Arab-Hebrew Theatre kommt für zwei Abende nach Celle

Gern möchten wir Sie auf ein ganz besonderes Theatererlebnis aufmerksam machen:

Am 17. und 18. Oktober ist das Schlosstheater Celle Gastgeber und die Halle19 Schauplatz für ein ganz besonderes Theaterereignis: im Verbund mit zwei Theatern in Süddeutschland ist es gelungen, das Arab-Hebrew Theatre für zwei Abende nach Celle zu holen. Besonderheit des Theaters aus Tel Aviv-Jaffa – und dafür in der Heimat immer wieder politischen Angriffen ausgesetzt – ist, dass das Schauspielensemble aus arabischen und jüdischen Israelis besteht.

Nach Celle kommen sie mit „Romeo und Julia“ – der Konflikt zwischen Montague und Capulet wird zum politischen Konflikt, gelegt in den Nahen Osten (weitere Infos entnehmen Sie bitte der Anlage).

Die beiden Aufführungen finden in arabischer und hebräischer Sprache mit deutschen Übertiteln statt.

Termine:

Mo. 17.10.2022, 20:00 Uhr HALLE 19 im Anschluss Publikumsgespräch

Di. 18.10.2022, 20:00 Uhr HALLE 19 im Anschluss Publikumsgespräch

22 Euro (11 Euro für Schüler*innen, Student*innen)

Gerne können Sie auch Gruppenbuchungen vornehmen. Kontaktieren Sie dafür die Theaterkasse (Schuhstraße 46, 29221 Celle) telefonisch (05141 90 50 8 -75/ -76) oder per Mail (karten@schlosstheater-celle.de).

#weexplainforeveryone: Landesbeauftragte für Migration und Teilhabe, Flüchtlingsrat und Lotto-Sport-Stiftung danken den an der Corona Aufklärungs- und Impfkampagne beteiligten Ärzt*innen

Am 09. Juni 2021 startete die mehrsprachige Corona Aufklärungskampagne der Migrationsbeauftragten Schröder-Köpf, des Flüchtlingsrates Niedersachsen e.V. und der Niedersächsischen Lotto-Sport-Stiftung. Ziel der Kampagne ist es, Geflüchtete und alle Menschen deren Muttersprache nicht Deutsch ist, mit grundlegenden Informationen zum Impfen zu versorgen, Bedenken gegenüber der Corona-Impfung abzubauen und diese als Grundlage für weitergehende persönliche Beratungsgespräch vor Ort nutzen zu können. Getragen wird die Kampagne von Ärztinnen und Ärzten, die in Videos in 16 Sprachen prägnant und einfach verständlich in ihrer Muttersprache über das Impfen aufklären sowie Impfreaktionen und Nebenwirkungen thematisieren und besonders verbreitete Mythen widerlegen. 

Mit den Videos und FAQ in 16 Sprachen erzielte diese bisher eine Gesamtreichweite von rund 170 Millionen Kontakten. Die begleitende Facebook-Ad-Kampagne sorgte zudem noch ein mal für rund 4 Millionen erreichte Nutzerinnen und Nutzer, welche die Videos über 15 Millionen Mal angeschaut haben. „Dies wäre ohne das Engagement der Ärztinnen und Ärzte, die der Kampagne ihr Gesicht und ihre Stimme gegeben haben, nicht möglich gewesen und es wären sicherlich etliche Menschen noch heute dem Corona-Virus ungeschützt ausgesetzt“, so Schröder-Köpf. Die Landesbeauftragte hatte gestern (29.08.) zum Dank für deren Engagement alle Beteiligten zum Abendessen ins Gästehaus der Landesregierung eingeladen. „Ohne das Mitwirken der Ärztinnen und Ärzte hätten wir die Menschen so überhaupt nicht erreichen können. Das haben die Zahlen der Kampagne ganz deutlich gezeigt. Es war mir somit ein Bedürfnis, alle persönlich kennenzulernen und ihnen gebührend zu danken“, so Schröder-Köpf weiter.

Bekanntgabe Preisträger Niedersächsischer Integrationspreis 2022

Integration von Kindern und Jugendlichen – gemeinsam stark in die Zukunft! Weil und Schröder-Köpf geben Preisträgerinnen und Preisträger des Niedersächsischen Integrationspreises 2022 bekannt.

Ministerpräsident Stephan Weil hat am (heutigen) Dienstag gemeinsam mit der Landesbeauftragten für Migration und Teilhabe, Doris Schröder-Köpf, http://www.migrationsbeauftragte-niedersachsen.de und dem Bündnis „Niedersachsen packt an“ die Preisträgerinnen und Preisträger des Niedersächsischen Integrationspreises 2022 www.niedersächsischer-integrationspreis.de bekannt gegeben.

Mit dem Wettbewerb zeichnet das Land Niedersachsen nachhaltige Projekte und engagierte Menschen aus, die sich in besonderer Weise mit neuen Ideen dafür engagieren, dass Integration von Kindern und Jugendlichen gefördert und umgesetzt wird. Die Beispiele und Projekte mögen dann gerne der Nachahmung dienen.

Der Preis ist mit insgesamt 24.000 Euro (4 x 6.000 Euro) dotiert. Das diesjährige Motto des Integrationspreises lautet „Integration von Kindern und Jugendlichen – gemeinsam stark in die Zukunft!“.

Das Bündnis „Niedersachsen packt an“ zeichnet zudem eine Bewerberin beziehungsweise einen Bewerber mit einem Sonderpreis aus und unterstützt deren/dessen Engagement mit einem Preisgeld in Höhe von 6.000 Euro.
Der Integrationspreis wird bereits zum dreizehnten Mal und der Sonderpreis zum siebten Mal vergeben.

Aus 150 Bewerbungen und Vorschlägen hat die Jury unter dem Vorsitz von Doris Schröder-Köpf die folgenden Preisträgerinnen und Preisträger ausgewählt:

• Begegnungszentrum KAISER 19, DRK Landesverband Oldenburg e.V., Oldenburg
• Ev.-luth. Elisabeth Kirchengemeinde Langenhagen, Region Hannover
• Bonveno Göttingen gGmbH, Göttingen
• Kooperation der Aue-Mehde-Grundschule Zeven mit dem St.-Viti-Gymnasium Zeven, Rotenburg (Wümme)

Beim Sonderpreis des Bündnisses „Niedersachsen packt an“ entschied sich die Jury für:
• Mehrgenerationenhaus (MGH) Courage e.V. – Migrationsberatung, Kinder-Eltern-Kontaktstelle (KEKS), Harburg

Mit Integrationserfolgen in jungen Jahren werden die Weichen gestellt und prägen die späteren Chancen auf Erfolg und Teilhabe. Aus diesem Grund hat die Integration von zugewanderten Kindern und Jugendlichen eine ganz besondere Bedeutung und stellt eine der wichtigsten Zielgruppen dar.
Integration hat gerade in diesen Zeiten einen besonders hohen Stellenwert. Gesellschaftliche Teilhabe ist relevanter als je zuvor, ganz unabhängig von Herkunft, Kultur, Alter, Geschlecht, Religion, wirtschaftlicher oder finanzieller Situation.
Es ist der Niedersächsischen Landesregierung ein wichtiges politisches Anliegen, die vielfältigen Potentiale verschiedener Institutionen, Verbände, Vereine, Initiativen, Kindergärten, Schulen etc. zu aktivieren und besonders innovative und nachhaltige Ideen mit dem Niedersächsischen Integrationspreis auszuzeichnen.

Hintergrund und Terminhinweis
Die Preisübergabe soll Ende November im Rahmen einer Veranstaltung stattfinden.

Die Jury
Neben Doris Schröder-Köpf gehören in diesem Jahr zur Jury:

  • Sonja Anders, Chefdramaturgin und Intendantin des Schauspiel Hannover
  • Nariman Hammouti, Vorsitzende des Vereins „Deutscher Soldat e.V.“
  • Sabina Kaluza, Künstlerin und Präsidentin des „KreativRegion e.V.“
  • Maryam Mohammadi, Referentin vom Flüchtlingsrat Niedersachsen e.V. und
    Vorstandsmitglied vom Unterstützerkreis Flüchtlingsunterkünfte e.V.
  • Eliah Sakakushev-von Bismarck, Direktor der Villa Seligmann

    Die Preisträgerinnen und Preisträger

    Begegnungszentrum KAISER 19, DRK Landesverband Oldenburg e.V. mit dem Projekt
    „Miteinander. Füreinander – Kinder und Jugendliche im Blick: individuelle Förderung
    und gemeinsame Aktivitäten“


    Das Projekt wurde initiiert, um besonders zugewanderten und geflüchteten Kindern und
    Jugendlichen sowie deren Familien vielfältige und insbesondere auch nachhaltige
    Maßnahmen anzubieten, diese zu begleiten und zu fördern. Unterschiedliche Maßnahmen,
    u.a. eine umfangreiche Schülernachhilfe, Sprachförderung durch Ehrenamtliche, Hilfe und
    Unterstützung bei der Ausbildungsplatzsuche und dem Zugang zum Arbeitsmarkt gehören
    ebenso dazu wie auch die Betreibung eines Jugendtreffs mit zahlreichen Freizeitaktivitäten
    und Sport. Das Sommerprogramm „frische Luft statt Sofamuff“ war ein Highlight in den
    Sommerferien im letzten Jahr. Ehrenamtliche, darunter auch Schülerinnen und Schüler, die
    in der Vergangenheit selbst Angebote, wie z.B. Nachhilfe, wahrgenommen haben,
    engagieren sich für insgesamt 56 verschiedene Aktivitäten pro Woche. Ziel ist es, die Bildungs-
    ungleichheit von Kindern und Jugendlichen abzumildern und die Chancengleichheit zu fördern
    sowie den negativen Auswirkungen der Pandemie, insbesondere bei Kindern und Jugendlichen,
    entgegenzuwirken. Das Jahr 2022 hat thematisch die ganzheitliche mentale und körperliche
    Gesundheit zum Schwerpunkt.

Ev.-luth. Elisabeth Kirchengemeinde Langenhagen, Region Hannover mit dem Projekt
„Lernhilfe“


Seit sechs Jahren unterstützen Ehrenamtliche Kinder und Jugendliche mit
Migrationshintergrund beim mündlichen und schriftlichen Erlernen der deutschen Sprache
und fördern sie auf dem jeweiligen individuellen Lernstand. Die Teilnehmerinnen und
Teilnehmer werden in altersgemäßen Kleingruppen von 13 Ehrenamtlichen in
Unterrichtsfächern der Sekundarstufe I und II unterrichtet. Neben der Hausaufgabenhilfe,
dem Training der Grundkenntnisse in Mathematik und Deutsch werden die Kinder und
Jugendlichen zudem auf schriftliche Prüfungen vorbereitet. Darüber hinaus sollen Regeln
des sozialen Miteinanders über Pausen-/Lernspiele und im Umgang untereinander vermittelt
werden. Die Kinder und Jugendlichen arbeiten einmal pro Woche jeweils nachmittags mit
den Ehrenamtlichen zusammen. Bei Bedarf finden für die Schülerinnen und Schüler weitere
Treffen statt. Die Ehrenamtlichen und die zugeordneten Kinder und Jugendlichen lernen über
längere Zeit zusammen, damit stabile Beziehungen untereinander entstehen. Als besondere
Aktion konnten im letzten Jahr neben der Lernhilfe zwei Schwimmkurse für die Nicht-Schwimmer
der Schülerinnen und Schüler mit dem DLRG organisiert werden.

Bonveno Göttingen gGmbH, Göttingen mit dem Projekt „BROTHERS –
Gewaltprävention bei (geflüchteten) Jugendlichen supported by HEROES“


Im Mittelpunkt steht das Coaching männlicher Jugendlicher mit Migrationshintergrund sowie
die Reflexion der Geschlechter zur Gestaltung unserer Gesellschaft. Die „BROTHERS“
orientieren sich am Konzept der Berliner Initiative „HEROES“ und erweitern deren Ansatz um
die Gruppe der geflüchteten Jugendlichen im ländlichen Raum. Die Modifizierung und
Übertragung des Projektes sind bisher einmalig in Niedersachsen. Nach dem Vorbild werden
die BROTHERS-Gruppen in Göttingen und Hann. Münden mit den BROTHERS-Workshops
miteinander verknüpft. Die Teilnehmer der Gruppen bilden einen Safe Space, in dem sie mit
Teamleitern in die Diskussion und die Selbstreflexion einsteigen und ggf. ein Training zum
Peer-Educator durchlaufen. In den Workshops, die mit Schulklassen und Jugendgruppen
durchgeführt werden, können die Projektteilnehmer dann selbst als Peer-Educator aktiv
werden. Themen wie Männlichkeit, Geschlechterrollen, Gleichberechtigung, Ehre, Respekt
und die Vermeidung von Gewalt, werden bei dem Austausch zwischen den Jugendlichen
diskutiert. Ziele des Projekts sind es, neben einer gewalt- und geschlechtersensiblen
Präventionsarbeit, die Identitätsentwicklung junger Männer und deren soziale Kompetenzen
zu verbessern.

Kooperation der Aue-Mehde-Grundschule Zeven mit dem St.-Viti-Gymnasium Zeven,
Rotenburg (Wümme) mit dem Projekt „1*11- Ich helf“


Bei dem Lernprojekt kommen dreimal pro Woche nachmittags Schülerinnen und Schüler des 11.
Jahrgangs des Gymnasiums als Lernhelferinnen und Lernhelfer in die Grundschule. Ziel
dabei ist das gemeinsame Lernen. Ein großer Teil der Lernhelferinnengruppe und
Lernhelfergruppe besteht aus Jugendlichen, die selbst einen Migrationshintergrund
mitbringen und ihre positiven Schul- und Lernerfahrungen an die Kinder „aus erster Hand“
weitergeben. Neben der Lernvermittlung und der daraus resultierenden Vorbildfunktion
stellen die Lernhelferinnen und Lernhelfer mit Migrationshintergrund auch eine spezielle
Identifikation für die Schülerinnen und Schüler dar. Aufgrund der erfolgreichen Erfahrungen
wurde das Projekt von Jahrgangsstufe 1 auf Jahrgangsstufe 2 erweitert. Die Leitung und
Organisation wird von dem Schulsozialarbeiter der Grundschule durchgeführt. Nach einer
Einweisung der Elftklässlerinnen und Elftklässler in die Fächer Deutsch und Mathematik
durch die Fachlehrkräfte lernen die Lernhelferinnen und Lernhelfer mit ihren zugeordneten
Kindern in Kleingruppen. Durch die gemeinsame Arbeit wird ein positives Lernklima
geschaffen und Integration tatsächlich gelebt. Alle beteiligten Schülerinnen und Schüler
sowie auch die Lernhelferinnen und Lernhelfer des Gymnasiums erleben dabei ein Wachsen
ihres Selbstbewusstseins und Selbstwertgefühles.

Sonderpreis des Bündnisses „Niedersachsen packt an“

Mehrgenerationenhaus (MGH) Courage e.V. – Migrationsberatung, Kinder-Eltern-Kontaktstelle (KEKS),
Harburg mit dem Projekt “Miteinander trotz Corona – Kinder durch die Pandemie begleiten“
Das Mehrgenerationenhaus Courage unterstützt seit Jahren Familien durch Beratung und
Betreuungsangebote. Selbstverständliche Bausteine zur Integration sind das Sprach-Café
für Frauen und die Lernförderung. Kinder und Jugendliche aus Familien mit Migrationshintergrund
erhielten gleich zu Beginn der Corona-Pandemie im Familienzentrum zusätzliche Unterstützung beim
Homeschooling und wurden mit technischen Hilfsmitteln wie PCs, Tablets etc. ausgestattet. Neben der Lernunterstützung ist die Förderung von sozialer und interkultureller Kompetenz ein wichtiger Aspekt im Mehrgenerationenhaus. In den Ferien werden deshalb regelmäßig Theaterworkshops, Ferienfreizeiten und Tagesausflüge angeboten. An den Angeboten nehmen Kinder mit Migrationshintergrund, aus bildungsfernen
Familien sowie Kinder aus unbelasteten Familien teil. In diesen heterogenen Gruppen bilden die Kinder und Jugendlichen einen wichtigen Teil der Gesellschaft und lernen zudem demokratische Strukturen und Werte kennen.

20220701 PI Bekanntgabe Preisträger Integrationspreis 2022.pdf

Veranstaltung der Konzerttour „Gurbet – 60 Jahre zu Hause in Niedersachsen“ in Salzgitter

Am Samstag, den 2. Juli fand in der Kulturscheune in Salzgitter-Lebenstedt die bereits siebte Veranstaltung der Gurbet-Tour „60 Jahre zu Hause in Niedersachsen“ statt, die die Föderation Türkischer Elternvereine in Niedersachsen e.V. anlässlich des 60. Jubiläums des Anwerbeankommens der Bundesrepublik Deutschland mit der Türkei mit acht Städten in Niedersachsen durchführt. Mit im Gepäck hat FöTEV-Nds die Migranten-Pop Band Shanaya. Schirmfrau der Veranstaltungsreihe ist die Landesbeauftragte für Migration und Teilhabe, Doris Schröder-Köpf, die hierfür am Samstag nach Salzgitter gekommen war und ein Grußwort an die Gäste richtete. „Heute leben mehr als 3 Mio. Menschen mit familiären Wurzeln aus der Türkei in Deutschland, wovon rund 1,8 Mio. in Deutschland geboren sind. Insbesondere die erste Generation hat Niedersachsen mit aufgebaut, es zu dem gemacht, was es heute ist, unser Land bereichert, wirtschaftlich aber vor allem auch menschlich. Mittlerweile ist Niedersachsen seit vier Generationen für türkischstämmige Menschen ein Zuhause. Als Wissenschaftler*innen, Arbeiter*innen, Unternehmer*innen, Politiker*innen, Sportler*innen und Kulturschaffende bereichern sie das moderne Deutschland und sind aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken, “ so Schröder-Köpf.

Vorherige Stationen der Veranstaltungsreihe waren Peine, Hann. Münden., Verden, Hildesheim, Hameln und Stadthagen. Die Abschlussveranstaltung findet am 9. Juli vor dem Haus der Kulturen in Braunschweig statt.

Gurbet-60 Jahre „ZUHAUSE“ in Niedersachsen

Mit nachstehender Pressemitteilung der Niedersächsischen Landesbeauftragten für Migration und Teilhabe und der Föderation türkischer Elternvereine in Niedersachsen e.V. (Fötev-Nds) möchten wir Sie auf den Start der Veranstaltungsreihe „Gurbet-60 Jahre „ZUHAUSE“ in Niedersachsen“ aufmerksam machen.

Landesbeauftragte besucht Fastenbrechen in Braunschweig

Am Dienstag, den 26.04.2022, besuchte die Landesbeauftragte für Migration und Teilhabe ein von der Stadt Braunschweig ausgerichtetes Fastenbrechen. Auf Einladung des Oberbürgermeisters Dr. Thorsten Kornblum sowie des Rates der Muslime in Braunschweig sprach die Landesbeauftragte vor geladenen Gästen wie der türkischen Generalkonsulin, Gül Özge Kaya, sowie Saban Yabas vom Rat der Muslime, Abdullah Ergin, Imam des Verbandes Ditib sowie dem evangelischen Propst Lars Dedekind.

Alle Rednerinnen und Redner betonten die Herausforderungen der Zeit und die Wichtigkeit des interkulturellen und interreligiösen Dialoges. Zudem freuten sich die Anwesenden darüber, dass nach zwei Jahren der coronabedingt ausgesetzten öffentlichen Feierlichkeiten in diesem Jahr wieder mehr Begegnungen im Ramadan Fastenmonat möglich sind.

Doris Schröder-Köpf unterstrich in ihrer Rede die Bedeutung von Demut in den Religionen und deren Relevanz für Dankbarkeit und Anteilnahme in Bezug auf die Nöte anderer. Saban Yabas vom Rat der Muslime betonte auch die Vielfältigkeit des muslimischen Lebens in Braunschweig. In Braunschweig leben demnach Musliminnen und Muslime aus 23 verschiedenen Nationen.

Weitere Informationen zur Veranstaltung finden Sie hier:

https://www.helmstedter-nachrichten.de/braunschweig/article235190059/Politikerin-Schroeder-Koepf-warnt-beim-Fastenbrechen-in-Braunschweig.html



Frau Schröder-Köpf, OB Dr. Kornblum, Frau Generalkonsulin Kaya (Republik Türkei), Herr Propst Dedekind, Herr Yabas (Rat der Muslime), Herr Voigt (Jüdische Gemeinde), Herr Generalkonsul Wicaksono (Republik Indonesien).

Freundschaftskonzert – 60 Jahre deutsch-türkische Nachbarschaft

Anlässlich des 60. Jubiläums des Anwerbeabkommens der Bundesrepublik Deutschland mit der Türkei haben die Niedersächsische Landesbeauftragte für Migration und Teilhabe, Doris Schröder-Köpf, und die Föderation Türkischer Elternvereine in Niedersachsen e.V. (FöTEV) am Samstag, den 4.12.2021 zu einem Freundschaftskonzert in die Galerie Herrenhausen eingeladen. Die Veranstaltung wurde unter anderem durch die Lotto-Sport-Stiftung unterstützt. Schirmfrau der Veranstaltung war die Landesbeauftragte.

Die Veranstaltung wurde von der Vorsitzenden der FöTEV, Frau Seyhan Öztürk, eröffnet. In ihrer Rede ging Sie auf die persönliche Entwicklung der türkischen Migrantinnen und Migranten ein, die anfangs teilweise noch auf gepackten Koffern saßen, da ein langer Verbleib in der Bundesrepublik für sie nicht vorstellbar war. „Für die heutige Jugend hört sich dies wie ein Märchen an, da sich die Arbeiterinnen und Arbeiter von damals zu festen Teilen der Gesellschaft entwickelt haben“, so Öztürk. Passend schloss sie mit dem folgenden Zitat von Max Frisch ab: „Wir riefen Arbeitskräfte, und es kamen Menschen“.

In der anschließenden Rede hob Frau Schröder-Köpf die wechselseitige Beziehung der deutsch-türkischen Freundschaft hervor. „Die Erfahrungen, Erlebnisse und Emotionen, die sowohl auf deutscher als auch auf türkischer Seite in den vergangenen 60 Jahren beidseitig zu Wohlstand und Reichtum beigetragen haben, seien eine historische Leistung“, so die Landesbeauftragte. Sie führte fort: „Heute leben über 3,0 Mio. Menschen mit familiären Wurzeln aus der Türkei in Deutschland. Sie haben die Bundesrepublik mit aufgebaut, sich integriert und die Gesellschaft geprägt, sie sind zu einem wichtigen Teil der Bundesrepublik geworden und ohne sie wäre das alltägliche Leben ein anderes. Es verbindet uns alle sehr viel mehr, als uns trennt. Wir müssen an unser Verbundenheit festhalten, damit dies auch so bleibt und Rassistinnen und Rassisten keine Chance haben unsere Gesellschaft weiter zu spalten.“

Die besondere Verbundenheit zwischen beiden Ländern hob im folgenden Grußwort die Generalkonsulin der Republik Türkei, Gül Özge Kaya, hervor. Die Bundesrepublik Deutschland und die Türkei seien durch die Menschen eng und freundschaftlich miteinander verwurzelt, so Generalkonsulin Kaya.    

Das Freundschaftskonzert wurde von der deutsch-türkischen Sängerin, Ayda Kirci, und dem hannoverschen Pianisten, Helge Adam, im Rahmen ihres Musikprojektes „Anatolian goes Jazz“ durchgeführt. Gemeinsam mit den Musikern, Peter Schwebs (Kontrabass) und Dieter „Zpper“ Schmigelok“ (Schlagzeug) interpretierten sie sogenannte „Türkü-Lieder“ in westlichem Jazz.

Fotograf: Michael Wallmüller

Konferenz der Integrationsbeauftragten in München (15.-16.11.2021)

Vom 15.-16.11.2021 trafen sich auf Einladung der bayrischen Integrationsbeauftragen, Frau Brendel-Fischer, die Integrationsbeauftragten aller Bundesländer bzw. die jeweils entsandten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Auf der Konferenz in der Allerheiligen-Hofkirche wurden Themen wie die Entwicklung des Ausbildungs- und Arbeitsmarktes für Menschen mit Migrationshintergrund aufgegriffen, sowie Berichte aus den Bundesländern, das Thema interreligiöser Dialog und islamischer Unterricht. Zudem wurden gemeinsame Resolutionen besprochen.

Weitere Informationen finden Sie hier:

https://www.integrationsbeauftragte.de/ib-de/integrationsarbeit-in-den-bereichen/gesellschaft-und-teilhabe/bundeskonferenz-der-integrationsbeauftragten-von-bund-laendern-und-kommunen-buko–1880560

Zweite berührende Lesung: „Die Geschichte einer Flucht – von Raqqa nach Celle“ am 5. November in Celle in der Halle 19 des Schloßtheaters

In einer vollen HALLE 19 fand am 05. November die zweite Lesung aus Rauda Al-Tahas „Geschichte einer Flucht von Raqqa nach Celle“ statt. Die erste Lesung hatte auf Einladung der Niedersächsischen Landesbeauftragen für Migration und Teilhabe, Doris Schröder-Köpf, am 29. September im Gästehaus der Niedersächsischen Landesregierung stattgefunden.

Eingangs dankte Schlosstheater-Geschäftsführerin Katharina Lohmann der Landesbeauftragen Schröder-Köpf sowie der Stadträtin für Soziales und Kultur der Stadt Celle, Susanne McDowell, ohne deren Hilfe weder das Buch als Zeitdokument noch die Veranstaltung zu Stande gekommen wären.

Schlosstheater-Schauspielerin Johanna Marx las ausgewählte Passagen, die ein intensives Bild der syrischen Heimat Raqqa, der kulturellen Liebe, der bedrohlichen Kriegssituation, der bedrückenden Flucht und des allmählichen Ankommens in der neuen Heimat Niedersachsen entstehen ließen. Für musikalische Untermalung sorgten Mitglieder des Ensembles IBTAHIDSCH unter der Leitung von Dr. Claudia Ott. Die orientalische Musik rahmte die Veranstaltung würdig ein. Im langanhaltenden Applaus holte Johanna Marx die Autorin Rauda Al-Taha und ihre drei Töchter auf die Bühne.

In Ihren Grußworten hatten Susanne McDowell und Doris Schröder-Köpf, die Bedeutung der Flüchtlings- und Integrationspolitik betont und die wichtige Rolle der ehrenamtlichen Integrationshelfer*innen herausgestellt. Doris Schröder-Köpf mahnte eindringlich, das Thema Flucht und Migration nicht aus den Augen zu verlieren und mit Anstand und Werten von Demokratie und Freiheit europaweit zu agieren und zu integrieren.

Der Eintritt war frei, es wurden Spenden für die auch im Buch erwähnten Malteser gesammelt, namentlich für das Vorleseprojekt, das sich speziell an geflüchtete Kinder und Familien richtet. Über 900 €uro kamen zusammen. Das Geld wird den Maltesern in der kommenden Woche übergeben.

Das Schlosstheater Celle ist Teil der Bewegung DIE VIELEN und hat mit SOUL ALMANYA eine musikalische Stückentwicklung gemeinsam mit Geflüchteten auf die Bühne gebracht. Die Themen Flucht und Vertreibung, Integration und Miteinander, Toleranz und Offenheit, Buntheit und Vielfalt gehören für das Schlosstheater zum Arbeitsalltag und in verschiedenen Formen auf die Bühnen.

Zweite Veranstaltung „Fluchtpunkt Niedersachsen: Ankommen gestern – heute – morgen“

„Fluchtpunkt Niedersachsen: Ankommen gestern – heute – morgen“, unter diesem Titel fand am 7. November 2021 im Königlichen Pferdestall Hannover ein zweites Gespräch mit Zeitzeug*innen statt, zu dem die Landesbeauftragte für Migration und Teilhabe, Doris Schröder-Köpf, und die Landesbeauftragte für Heimatvertriebene, Spätaussiedlerinnen und Spätaussiedler, Editha Westmann, gemeinsam mit dem Museum Friedland eingeladen hatten.

Im Mittelpunkt des Gespräches standen Aussiedler*innen, Spätaussiedler*innen und jüdische Zuwandernde. Die geladenen Zeitzeug*innen Witali Bastian (Molbergen), Valerie Cholodow (Hannover), Sabina Kaluza (Braunschweig), Margarita Suslovic (Hannover) und Larissa Yarosh (Hannover) berichteten nicht nur von ihrer Ankunft hier in Niedersachsen. Es wurden auch Probleme bei der Integration thematisiert und diskutiert, was es braucht, um sich wirklich angekommen zu fühlen.

Seit 1950 sind mehr als 4,5 Millionen Aussiedler*innen und Spätaussiedler*innen aus Mittel- und Osteuropa nach Deutschland gekommen. Rund 353.000 davon leben heute in Niedersachsen. Das entspricht etwa 4,5 Prozent der Bevölkerung. Dazu kommen rund 200.000 jüdische Zugewanderte aus den Staaten der ehemaligen Sowjetunion, die in Deutschland seit 1991 eine neue Heimat gefunden haben.

Bereits am 3. Oktober 2021 hatte im Göttinger Kino Méliès ein erstes generationenübergreifendes Zeitzeug*innengespräch stattgefunden. Dabei ging es um persönliche Fluchterfahrungen von der Nachkriegszeit bis in die Gegenwart sowie um die Aufnahme hier in Deutschland. Hier zeigten sich bei aller Unterschiedlichkeit der Schicksale verbindende Elemente und viel Verständnis für die jeweils anderen.

Über das Museum Friedland

Das als außerschulischer Lernstandort anerkannte Museum Friedland wurde 2016 eröffnet. Es erforscht, sichert, präsentiert und vermittelt die Geschichte und Gegenwart des Grenzdurchgangslagers Friedland. Wechselausstellungen lenken in historischer und gegenwartsorientierter Perspektive zudem den Blick auf die vielschichtigen Prozesse von Abschied, Ankunft und Neubeginn im Allgemeinen sowie von Migrationspolitik, gesellschaftlicher Teilhabe, Grenzen, Identitäten und Zugehörigkeiten, Kriegsfolgen, Menschenrechten und Asyl im Speziellen.

Livestream zur Veranstaltung:

Fotos der Veranstaltung:

60 Jahre Anwerbeabkommen Deutschland-Türkei

Zusammen mit der Stadt Hannover richtete die Niedersächsische Staatskanzlei am 08. November im Congress Center Hannover die Feierlichkeiten anlässlich des Jubiläums „60 Jahre Anwerbeabkommen Deutschland-Türkei“ aus. Gekommen waren neben Oberbürgermeister Belit Onay und der Landesbeauftragten für Migration und Teilhabe, Doris Schröder-Köpf, auch zahlreiche Gäste aus Zivilgesellschaft, von Vereinen und Organisationen sowie aus der Politik.

Neben Interviews mit Zeitzeuginnen und Zeitzeugen gab es ergreifende Reden und musikalische Klänge, welche die deutsch-türkische Freundschaft priesen. Geehrt und gewürdigt wurde vor allem auch die große Lebensleistung zugewanderter „Gastarbeiterinnen und Gastarbeiter“ sowie deren Nachkommen, die den heutigen Wohlstand mit ermöglicht haben. In ihrer Rede ging auch die Landesbeauftragte darauf ein, wie sehr Niedersachsen durch türkische Zuwanderung geprägt und gestaltet wurde – sowohl kulturell, als auch menschlich und in Bezug auf das Arbeitsleben.

Weitere Informationen finden Sie hier:

https://www.hannover.de/Service/Presse-Medien/Landeshauptstadt-Hannover/Aktuelle-Meldungen-und-Veranstaltungen/Festakt-zum-60.-Jahrestag-des-Anwerbeabkommens-mit-der-T%C3%BCrkei

Integration in Zeiten von Corona – Festakt zur Verleihung des Niedersächsischen Integrationspreises

Am 11.10. 2021 wurde der Niedersächsische Integrationspreis verliehen. Ministerpräsident Stephan Weil und die Landebeauftragte für Migration und Teilhabe Doris Schröder-Köpf ehrten die Preisträgerinnen und Preisträger.

Die Preisverleihung am 11.10.2021 stand unter dem Motto „Integration in Zeiten von Corona“ und ist mit insgesamt 24.000 Euro (vier Mal je 6.000 Euro) dotiert – der Preis wurde in diesem Jahr zum zwölften Mal vergeben. Die Bündnisse „Niedersachsen packt an“ und „Niedersachsen hält zusammen“ zeichneten zudem jeweils eine Preisträgerin beziehungsweise einen Preisträger mit einem Sonderpreis aus und unterstützten deren Engagement mit einem Preisgeld in Höhe von ebenfalls je 6.000 Euro.

Das Bündnis „Niedersachsen packt an“ vergab seinen Sonderpreis bereits zum sechsten Mal, während das im Jahr 2020 gegründete Bündnis „Niedersachsen hält zusammen“ erstmals einen Preis verlieh. Die Preisverleihung erfolgte im Rahmen eines Festaktes ab 19 Uhr im Alten Rathaus in Hannover mit rund 150 geladenen Gästen im Alten Rathaus. Die Veranstaltung wurde von Jan Egge Sedelies moderiert. Mit der Wahl des Mottos „Integration in Zeiten von Corona“ knüpfen Ministerpräsident Weil und Landesbeauftragte für Migration und Teilhabe, Schröder-Köpf, direkt an die bisherige Arbeit der beiden Bündnisse „Niedersachsen packt an“ und „Niedersachsen hält zusammen“ an. Die Corona-Pandemie habe gezeigt, so die Landesbeauftragte, wie viele Ehrenamtliche sich für die Integration ihrer Mitbürgerinnen und Mitbürger bemüht hätten und tolle neue, innovative Wege gegangen seien.

Weitere Informationen zum Integrationspreis finden Sie hier:

https://www.niedersaechsischer-integrationspreis.de/