Landesbeauftragte tauscht sich mit Vorstandsvorsitzenden der Stelle für Jesidische Angelegenheiten aus

Am 09. Februar kam die Landesbeauftragte für Migration und Teilhabe, Doris Schröder-Köpf, in einem digitalen Austausch mit dem Vorstandsvorsitzenden der Stelle für Jesidische Angelegenheiten, Herrn Gohdar Alkaidy, zusammen.

Herr Alkaidy informierte Frau Schröder-Köpf über den Stand zur anstehenden Anhörung der Petition „Anerkennung des Völkermordes an den Jesiden“ am 14. Februar im Petitionsausschuss des Bundestages. Ferner berichtete er über die Lage der rund 350.000 jesidischen Flüchtlinge, die immer noch in Zelten in Flüchtlingslagern im Irak ausharren und auf die Rückkehr in ihre Heimat hoffen. Auch stellte er die Arbeit der Stelle für Jesidische Angelegenheiten vor. Frau Schröder-Köpf brachte ihre Wertschätzung für das ehrenamtliche Engagement des Vereins zum Ausdruck und betonte, wie wichtig dieser Einsatz für die jezidischen Communities in Deutschland sei. Aus Niedersachsen berichtete sie über das Dokumentations-  und Bildungsprojekt zum Völkermord an den Ezidinnen und Eziden mit Sitz in Celle, das von der Stiftung Niedersächsische Gedenkstätten/ Gedenkstätte Bergen-Belsen in Kooperation mit Women for Justice e.V..  durchgeführt wird und im Oktober 2021 seine Forschungsarbeit aufgenommen hat.

Qualität entsteht im Dialog!

Auf Einladung des Caritasverbandes Hannover e.V. und dem Landtagsabgeordneten, Alptekin Kirci, hat heute, dem 08.02.2022, die Veranstaltung „Qualität entsteht im Dialog!“ im Rahmen einer Videokonferenz stattgefunden.

Diskutiert wurde über die Herausforderungen von Geflüchteten sich in den Arbeitsmarkt zu integrieren. Hierbei wurde deutlich, dass offene Arbeits- und Ausbildungsplätze unbesetzt bleiben, obgleich sich willige Arbeitskräfte bereits in Deutschland befinden.

„Die Hürden eine Arbeit aufzunehmen sind für geflüchtete Menschen immer noch konträr zu der Nachfrage am Arbeitsmarkt. Insbesondere Fachkräfte, die bereits schon in Deutschland leben, werden in den Betrieben gebraucht und sollten schnellstmöglich eine Zukunftsperspektive erhalten.“, so die Niedersächsische Landesbeauftragte für Migration und Teilhabe.

Xinnian kuaile! Landesbeauftragte gratuliert zum chinesischen Neujahrsfest

Anlässlich des heute beginnenden chinesischen Neujahrsfestes gratuliert die Landesbeauftragte für Migration und Teilhabe, Doris Schröder-Köpf, allen Feiernden und sendet ihre persönlichen Grüße aus:

„Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, die Sie heute und in den kommenden Tagen das chinesische Neujahrsfest begehen:

ich wünsche Ihnen schöne Momente des familiären Beisammenseins und viel Zuversicht für das nach dem Mondkalender nun anbrechende neue Jahr. Möge das neue Jahr – im Zeichen des Tigers – Ihnen Glück bringen! Ganz besonders schön ist auch die Tradition der Laternen, die viele von Ihnen am Ende dieser Zeit entzünden. Dieses Licht kann uns allen die dunkle Jahreszeit erhellen und die Vorfreude auf den Frühling wecken!“

Weitere Informationen zu den Feierlichkeiten finden Sie hier:

Chinesisches Neujahrsfest

Weil und Schröder-Köpf starten Wettbewerb zum Niedersächsischen Integrationspreis 2022

Integration von Kindern und Jugendlichen – gemeinsam stark
in die Zukunft!

Die Niedersächsische Landesbeauftragte für Migration und Teilhabe, Doris Schröder-Köpf,
startet am (heutigen) Montag gemeinsam mit Ministerpräsident Stephan Weil den
Wettbewerb um den Niedersächsischen Integrationspreis 2022.

Der Preis ist mit insgesamt 24.000 Euro dotiert. Es werden vier Preise zu jeweils 6.000 Euro vergeben. Zusätzlich vergibt das Bündnis „Niedersachsen packt an“ einen Sonderpreis in Höhe von 6.000 Euro. Die Verleihung des Integrationspreises erfolgt bereits zum dreizehnten Mal. Auch der Sonderpreis wird bereits zum siebten Mal verliehen. Das Motto lautet in diesem Jahr „Integration von Kindern und Jugendlichen – gemeinsam stark in die Zukunft!“.

Kinder und Jugendliche verfügen über die Fähigkeit, sich besonders gut und schnell einzuleben und
ihre Erfahrungen an ihre Familien weiterzugeben.

Der Wettbewerb richtet sich an Vereine, Verbände, Institutionen, Initiativen, Stiftungen,
Kindergärten und Schulen. Ausgezeichnet werden soll, wer sich mit neuen Ideen und
spannenden Umsetzungen in besonderer Weise für gelebte Integration einsetzt. Gesucht
werden entscheidende Beiträge zu einer gleichberechtigten interkulturellen Teilhabe am
Gemeinwesen.

Ziel ist es, gute Projekte und Ansätze öffentlich zu machen und gleichzeitig dazu zu
ermuntern, derartigen Beispielen zu folgen und neue Ideen zu entwickeln.

Integration bedeutet nicht, die eigenen Wurzeln aufzugeben, sondern die Möglichkeit, in
einer neuen Umgebung weiter zu wachsen. Mit Integrationserfolgen in jungen Jahren werden
die Weichen gestellt und die späteren Chancen auf Erfolg und Teilhabe geprägt.

Es ist der Niedersächsischen Landesregierung ein wichtiges politisches Anliegen, die
vielfältigen Potentiale junger Menschen mit Migrationshintergrund zu fördern. Deshalb sollen
Institutionen, Vereine, Verbände, Initiativen, Kindergärten und Schulen mit dem
Niedersächsischen Integrationspreis ausgezeichnet werden, die sich in diesem Bereich mit
innovativen Ideen hervorheben.

Bewerbungen oder Vorschläge sind vorzugsweise per E-Mail an

integrationspreis@stk.niedersachsen.de

oder ansonsten per Post an

Niedersächsische Staatskanzlei
Stichwort „Niedersächsischer Integrationspreis 2022“
Planckstr. 2
30169 Hannover
zu richten.

Bewerbungsschluss ist Sonntag, der 27.02.2022.

Das Formular „Bewerbung zum Niedersächsischen Integrationspreis 2022“ finden Sie unter:
http://www.migrationsbeauftragte-niedersachsen.de

Hintergrund zur Vergabe des Niedersächsischen Integrationspreises:
Aus den Bewerbungen und Vorschlägen wählt eine unabhängige, namhaft besetzte Jury
unter dem Vorsitz von Doris Schröder-Köpf die Preisträgerinnen und Preisträger aus, die
nach derzeitigem Stand in einem Festakt zum Ende des Jahres ausgezeichnet werden sollen.


Landesbeauftragte trifft Vorsitzenden des Osnabrücker Migrationsbeirates

Am 26.01.2022 hat sich die Landesbeauftragte für Migration und Teilhabe, Doris Schröder-Köpf, mit dem Vorsitzenden des Osnabrücker Migrationsbeirates, Vëllaznim Haziri, getroffen. Dieser berichtete unter anderem über das Programm DEMOKRATIE.MACHT.INTEGRATION, das es sich erfolgreich zur Aufgabe macht, Menschen mit Zuwanderungsbiografie kommunalpolitisch zu fördern und in Mandate zu bringen. Unterstützt werden Teilnehmende mit Tandem-Mentoring und Team-Mentoring.

Hintergrund des Programmes ist der Mangel an Menschen mit Zuwanderungsbiografie in den kommunalen Parlamenten. Dieser ist auf verschiedene Aspekte zurückzuführen, hat jedoch zur Folge, dass einige Lebenswelten und Gesellschaftsgruppen eklatant unterrepräsentiert sind – während andere überproportional vertreten sind.

Gemeinsam mit Frau Schröder-Köpf möchte Herr Haziri das Erfolgsprogramm auch in anderen niedersächsischen Städten etablieren. Weitere Informationen folgen.

ser_upload/2019_DEMOKRATIE.MACHT.INTEGRATION_2020__P015657904_.pdf

Schröder-Köpf informiert sich über das Projekt „FERMAN – ein Dokumentations- und Bildungsprojekt zum Ferman (Völkermord) an den Ezid_innen“

Am 19.1. kam die Niedersächsische Landesbeauftragte für Migration und Teilhabe, Doris Schröder-Köpf, in einer Video-konferenz mit den Projektleiterinnen Diana Gring und Dr. Leyla Ferman des Projekts FERMAN zusammen, um sich über den Stand des im Oktober 2021 gestarteten Projektes zum Völkermord an den Ezid_innen zu informieren. Das Projekt FERMAN wird von der Stiftung niedersächsische Gedenkstätten/Gedenkstätte Bergen-Belsen gemeinsam mit dem Projektpartner Women for Justice e.V. umgesetzt und hat seinen Sitz in Celle. Über eine Projektlaufzeit von zwei Jahren wird umfänglich zum Völkermord an den Ezid_innen geforscht, Interviews mit Überlebenden geführt, Material gesammelt, eine Website konzipiert und Veranstaltungen unterschiedlicher Art organisiert. Gefördert wird das Projekt von der Bundesbeauftragten für Kultur und Medien, der Lotto-Sport-Stiftung und der Stiftung Niedersachsen. Die Projektleiterinnen Ferman und Gring machten deutlich, dass es eine besondere Herausforderung sei, an einem anhaltenden Völkermord zu forschen und wie wichtig dies sei vor dem Hintergrund, dass in Niedersachsen zwar eine der größten ezidischen Communities in ganz Deutschland lebe, aber dennoch nur wenig über die jahrhundertelange Verfolgungsgeschichte der Ezid_innen und den Völkermord von 2014 bekannt sei. Hintergrund: Der Begriff „Ferman“ ist die ezidische Bezeichnung für Völkermord, vergleichbar mit den Begriffen „Holocaust“, „Shoah“ und „Porajmos“ für die Vernichtung der Jüdinnen und Juden und der Sinti_zze und Rom_nja. „Ferman“ wurden Verordnungen im Osmanischen Reich genannt, mit denen auch Verfolgungsmaßnahmen und Pogrome an der ethno-religiösen Minderheit der Ezid_innen veranlasst wurden. Als „Ferman“ bezeichnen die Ezid_innen somit auch jenen Völkermord, der am 3. August 2014 begann, als im Gebiet Sinjar im Nordirak die Terrormiliz des sogenannten Islamischen Staats (IS) einfiel. Männer und Ältere wurden erschossen. Über 6000 Menschen, vor allem Frauen und Kinder, wurden versklavt – von etwa 2800 fehlt nach wie vor jede Spur. Noch immer leben zehntausende Ezid_innen in Flüchtlingslagern, andere wurden in Deutschland oder anderen Staaten aufgenommen.

60 Jahre italienische Gastarbeiter in Niedersachen

Am 17. Januar 1962 traf der erste Zug mit italienischen Gastarbeitern in Wolfsburg ein. Die Männer kamen um zu arbeiten, die Familien zogen nach und Wolfsburg bzw. Niedersachsen wurde zur ihrer neuen Heimat.

Die damaligen „Gastarbeiter“ wurden zu Kollegen, Freunden und Verwandten. Es entwickelte sich über die Jahre eine enge Verbundenheit, die heutzutage nicht mehr wegzudenken ist. Am 17.01.2022 wurde dieser Tag am Bahnhof in Wolfsburg pandemiekonform gefeiert. Viele Gäste, darunter auch „Gastarbeiter der ersten Stunde“, nahmen an den Feierlichkeiten teil.

Doris Schröder-Köpf, Niedersächsische Landesbeauftragte für Migration und Teilhabe, äußerte in diesem Zusammenhang: „Das heutige Niedersachsen hätte sich ohne die italienischen Einflüsse der vergangenen 60 Jahre wirtschaftlich und sozial zu einem anderen Land entwickelt. Wir können uns glücklich schätzen, dass die damaligen Gastarbeiter in Niedersachsen eine neue Heimat fanden und nun Teil unserer vielfältigen Gesellschaft sind.“

Projekt „Erfolgsgeschichten aus Niedersachsen“

Der Video-Wettbewerb „Erfolgsgeschichten aus Niedersachsen“ vom Bündnis „Niedersachsen packt an“ ist in eine neue Runde gegangen. Integration ist eine der wichtigsten Aufgaben für uns in Niedersachsen und bundesweit. Das Bündnis NIEDERSACHSEN PACKT AN möchte mit dem Projekt „Erfolgsgeschichten aus Niedersachsen“ ein Zeichen für gelungene Integration setzen und echte Integrationserfolgsgeschichten sichtbar machen.

Um möglichst viele Geschichten gelungener Integration zeigen zu können und damit die positive Haltung für die Integration zugewanderter Menschen zu verstärken, laden wir Sie ein, einen kurzen, selbstgefilmten Beitrag ihrer „Erfolgsgeschichte“ an erfolgsgeschichten@ausniedersachsen.de zu senden.

Die eingesendeten Beiträge werden insbesondere auf dem YouTube-Kanal „Erfolgsgeschichten aus Niedersachsen“ (https://www.youtube.com/Erfolgsgeschichtenausniedersachsen) veröffentlicht. Unter allen bis zum 31.03.2022 registrierten Einsendungen wird die „Erfolgsgeschichte 2021“ gekürt und ausgezeichnet. Nähere Informationen zum Projekt gibt es unter www.es-kommt-auf-uns-an.de

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Johanniter impfen ab 20. Januar 2022 Menschen ohne Papiere in Hannover

Ab kommender Woche wird es eine Anlaufstelle zur Impfung gegen Covid-19

für Menschen ohne Papiere, ohne Aufenthaltsgenehmigung, ohne

Krankenversicherung oder festen Wohnsitzt geben.

Durch die Johanniter wird unter folgender Adresse geimpft:

Diakonisches Werk,

Ebhardtstr. 2,

30159 Hannover,

Mo-Fr von 9-17h,

ohne Terminvereinbarung,

Mo-Fr von 9-17h.

Das Team wird entsprechend geschult sein, sodass es einen reibungslosen Ablauf auch

ohne persönliche Nachweise geben kann, so die Region.

Ab dem kommenden Donnerstag, 20. Januar 2022, können sich Menschen mit

einem Impfwusch dort vorstellen. Wenn kein Impfpass existiert wird vor

Ort ein ersätzendes, gleichwertiges Dokument ausgestellt auf dem auch

die folge Impfungen dokumentiert werden können und das zum 3-G-Nachweis

genutzt werden kann.

Landesbeauftragte für Migration und Teilhabe wünscht orthodoxen Christinnen und Christen ein gesegnetes Weihnachtsfest

Das Weihnachtsfest zur Geburt Christi wird im Christentum an verschiedenen Tagen gefeiert. Während die katholischen und protestantischen Christinnen und Christen traditionell zwischen dem 24. und 26. Dezember feiern, wird bei einem Großteil der orthodoxen Christinnen und Christen am 06. und 07. Januar gefeiert.

Die unterschiedlichen Feiertage sind auf eine Kalenderreform Papst Gregors aus dem Jahr 1582 zurückzuführen. Aufgrund unterschiedlicher Auslegungen entstanden verschiedene Festtage. Alle Tage haben jedoch den gleichen Hintergrund, die Geburt Jesu Christi.

„Ich wünsche allen orthodoxen Christinnen und Christen ein ruhiges, gesegnetes und schönes Weihnachtsfest! Frohe Weihnachten und bleiben Sie gesund!“ Doris Schröder-Köpf, Niedersächsische Landesbeauftragte für Migration und Teilhabe.

Weihnachtsgrüße der Landesbeauftragten

Sehr geehrte Damen und Herren,

liebe Leserinnen und Leser dieser Homepage,

das Jahr 2021 neigt sich dem Ende zu – Zeit für mich, ein paar Momente und Entwicklungen Revue passieren zu lassen.

Noch immer hält die Corona-Pandemie uns in Atem. Zudem zeigen politische Veränderungen, dass etwas im Aufbruch ist.

Erinnern wir uns an das erste Quartal des Jahres 2021, so kommen Bilder der US-Präsidentschaftswahl in unseren Kopf. Mit Entsetzen haben Demokratinnen und Demokraten weltweit den Sturm auf das Kapitol verfolgt. Anhängerinnen und Anhänger des abgewählten Präsidenten Donald Trump besetzten das hohe Haus. Infolgedessen kamen fünf Menschen ums Leben, zahlreiche Menschen wurden verletzt. Es waren erschütternde Bilder, die uns aus Washington erreichten. Einmal mehr wurde klar, dass die Gemäßigten und moderaten Stimmen weltweit dringender denn je gebraucht werden, um Verschwörungstheorien, Polarisierung und Hass entgegenzutreten. Das sehen wir auch, wenn wie in Sachsen derzeit Fackelmärsche zu den Privatwohnungen von Politikerinnen und Politikern erfolgen – wir müssen uns denen in den Weg stellen, die glauben, dass Einschüchterung uns vom richtigen Weg abbringt und den Dialog mit denen suchen, die für rationale Argumente noch erreichbar sind. Denn, wie sagte der ehemalige Bundespräsident Richard von Weizsäcker:

„Demokratische Freiheit ist auch in stürmischen Zeiten der beste Kompass.“

Der Begriff Freiheit bekommt in der Corona-Pandemie eine ganz neue Bedeutung. Freiheit impliziert in diesen Zeiten auch die Pflicht, den Schutz unserer Mitmenschen zu priorisieren. Für uns als Gesellschaft ist und bleibt Solidarität elementar. Denn auch jetzt sehen wir wieder, dass wir nur gemeinsam den Kampf gegen das heimtückische Virus, das deutschlandweit bisher 100.000 Todesopfer gefordert hat, gewinnen können.

Auch für die Migrationspolitik birgt die Pandemie weiterhin Herausforderungen.

Sprachkurse konnten und können auch jetzt noch nicht in der Form stattfinden, wie diese notwendig sind und auch viele andere Beratungsangebote konnten nicht wie gewünscht durchgeführt werden. Es fehlte vielerorts auch an ausreichendem technischem Equipment und Internetanschlüssen für Menschen mit Flucht- und Zuwanderungsbiografie. Damit die Pandemie uns im Bereich Migration und Teilhabe nicht um Jahre zurückwirft, haben sowohl die Landes- als auch die neue Bundesregierung bereits Maßnahmen ergriffen. In Niedersachsen konnten wir beispielsweise drohende Kürzungen im Haushalt für die Jahre 2022/23 im Bereich Migration und Teilhabe stoppen. In einem gemeinsamen Kraftakt der Regierungsfraktionen ist es uns gelungen, die fehlenden Mittel für die Fortführung dringender Integrationsmaßnahmen zu kompensieren – ein großer Erfolg, der uns in Niedersachsen unter anderem den Erhalt unserer gut funktionierenden Strukturen in der Migrationsberatung sichert.

Als Landesbeauftragte für Migration und Teilhabe habe ich mich hierfür besonders vehement eingesetzt. Die Beraterinnen und Berater leisten mit ihrer Expertise täglich Großartiges, um Migrantinnen und Migranten dabei zu unterstützten, bei uns in Niedersachsen anzukommen und sich eine eigene Existenz aufzubauen. Ihnen allen sei an dieser Stelle ausdrücklich gedankt!

Zudem nimmt Niedersachsen 25 Millionen Euro für ein Sofortprogramm in die Hand, um Kindern und Jugendlichen zu helfen. Das Geld soll Freizeitangebote fördern und dazu beitragen, dass Kinder und Jugendliche sich in Zukunft wieder uneingeschränkt ausleben können. Insbesondere den Familien, die es bereits vor der Pandemie schwer hatten, wird das sogenannte Zukunftsprogramm der Landesregierung helfen. Das ist ein sehr wichtiger Schritt, der auch für Familien mit Flucht- und Zuwanderungsbiografie entscheidende Entlastung und Unterstützung bringen kann.

Des Weiteren stimmt auch der Kurs der neuen Bundesregierung in Bezug auf das Thema Migration optimistisch.

Es zeigt sich deutlich, dass die neue Regierung sich ausdrücklich dazu bekennt, dass Deutschland ein Einwanderungsland ist. Im Koalitionsvertrag wird beispielsweise das Thema Einbürgerungen benannt – diese sollen nun bereits nach fünf statt erst nach acht Jahren möglich sein, bei besonderen Integrationsleistungen sogar nach drei Jahren. Auch die Anerkennung von ausländischen Bildungs- und Berufsabschlüssen soll vereinfacht und beschleunigt werden – ein Aspekt, den wir auch in Niedersachsen oft angeregt haben. Als Landesbeauftragte für Migration und Teilhabe freue ich mich über viele progressive Ansätze im Bereich Migration und begrüße auch die neue Staatsministerin für Integration, Reem Alabali-Radovan, herzlich in Ihrem Amt.

Mit diesen Rück- und Ausblicken auf das Jahr 2021 und darüber hinaus wünsche ich Ihnen, liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, eine besinnliche Weihnachtszeit. Für den Ausklang des Jahres wünsche ich uns allen zudem Zuversicht und Gesundheit und schließe mit den folgenden Worten von Martin Luther King, die uns auch im Jahr 2022 tragen können:

„Die Botschaft von Weihnachten: Es gibt keine größere Kraft als die Liebe. Sie überwindet den Hass wie das Licht die Finsternis.“

Internationaler Tag der Migrantinnen und Migranten am 18.12.2021

Die Landesbeauftragte für Migration und Teilhabe, Doris Schröder-Köpf, erinnert heute – am Internationalen Tag der Migrantinnen und Migranten – an die niedersächsische Geschichte und hebt hervor, wie sehr Niedersachsen durch Migration seit Jahrzehnten bereichert und geprägt wurde.