Dommuseum Hildesheim stellt Sonderausstellung „Islam in Europa. 1000 – 1250“ vor

Am 18. März kam die Landesbeauftragte für Migration und Teilhabe in einem digitalen Austausch mit Frau Prof. Claudia Höhl, Direktorin des Dommuseum Hildesheim, zusammen. Frau Prof. Höhl stellte die Sonderausstellung „Islam in Europa. 1000 – 1250“ vor, die am 6. September 2022 im Dommuseum eröffnet wird. Ausgangspunkt der Ausstellung sind Kunstwerke aus dem Bestand des Dommuseums, die bereits im Mittelalter aus islamisch geprägten Kulturen des Mittelmeerraums und des Nahen Ostens nach Hildesheim gelangt sind. Das Thema der Vernetzung von Kulturen und Menschen und damit der vielfältigen Wurzeln unserer Gesellschaft soll in dieser Ausstellung mit Kunstwerken aus Hildesheim sowie großen nationalen und internationalen Sammlungen für Besucherinnen und Besucher erschlossen werden.

Von zentraler Bedeutung ist dabei der Brückenschlag in die Gegenwart mit einem eigenen Ausstellungsbereich und mehrsprachigen Vermittlungsangeboten im Rahmen eines kulturell divers aufgestellten Programms. Auch eine Werkstatt für Kinder-, Schul- und Jugendgruppen ist geplant, für die eigene Führungs- und Besuchsangebote entwickelt werden. Frau Schröder-Köpf betonte, wie wichtig es sei, dass wir in diesen dunklen und traurigen Zeiten des Krieges in der Ukraine auch verbindende Projekte wie dieses in den Fokus rücken. Gern sagte die Landesbeauftragte die erbetene Unterstützung zu, die Sonderausstellung in ihren Netzwerken zu bewerben und ihre Teilnahme an der Eröffnung zu prüfen.

Niedersächsische Landesbeauftragte für Migration und Teilhabe, Doris Schröder-Köpf, lud wiederholt zum Vernetzungsgespräch ein.

Gestern fand bereits das zweite Gespräch zur Unterstützung von Geflüchteten aus der Ukraine auf Einladung der Niedersächsischen Landesbeauftragten für Migration und Teilhabe statt. Die Landesbeauftragte lud über 50 unterschiedlichste Akteure aus der Landesverwaltung, von Vereinen und Verbänden sowie ehrenamtliche Privatpersonen zu einem Vernetzungsgespräch ein.

„Die Gespräche sollen eine unbürokratische Form des Austausches sein. Die Fragen der Ehrenamtlichen und Geflüchteten sollen hier schnell und unkonventionell beantwortet werden. Als Landesbeauftragte möchte ich dazu beitragen, dass sich zukünftig alle Ebenen direkt miteinander austauschen können. In der derzeitigen Zeit muss schnell und flexibel gehandelt werden, da muss man auch mal untypische Wege einschlagen.“, so Doris Schröder-Köpf. 

Bei dem heutigen Treffen wurde u.a. über die medizinische Versorgung und die anstehende Arbeitsmarkt- und Schulintegration gesprochen. Darüber hinaus wurden Fallbeispiele vorgestellt und beraten. Ein weiteres Treffen mit den Schwerpunkten Kindertagesstätten und Schulen soll zeitnah stattfinden.  

Die Niedersächsische Landesbeauftragte für Migration und Teilhabe hat sich heute die Notunterkunft auf dem Messegelände Hannover für Geflüchtete aus der Ukraine angesehen.

Den Termin nahm die Landesbeauftragte gemeinsam mit dem Niedersächsischen Innenminister, Boris Pistorius, dem Präsidenten der Region Hannover, Steffen Krach und dem Oberbürgermeister der Stadt Hannover, Belit Onay, wahr.

Die Landesbeauftragte fasste die Inbetriebnahme der Notunterkunft wie folgt zusammen: „Die geschaffenen Strukturen sind schnell und unbürokratisch entstanden. Ein Dank gilt hier der Landeshauptstadt sowie der Region Hannover und dem Land Niedersachsen.“

Die Notunterkunft soll nun für unbestimmte Zeit für die Erstaufnahme von Geflüchteten aus der Ukraine genutzt werden. Aktuelle Information sind auf der Homepage der Stadt Hannover abrufbar: https://www.hannover.de/Fl%C3%BCchtlinge-in-Stadt-und-Region-Hannover/Weitere-Informationen/Gefl%C3%BCchtete-k%C3%B6nnen-Zeltd%C3%B6rfer-in-der-Messehalle-27-in-Hannover-beziehen

Landesbeauftragte betont Bedeutung von Mehrsprachigkeit am Internationalen Tag der Muttersprache

Heute ist Internationaler Tag der Muttersprache! Die Landesbeauftragte für Migration und Teilhabe, Doris Schröder-Köpf, betont in diesem Zuge die Wichtigkeit der Muttersprache und deren vollständigen Erwerb – gerade für Kinder.

Mehrsprachigkeit und Vielfalt sind eine große Bereicherung, bei der auch herkunftssprachlicher Unterricht an Schulen sowie Mehrsprachigkeit in Kitas und Kindergärten von Bedeutung ist.

Weitere Informationen zum Internationalen Tag der Muttersprache finden Sie beispielsweise hier:

https://www.verband-binationaler.de/…/internationaler…

Landesbeauftragte und Kausa-Servicestelle Region Hannover tauschen sich aus

Am 14.02.2022 trafen sich Dina de Haas und Yvonne Salewski von der KAUSA-Servicestelle digital mit der Landesbeauftragten für Migration und Teilhabe, Doris Schröder-Köpf. Dabei gab KAUSA Einblicke in Ihre Arbeit rund um die Frage: Wie können wir erfolgreich interkulturell ausbilden?

KAUSA-Servicestellen wenden sich insbesondere an Unternehmerinnen und Unternehmer mit Migrationshintergrund. Sie sind erste Anlaufstellen, um Selbstständige zum Thema berufliche Ausbildung zu informieren und zu beraten sowie sie an Partnerinnen und Partner vor Ort zu vermitteln. Zudem unterstützt KAUSA etablierte Beratungsstrukturen, um mehr Jugendliche mit Flucht- oder  Migrationsgeschichte und deren Eltern von einer Berufsausbildung zu überzeugen. Für den landesweiten Verbund haben sich die Träger der bisherigen regionalen KAUSA-Servicestellen in Osnabrück (BUS GmbH) und in der Region Hannover (pro regio e.V.) mit der VHS Delmenhorst zusammengeschlossen.

Vorgestellt wurde in dem Gespräch unter anderem das Plakat „Wege in den Beruf“, welches das niedersächsische Berufsbildungssystem auf anschauliche und verständliche Weise illustriert:

https://www.men-nds.de/images/%C3%9CbergangSchuleBeruf_de_9_web_00000005.pdf

Weitere Informationen zu den KAUSA-Servicestellen finden Sie hier:

https://www.proregioev.de/kausa-landesstelle-niedersachsen/

Landesbeauftragte tauscht sich mit Vorstandsvorsitzenden der Stelle für Jesidische Angelegenheiten aus

Am 09. Februar kam die Landesbeauftragte für Migration und Teilhabe, Doris Schröder-Köpf, in einem digitalen Austausch mit dem Vorstandsvorsitzenden der Stelle für Jesidische Angelegenheiten, Herrn Gohdar Alkaidy, zusammen.

Herr Alkaidy informierte Frau Schröder-Köpf über den Stand zur anstehenden Anhörung der Petition „Anerkennung des Völkermordes an den Jesiden“ am 14. Februar im Petitionsausschuss des Bundestages. Ferner berichtete er über die Lage der rund 350.000 jesidischen Flüchtlinge, die immer noch in Zelten in Flüchtlingslagern im Irak ausharren und auf die Rückkehr in ihre Heimat hoffen. Auch stellte er die Arbeit der Stelle für Jesidische Angelegenheiten vor. Frau Schröder-Köpf brachte ihre Wertschätzung für das ehrenamtliche Engagement des Vereins zum Ausdruck und betonte, wie wichtig dieser Einsatz für die jezidischen Communities in Deutschland sei. Aus Niedersachsen berichtete sie über das Dokumentations-  und Bildungsprojekt zum Völkermord an den Ezidinnen und Eziden mit Sitz in Celle, das von der Stiftung Niedersächsische Gedenkstätten/ Gedenkstätte Bergen-Belsen in Kooperation mit Women for Justice e.V..  durchgeführt wird und im Oktober 2021 seine Forschungsarbeit aufgenommen hat.

Qualität entsteht im Dialog!

Auf Einladung des Caritasverbandes Hannover e.V. und dem Landtagsabgeordneten, Alptekin Kirci, hat heute, dem 08.02.2022, die Veranstaltung „Qualität entsteht im Dialog!“ im Rahmen einer Videokonferenz stattgefunden.

Diskutiert wurde über die Herausforderungen von Geflüchteten sich in den Arbeitsmarkt zu integrieren. Hierbei wurde deutlich, dass offene Arbeits- und Ausbildungsplätze unbesetzt bleiben, obgleich sich willige Arbeitskräfte bereits in Deutschland befinden.

„Die Hürden eine Arbeit aufzunehmen sind für geflüchtete Menschen immer noch konträr zu der Nachfrage am Arbeitsmarkt. Insbesondere Fachkräfte, die bereits schon in Deutschland leben, werden in den Betrieben gebraucht und sollten schnellstmöglich eine Zukunftsperspektive erhalten.“, so die Niedersächsische Landesbeauftragte für Migration und Teilhabe.

Landesbeauftragte trifft Vorsitzenden des Osnabrücker Migrationsbeirates

Am 26.01.2022 hat sich die Landesbeauftragte für Migration und Teilhabe, Doris Schröder-Köpf, mit dem Vorsitzenden des Osnabrücker Migrationsbeirates, Vëllaznim Haziri, getroffen. Dieser berichtete unter anderem über das Programm DEMOKRATIE.MACHT.INTEGRATION, das es sich erfolgreich zur Aufgabe macht, Menschen mit Zuwanderungsbiografie kommunalpolitisch zu fördern und in Mandate zu bringen. Unterstützt werden Teilnehmende mit Tandem-Mentoring und Team-Mentoring.

Hintergrund des Programmes ist der Mangel an Menschen mit Zuwanderungsbiografie in den kommunalen Parlamenten. Dieser ist auf verschiedene Aspekte zurückzuführen, hat jedoch zur Folge, dass einige Lebenswelten und Gesellschaftsgruppen eklatant unterrepräsentiert sind – während andere überproportional vertreten sind.

Gemeinsam mit Frau Schröder-Köpf möchte Herr Haziri das Erfolgsprogramm auch in anderen niedersächsischen Städten etablieren. Weitere Informationen folgen.

ser_upload/2019_DEMOKRATIE.MACHT.INTEGRATION_2020__P015657904_.pdf

Gespräch zwischen der Landesbeauftragten für Migration und Teilhabe und dem Hauptgeschäftsführer von NiedersachsenMetall

Am 24.01.2022 kamen die Landesbeauftragte für Migration und Teilhabe, Doris Schröder-Kopf, und der Hauptgeschäftsführer von NiedersachsenMetall, Dr. Volker Schmidt, zu einem Gespräch in Hannover zusammen.

Anlass war ein Interview von Herrn Dr. Volker Schmidt am 14.12.2021 in der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung, in dem er auf die Impfquoten in niedersächsischen Unternehmen aufmerksam machte und als Ergebnis einer Umfrage von NiedersachsenMetall in niedersächsischen Industrieunternehmen äußerte, dass ein großer Teil der Ungeimpften Migrationshintergrund hätte.

(Link zum Artikel)

In dem Gespräch wurde deutlich, dass sich beide Seiten darüber einig sind, dass die aktuelle Analyse- und Datenlage über soziodemographische Hintergründe von Ungeimpften noch intensiver erforscht werden müssten, um Problemlagen besser zu identifizieren und auf der Basis einer evidenzbasierten Analyse zielgerichtete Lösungen zu erarbeiten. Daraus könnten Synergieeffekte für Verwaltung, Wirtschaft und Wissenschaft entstehen und die Prävention für zukünftige Problemfälle vorangetrieben werden.

Darüber hinaus wurde über Lösungen zur Bewältigung des Fachkräftemangels diskutiert. Zielgerichtete Zuwanderung sollte hierbei als Chance gesehen werden und dabei helfen, den Fachkräftemangel zu verringern. Diverse Ansätze wurden diskutiert und über Lösungen gesprochen.

„In einem konstruktiven Dialog konnten wir erste gute Ansätze ausarbeiten. Es liegt nun an uns, dass wir diese vertiefen und gemeinsam die Bekämpfung der Pandemie vorantreiben“, so Doris Schröder-Kopf, Landesbeauftragte für Migration und Teilhabe.

„Ich freue mich auf die Fortsetzung unseres guten Dialogs“, so Dr. Volker Schmidt, Hauptgeschäftsführer von NiedersachsenMetall.

Coro

Schröder-Köpf informiert sich über das Projekt „FERMAN – ein Dokumentations- und Bildungsprojekt zum Ferman (Völkermord) an den Ezid_innen“

Am 19.1. kam die Niedersächsische Landesbeauftragte für Migration und Teilhabe, Doris Schröder-Köpf, in einer Video-konferenz mit den Projektleiterinnen Diana Gring und Dr. Leyla Ferman des Projekts FERMAN zusammen, um sich über den Stand des im Oktober 2021 gestarteten Projektes zum Völkermord an den Ezid_innen zu informieren. Das Projekt FERMAN wird von der Stiftung niedersächsische Gedenkstätten/Gedenkstätte Bergen-Belsen gemeinsam mit dem Projektpartner Women for Justice e.V. umgesetzt und hat seinen Sitz in Celle. Über eine Projektlaufzeit von zwei Jahren wird umfänglich zum Völkermord an den Ezid_innen geforscht, Interviews mit Überlebenden geführt, Material gesammelt, eine Website konzipiert und Veranstaltungen unterschiedlicher Art organisiert. Gefördert wird das Projekt von der Bundesbeauftragten für Kultur und Medien, der Lotto-Sport-Stiftung und der Stiftung Niedersachsen. Die Projektleiterinnen Ferman und Gring machten deutlich, dass es eine besondere Herausforderung sei, an einem anhaltenden Völkermord zu forschen und wie wichtig dies sei vor dem Hintergrund, dass in Niedersachsen zwar eine der größten ezidischen Communities in ganz Deutschland lebe, aber dennoch nur wenig über die jahrhundertelange Verfolgungsgeschichte der Ezid_innen und den Völkermord von 2014 bekannt sei. Hintergrund: Der Begriff „Ferman“ ist die ezidische Bezeichnung für Völkermord, vergleichbar mit den Begriffen „Holocaust“, „Shoah“ und „Porajmos“ für die Vernichtung der Jüdinnen und Juden und der Sinti_zze und Rom_nja. „Ferman“ wurden Verordnungen im Osmanischen Reich genannt, mit denen auch Verfolgungsmaßnahmen und Pogrome an der ethno-religiösen Minderheit der Ezid_innen veranlasst wurden. Als „Ferman“ bezeichnen die Ezid_innen somit auch jenen Völkermord, der am 3. August 2014 begann, als im Gebiet Sinjar im Nordirak die Terrormiliz des sogenannten Islamischen Staats (IS) einfiel. Männer und Ältere wurden erschossen. Über 6000 Menschen, vor allem Frauen und Kinder, wurden versklavt – von etwa 2800 fehlt nach wie vor jede Spur. Noch immer leben zehntausende Ezid_innen in Flüchtlingslagern, andere wurden in Deutschland oder anderen Staaten aufgenommen.

NDR-Interview zu den Äußerungen des Hauptgeschäftsführers von NiedersachsenMetall

Der NDR hat die Landesbeauftragte für Migration und Teilhabe, Doris Schröder-Köpf, um ein Statement zu den Äußerungen des Hauptgeschäftsführers von NiedersachsenMetall in der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung vom 14.12.2021, Volker Schmidt, gebeten.

„Die Äußerungen von Herrn Volker Schmidt habe ich mit großem Interesse gelesen. Vor einigen Monaten haben der Flüchtlingsrat Niedersachsen, die Lotto-Sport-Stiftung und ich als Landesbeauftragte die Impfkampagne „we explain for everyone“ ins Leben gerufen. Herrn Schmidt habe ich heute ein Gesprächsangebot gemacht, um Ihn über diese Kampagne zu informieren.“

Der Beitrag kann über die NDR-Mediathek abgerufen werden:

https://www.ardmediathek.de/video/hallo-niedersachsen/hallo-niedersachsen-oder-14-12-2021/ndr-niedersachsen/Y3JpZDovL25kci5kZS83MDg0OWY0My01NjJkLTRjMzYtOTZlMi1mZGMxNjQ1ODFjMjY/

Verabschiedung von Herrn Hörnschemeyer

Herr Hörnschemeyer leitete 30 Jahre lang das Grenzdurchgangslager Friedland und wird im kommenden Jahr in den Ruhestand eintreten.

„Ich möchte mich herzlichst bei Herrn Hörnschemeyer für die langjährige und sehr vertrauensvolle Zusammenarbeit bedanken. Durch Ihn ist das Grenzdurchgangslager Friedland eine Institution geworden, die Menschen einen würdevollen und respektvollen Start in der Bundesrepublik Deutschland ermöglicht. Seine Arbeit ist von unschätzbaren Wert gewesen, für die Bundesrepublik, das Land Niedersachsen, mich als Landesbeauftragte, aber vor allem für die Menschen.“

Ein Portrait über Herrn Hörnschemeyer sowie ein Rückblick auf die Arbeit der letzten 30 Jahre des Grenzdurchgangslagers Friedland können Sie hier finden: https://www.youtube.com/watch?v=-rofnpMOtZY