Beiträge

„Gefahren für die Willkommenskultur“: Themenabend in der Gemeinde der Auferstehungskirche in Hannover

Am Montag, den 27. Februar referierte die Niedersächsische Landesbeauftragte für Migration und Teilhabe, Doris Schröder-Köpf, zum Thema „Gefahren für die Willkommenskultur in Niedersachsen“. Dazu eingeladen hatte die Gemeinde der ev.-luth. Auferstehungskirche in Hannover. Weiterlesen

Erklärung der Landesbeauftragten für Migration und Teilhabe, Doris Schröder-Köpf, zum Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus am 27. Januar 2017

„Auch 72 Jahre nach der Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau und der Konzentrationslager Auschwitz gibt es immer noch Menschen, die abscheuliche Aussagen treffen wie der AfD-Politiker Höcke. Auch Anschläge auf Flüchtlingsunterkünfte, Gewalttaten gegen Schutzsuchende, rassistische Hetze im Internet oder auf der Straße sind Alltag in Deutschland. Rassistisches Denken breitet sich wieder in der Mitte der Gesellschaft aus. Deshalb sind wir alle gefordert und müssen nicht nur an einem Tag wie heute mahnen: Weh­ret den Anfängen! Wir dürfen nicht wegschauen und nicht schweigen. Hetzern, Populis­ten und rechtem Terror müssen wir entschlossen entgegentreten!

Die mahnenden Worte des damaligen Bundespräsidenten Herzog aus dem Jahre 1996 sind nach wie vor aktuell. Er sagte an­lässlich der Proklamation des Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus, ‚die Erinnerung darf nicht enden; sie muss auch künftige Ge­nerationen zur Wachsamkeit mahnen. Es ist deshalb wichtig, nun eine Form des Erinnerns zu finden, die in die Zukunft wirkt. Sie soll Trauer über Leid und Verlust ausdrücken, dem Gedenken an die Opfer gewidmet sein und jeder Gefahr der Wiederholung entgegenwirken‘.“

Hintergrund:
Der am 10. Januar 2017 verstorbene Bundespräsident Roman Herzog proklamierte 1996 den 27. Januar als
Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus. Seitdem ist dies ein bundesweiter gesetzlicher Gedenktag. Er bezieht sich als Jahrestag auf den 27. Januar 1945, den Tag der Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau und der beiden anderen Konzentrationslager Auschwitz durch die Rote Armee. Im Jahr 2005 wurde der 27. Januar von den Vereinten Nationen zum „Internationalen Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust erklärt.


thumbnail of 013-Landesbeauftragte zum Tag des Gedenkens an den Nationalsozialismus

Pressemitteilung (Pdf)

Gegen Fremdenfeindlichkeit: Bündnis plant Demo in Barsinghausen

Die Bürgerinnen und Bürger in Barsinghausen setzen ein deutliches Zeichen gegen den am 23. Januar 2016 verübten Brandanschlag auf eine geplante Flüchtlingsunterkunft. Unter dem Motto „Für unser Barsinghausen: weltoffen, mitfühlend und hilfsbereit“ ist am kommenden Mittwoch, den 27.01.2016, in Barsinghausen eine Protest-Kundgebung geplant. Weiterlesen

Staatsministerin Özoğuz zu Handlungsempfehlungen gegenüber Islamfeindlichkeit und islamistischem Extremismus

Mitteilung des Presse- und Informationsamts der Bundesregierung: Staatsministerin Özoğuz zu Handlungsempfehlungen gegenüber Islamfeindlichkeit und islamistischem Extremismus.

Ein Expertengremium der Friedrich-Ebert-Stiftung hat am Mittwoch, 11. November 2015, zentrale Handlungsempfehlungen gegenüber Islamfeindlichkeit und islamistischem Extremismus vorgestellt. Diese Studie ist im Volltext hier erhältlich.

Dazu erklärt die Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration, Staatsministerin Aydan Özoğuz:

„Die deutsche Einwanderungsgesellschaft steht vor einer doppelten Herausforderung: Auf der einen Seite machen fremdenfeindliche Gewalttäter mit einem völlig falschen Islambild Stimmung gegen Zuwanderer. Auf der anderen Seite müssen wir uns besser gegen die Gefahr des islamistischen Extremismus aufstellen. Das Expertengremium der Friedrich-Ebert-Stiftung hat nun zahlreiche Handlungsanweisungen erarbeitet, mit denen wir islamfeindlichen Einstellungen entgegenwirken und Deradikalisierungsmaßnahmen anstoßen können. Ich unterstütze den Vorschlag, islamfeindliche Straftaten zu erfassen. Genauso ist es notwendig, dass wir bereits in den Flüchtlingsunterkünften, in Moscheen und Jugendzentren Präventionsarbeit gegen Anwerbungsversuche von Salafisten durchführen. Wir brauchen ein Beratungsnetzwerk gegen islamistischen Extremismus, so wie es sich in der Auseinandersetzung mit dem Rechtsextremismus in den vergangenen 15 Jahren entwickelt hat. Zwar gibt es Modellprojekte und Praxiswissen, aber keine bundesweite Vernetzung. Sinnvoll wäre auch, wissenschaftliche Forschung über Radikalisierungsprozesse stärker zu fördern. In unserer Gesellschaft wird der Islam immer noch viel zu oft als „Blackbox“ behandelt – es ist Zeit, dass wir den Islam entmystifizieren. Nur wenn wir mehr voneinander wissen, lassen sich Ängste, Stereotype und Vorbehalte, mit denen das Muslimbild in unserem Land immer noch belegt ist, abbauen.“

zur Pressemitteilung auf der Webseite des Presse- und Informationsamtes (11.11.2015).

Informationen über die Konferenz der Friedrich-Ebert-Stiftung sowie zu den erarbeiteten Handlungsempfehlungen finden Sie auf der Webseite der Stiftung.