der Technischen Universität (TU) Berlin und der Justus-Liebig-Universität in Gießen fordern die Forscher flächendeckende Meldesysteme und entsprechende Strukturen zur Erfassung antisemitischer Vorfälle unter Schülern und Lehrern. „Diese Meldesysteme sind richtig und wichtig“, so Schröder-Köpf. Weiterlesen