Niedersächsische Landesbeauftragte für Migration und Teilhabe, Doris Schröder-Köpf, lud wiederholt zum Vernetzungsgespräch ein.

Gestern fand bereits das zweite Gespräch zur Unterstützung von Geflüchteten aus der Ukraine auf Einladung der Niedersächsischen Landesbeauftragten für Migration und Teilhabe statt. Die Landesbeauftragte lud über 50 unterschiedlichste Akteure aus der Landesverwaltung, von Vereinen und Verbänden sowie ehrenamtliche Privatpersonen zu einem Vernetzungsgespräch ein.

„Die Gespräche sollen eine unbürokratische Form des Austausches sein. Die Fragen der Ehrenamtlichen und Geflüchteten sollen hier schnell und unkonventionell beantwortet werden. Als Landesbeauftragte möchte ich dazu beitragen, dass sich zukünftig alle Ebenen direkt miteinander austauschen können. In der derzeitigen Zeit muss schnell und flexibel gehandelt werden, da muss man auch mal untypische Wege einschlagen.“, so Doris Schröder-Köpf. 

Bei dem heutigen Treffen wurde u.a. über die medizinische Versorgung und die anstehende Arbeitsmarkt- und Schulintegration gesprochen. Darüber hinaus wurden Fallbeispiele vorgestellt und beraten. Ein weiteres Treffen mit den Schwerpunkten Kindertagesstätten und Schulen soll zeitnah stattfinden.  

Ukrainischen Geflüchteten Mitnahme von Haustieren erleichtern – Niedersächsische Tierärztekammer unterstützt Tierärzt:innen

Eine Flucht ist immer tragisch und emotional schmerzhaft. Menschen müssen ihr Zuhause und oft auch geliebte Menschen zurücklassen. Auch Haustiere haben einen hohen emotionalen Wert – weswegen niedersächsische Tierärztinnen und Tierärzte nun Unterstützung seitens der niedersächsischen Tierärztekammer erhalten in Bezug auf die Einreiseanträge von Haustieren.

Aus der Ukraine Geflüchtete können demzufolge ihre Tier ohne einen Einreiseantrag mitführen – die Tiere müssen jedoch nachträglich bei der Veterinärbehörde gemeldet werden, um deren Gesundheit zu überprüfen. Hintergrund für diese pragmatische Lösung ist auch die Bitte der EU an ihre Mitgliedsländer, vorübergehend Erleichterung für die Mitführung von Tieren zu schaffen. In der TiHo Hannover werden Haustiere von Geflüchteten aus der Ukraine zudem kostenlos behandelt.

Weiterführende Informationen finden Sie unter anderem hier:

https://www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/hannover_weser-leinegebiet/TiHo-behandelt-Haustiere-von-gefluechteten-Ukrainern-kostenlos,aktuellhannover10474.html

Landesbeauftragte fordert anlässlich des Weltfrauentages mehr Entlastung für Frauen

Heute am Internationalen Frauentag schaut die Landesbeauftragte für Migration und Teilhabe, Doris Schröder-Köpf, auch auf die Belastungen durch die Pandemie, die Frauen weltweit und auch in Niedersachsen zu einem großen Teil schultern. Ein aktueller Bericht der Vereinten Nationen sowie zahlreiche Studien weisen daraufhin, dass Frauen und Kinder zu den „Verlierer:innen“ der Pandemie zählen. Die Hans-Böckler-Stiftung spricht davon, dass sich in der Pandemie die Ungleichheit zwischen den Geschlechtern verstärkt hat.

Frauen arbeiten beispielsweise überdurchschnittlich oft in sogenannten „systemrelevanten“ Berufen – wie beispielsweise in der Pflege. Durch diese Tätigkeit sind Frauen auch vulnerabler sich mit dem Corona-Virus anzustecken. Gerade auch Frauen mit Zuwanderungsgeschichte und Migrationshintergrund arbeiten überproportional häufig in Berufen der kritischen Infrastruktur – auch bei uns in Niedersachsen.

Hinzu kommt, dass Frauen noch immer den Großteil der privaten Pflege- und Familienarbeit leisten. Hier ist die Pandemie nachweislich ein weiterer Belastungsfaktor, der eine Retraditionalisierung von Geschlechterrollen vorangetrieben hat. Zudem offenbart der UN-Bericht, dass die Anzahl von Frauen, die von häuslicher Gewalt betroffen sind, weiter stark ansteigt,“. Frauen unter Druck – so liest sich der Bericht der UN.

Doris Schröder-Köpf fordert daher gerade auch für Frauen in Niedersachsen, dass diese wieder stärker entlastet werden und einem „Geschlechter-Rollback“ entgegengewirkt wird – auch mithilfe der bundespolitisch verankerten Gleichstellungsstrategie.

Weiterführende Informationen finden Sie beispielsweise hier:

https://www.dgb.de/themen/++co++b09f98ca-783c-11eb-9e10-001a4a160123

https://frauen.verdi.de/themen/gleichstellung/++co++4812399a-83a8-11ea-b60e-001a4a160119

https://www.unwomen.de/aktuelles/corona-eine-krise-der-frauen.html

https://www.boeckler.de/de/boeckler-impuls-ruckschritt-durch-corona-23586.htm

Landesbeauftragte betont Bedeutung von Mehrsprachigkeit am Internationalen Tag der Muttersprache

Heute ist Internationaler Tag der Muttersprache! Die Landesbeauftragte für Migration und Teilhabe, Doris Schröder-Köpf, betont in diesem Zuge die Wichtigkeit der Muttersprache und deren vollständigen Erwerb – gerade für Kinder.

Mehrsprachigkeit und Vielfalt sind eine große Bereicherung, bei der auch herkunftssprachlicher Unterricht an Schulen sowie Mehrsprachigkeit in Kitas und Kindergärten von Bedeutung ist.

Weitere Informationen zum Internationalen Tag der Muttersprache finden Sie beispielsweise hier:

https://www.verband-binationaler.de/…/internationaler…

Landesbeauftragte und Kausa-Servicestelle Region Hannover tauschen sich aus

Am 14.02.2022 trafen sich Dina de Haas und Yvonne Salewski von der KAUSA-Servicestelle digital mit der Landesbeauftragten für Migration und Teilhabe, Doris Schröder-Köpf. Dabei gab KAUSA Einblicke in Ihre Arbeit rund um die Frage: Wie können wir erfolgreich interkulturell ausbilden?

KAUSA-Servicestellen wenden sich insbesondere an Unternehmerinnen und Unternehmer mit Migrationshintergrund. Sie sind erste Anlaufstellen, um Selbstständige zum Thema berufliche Ausbildung zu informieren und zu beraten sowie sie an Partnerinnen und Partner vor Ort zu vermitteln. Zudem unterstützt KAUSA etablierte Beratungsstrukturen, um mehr Jugendliche mit Flucht- oder  Migrationsgeschichte und deren Eltern von einer Berufsausbildung zu überzeugen. Für den landesweiten Verbund haben sich die Träger der bisherigen regionalen KAUSA-Servicestellen in Osnabrück (BUS GmbH) und in der Region Hannover (pro regio e.V.) mit der VHS Delmenhorst zusammengeschlossen.

Vorgestellt wurde in dem Gespräch unter anderem das Plakat „Wege in den Beruf“, welches das niedersächsische Berufsbildungssystem auf anschauliche und verständliche Weise illustriert:

https://www.men-nds.de/images/%C3%9CbergangSchuleBeruf_de_9_web_00000005.pdf

Weitere Informationen zu den KAUSA-Servicestellen finden Sie hier:

https://www.proregioev.de/kausa-landesstelle-niedersachsen/

Landesbeauftragte tauscht sich mit Vorstandsvorsitzenden der Stelle für Jesidische Angelegenheiten aus

Am 09. Februar kam die Landesbeauftragte für Migration und Teilhabe, Doris Schröder-Köpf, in einem digitalen Austausch mit dem Vorstandsvorsitzenden der Stelle für Jesidische Angelegenheiten, Herrn Gohdar Alkaidy, zusammen.

Herr Alkaidy informierte Frau Schröder-Köpf über den Stand zur anstehenden Anhörung der Petition „Anerkennung des Völkermordes an den Jesiden“ am 14. Februar im Petitionsausschuss des Bundestages. Ferner berichtete er über die Lage der rund 350.000 jesidischen Flüchtlinge, die immer noch in Zelten in Flüchtlingslagern im Irak ausharren und auf die Rückkehr in ihre Heimat hoffen. Auch stellte er die Arbeit der Stelle für Jesidische Angelegenheiten vor. Frau Schröder-Köpf brachte ihre Wertschätzung für das ehrenamtliche Engagement des Vereins zum Ausdruck und betonte, wie wichtig dieser Einsatz für die jezidischen Communities in Deutschland sei. Aus Niedersachsen berichtete sie über das Dokumentations-  und Bildungsprojekt zum Völkermord an den Ezidinnen und Eziden mit Sitz in Celle, das von der Stiftung Niedersächsische Gedenkstätten/ Gedenkstätte Bergen-Belsen in Kooperation mit Women for Justice e.V..  durchgeführt wird und im Oktober 2021 seine Forschungsarbeit aufgenommen hat.

Qualität entsteht im Dialog!

Auf Einladung des Caritasverbandes Hannover e.V. und dem Landtagsabgeordneten, Alptekin Kirci, hat heute, dem 08.02.2022, die Veranstaltung „Qualität entsteht im Dialog!“ im Rahmen einer Videokonferenz stattgefunden.

Diskutiert wurde über die Herausforderungen von Geflüchteten sich in den Arbeitsmarkt zu integrieren. Hierbei wurde deutlich, dass offene Arbeits- und Ausbildungsplätze unbesetzt bleiben, obgleich sich willige Arbeitskräfte bereits in Deutschland befinden.

„Die Hürden eine Arbeit aufzunehmen sind für geflüchtete Menschen immer noch konträr zu der Nachfrage am Arbeitsmarkt. Insbesondere Fachkräfte, die bereits schon in Deutschland leben, werden in den Betrieben gebraucht und sollten schnellstmöglich eine Zukunftsperspektive erhalten.“, so die Niedersächsische Landesbeauftragte für Migration und Teilhabe.

Xinnian kuaile! Landesbeauftragte gratuliert zum chinesischen Neujahrsfest

Anlässlich des heute beginnenden chinesischen Neujahrsfestes gratuliert die Landesbeauftragte für Migration und Teilhabe, Doris Schröder-Köpf, allen Feiernden und sendet ihre persönlichen Grüße aus:

„Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, die Sie heute und in den kommenden Tagen das chinesische Neujahrsfest begehen:

ich wünsche Ihnen schöne Momente des familiären Beisammenseins und viel Zuversicht für das nach dem Mondkalender nun anbrechende neue Jahr. Möge das neue Jahr – im Zeichen des Tigers – Ihnen Glück bringen! Ganz besonders schön ist auch die Tradition der Laternen, die viele von Ihnen am Ende dieser Zeit entzünden. Dieses Licht kann uns allen die dunkle Jahreszeit erhellen und die Vorfreude auf den Frühling wecken!“

Weitere Informationen zu den Feierlichkeiten finden Sie hier:

Chinesisches Neujahrsfest

Weil und Schröder-Köpf starten Wettbewerb zum Niedersächsischen Integrationspreis 2022

Integration von Kindern und Jugendlichen – gemeinsam stark
in die Zukunft!

Die Niedersächsische Landesbeauftragte für Migration und Teilhabe, Doris Schröder-Köpf,
startet am (heutigen) Montag gemeinsam mit Ministerpräsident Stephan Weil den
Wettbewerb um den Niedersächsischen Integrationspreis 2022.

Der Preis ist mit insgesamt 24.000 Euro dotiert. Es werden vier Preise zu jeweils 6.000 Euro vergeben. Zusätzlich vergibt das Bündnis „Niedersachsen packt an“ einen Sonderpreis in Höhe von 6.000 Euro. Die Verleihung des Integrationspreises erfolgt bereits zum dreizehnten Mal. Auch der Sonderpreis wird bereits zum siebten Mal verliehen. Das Motto lautet in diesem Jahr „Integration von Kindern und Jugendlichen – gemeinsam stark in die Zukunft!“.

Kinder und Jugendliche verfügen über die Fähigkeit, sich besonders gut und schnell einzuleben und
ihre Erfahrungen an ihre Familien weiterzugeben.

Der Wettbewerb richtet sich an Vereine, Verbände, Institutionen, Initiativen, Stiftungen,
Kindergärten und Schulen. Ausgezeichnet werden soll, wer sich mit neuen Ideen und
spannenden Umsetzungen in besonderer Weise für gelebte Integration einsetzt. Gesucht
werden entscheidende Beiträge zu einer gleichberechtigten interkulturellen Teilhabe am
Gemeinwesen.

Ziel ist es, gute Projekte und Ansätze öffentlich zu machen und gleichzeitig dazu zu
ermuntern, derartigen Beispielen zu folgen und neue Ideen zu entwickeln.

Integration bedeutet nicht, die eigenen Wurzeln aufzugeben, sondern die Möglichkeit, in
einer neuen Umgebung weiter zu wachsen. Mit Integrationserfolgen in jungen Jahren werden
die Weichen gestellt und die späteren Chancen auf Erfolg und Teilhabe geprägt.

Es ist der Niedersächsischen Landesregierung ein wichtiges politisches Anliegen, die
vielfältigen Potentiale junger Menschen mit Migrationshintergrund zu fördern. Deshalb sollen
Institutionen, Vereine, Verbände, Initiativen, Kindergärten und Schulen mit dem
Niedersächsischen Integrationspreis ausgezeichnet werden, die sich in diesem Bereich mit
innovativen Ideen hervorheben.

Bewerbungen oder Vorschläge sind vorzugsweise per E-Mail an

integrationspreis@stk.niedersachsen.de

oder ansonsten per Post an

Niedersächsische Staatskanzlei
Stichwort „Niedersächsischer Integrationspreis 2022“
Planckstr. 2
30169 Hannover
zu richten.

Bewerbungsschluss ist Sonntag, der 27.02.2022.

Das Formular „Bewerbung zum Niedersächsischen Integrationspreis 2022“ finden Sie unter:
http://www.migrationsbeauftragte-niedersachsen.de

Hintergrund zur Vergabe des Niedersächsischen Integrationspreises:
Aus den Bewerbungen und Vorschlägen wählt eine unabhängige, namhaft besetzte Jury
unter dem Vorsitz von Doris Schröder-Köpf die Preisträgerinnen und Preisträger aus, die
nach derzeitigem Stand in einem Festakt zum Ende des Jahres ausgezeichnet werden sollen.


Landesbeauftragte trifft Vorsitzenden des Osnabrücker Migrationsbeirates

Am 26.01.2022 hat sich die Landesbeauftragte für Migration und Teilhabe, Doris Schröder-Köpf, mit dem Vorsitzenden des Osnabrücker Migrationsbeirates, Vëllaznim Haziri, getroffen. Dieser berichtete unter anderem über das Programm DEMOKRATIE.MACHT.INTEGRATION, das es sich erfolgreich zur Aufgabe macht, Menschen mit Zuwanderungsbiografie kommunalpolitisch zu fördern und in Mandate zu bringen. Unterstützt werden Teilnehmende mit Tandem-Mentoring und Team-Mentoring.

Hintergrund des Programmes ist der Mangel an Menschen mit Zuwanderungsbiografie in den kommunalen Parlamenten. Dieser ist auf verschiedene Aspekte zurückzuführen, hat jedoch zur Folge, dass einige Lebenswelten und Gesellschaftsgruppen eklatant unterrepräsentiert sind – während andere überproportional vertreten sind.

Gemeinsam mit Frau Schröder-Köpf möchte Herr Haziri das Erfolgsprogramm auch in anderen niedersächsischen Städten etablieren. Weitere Informationen folgen.

ser_upload/2019_DEMOKRATIE.MACHT.INTEGRATION_2020__P015657904_.pdf

Schröder-Köpf informiert sich über das Projekt „FERMAN – ein Dokumentations- und Bildungsprojekt zum Ferman (Völkermord) an den Ezid_innen“

Am 19.1. kam die Niedersächsische Landesbeauftragte für Migration und Teilhabe, Doris Schröder-Köpf, in einer Video-konferenz mit den Projektleiterinnen Diana Gring und Dr. Leyla Ferman des Projekts FERMAN zusammen, um sich über den Stand des im Oktober 2021 gestarteten Projektes zum Völkermord an den Ezid_innen zu informieren. Das Projekt FERMAN wird von der Stiftung niedersächsische Gedenkstätten/Gedenkstätte Bergen-Belsen gemeinsam mit dem Projektpartner Women for Justice e.V. umgesetzt und hat seinen Sitz in Celle. Über eine Projektlaufzeit von zwei Jahren wird umfänglich zum Völkermord an den Ezid_innen geforscht, Interviews mit Überlebenden geführt, Material gesammelt, eine Website konzipiert und Veranstaltungen unterschiedlicher Art organisiert. Gefördert wird das Projekt von der Bundesbeauftragten für Kultur und Medien, der Lotto-Sport-Stiftung und der Stiftung Niedersachsen. Die Projektleiterinnen Ferman und Gring machten deutlich, dass es eine besondere Herausforderung sei, an einem anhaltenden Völkermord zu forschen und wie wichtig dies sei vor dem Hintergrund, dass in Niedersachsen zwar eine der größten ezidischen Communities in ganz Deutschland lebe, aber dennoch nur wenig über die jahrhundertelange Verfolgungsgeschichte der Ezid_innen und den Völkermord von 2014 bekannt sei. Hintergrund: Der Begriff „Ferman“ ist die ezidische Bezeichnung für Völkermord, vergleichbar mit den Begriffen „Holocaust“, „Shoah“ und „Porajmos“ für die Vernichtung der Jüdinnen und Juden und der Sinti_zze und Rom_nja. „Ferman“ wurden Verordnungen im Osmanischen Reich genannt, mit denen auch Verfolgungsmaßnahmen und Pogrome an der ethno-religiösen Minderheit der Ezid_innen veranlasst wurden. Als „Ferman“ bezeichnen die Ezid_innen somit auch jenen Völkermord, der am 3. August 2014 begann, als im Gebiet Sinjar im Nordirak die Terrormiliz des sogenannten Islamischen Staats (IS) einfiel. Männer und Ältere wurden erschossen. Über 6000 Menschen, vor allem Frauen und Kinder, wurden versklavt – von etwa 2800 fehlt nach wie vor jede Spur. Noch immer leben zehntausende Ezid_innen in Flüchtlingslagern, andere wurden in Deutschland oder anderen Staaten aufgenommen.

60 Jahre italienische Gastarbeiter in Niedersachen

Am 17. Januar 1962 traf der erste Zug mit italienischen Gastarbeitern in Wolfsburg ein. Die Männer kamen um zu arbeiten, die Familien zogen nach und Wolfsburg bzw. Niedersachsen wurde zur ihrer neuen Heimat.

Die damaligen „Gastarbeiter“ wurden zu Kollegen, Freunden und Verwandten. Es entwickelte sich über die Jahre eine enge Verbundenheit, die heutzutage nicht mehr wegzudenken ist. Am 17.01.2022 wurde dieser Tag am Bahnhof in Wolfsburg pandemiekonform gefeiert. Viele Gäste, darunter auch „Gastarbeiter der ersten Stunde“, nahmen an den Feierlichkeiten teil.

Doris Schröder-Köpf, Niedersächsische Landesbeauftragte für Migration und Teilhabe, äußerte in diesem Zusammenhang: „Das heutige Niedersachsen hätte sich ohne die italienischen Einflüsse der vergangenen 60 Jahre wirtschaftlich und sozial zu einem anderen Land entwickelt. Wir können uns glücklich schätzen, dass die damaligen Gastarbeiter in Niedersachsen eine neue Heimat fanden und nun Teil unserer vielfältigen Gesellschaft sind.“