Aufgaben und Ziele der Landesbeauftragten für Migration und Teilhabe

 

Ministerpräsident Stephan Weil erklärte bei der Ernennung, dass die Landesbeauftragte für Migration und Teilhabe die Anwältin der Menschen mit Migrationshintergrund sei. In diesem Sinne möchte Doris Schröder-Köpf in ihrer ehrenamtlichen Funktion als Landesbeauftragte eine Fürsprecherin sein, die beratend tätig ist und sich dafür einsetzt, dass die Interessen von Menschen mit Migrationshintergrund angemessen berücksichtigt werden.

Ziel ist die rechtliche, gesellschaftliche und kulturelle Teilhabe der in Niedersachsen lebenden Menschen mit Migrationshintergrund.

Die ehrenamtliche Tätigkeit der Niedersächsischen Landesbeauftragten für Migration und Teilhabe umfasst folgende Aufgabengebiete:

  • Vertretung der Belange der Migrantinnen und Migranten gegenüber dem Niedersächsischen Landtag und der Landesregierung
  • Beteiligung an der Erarbeitung von Gesetzesentwürfen, Verordnungen, Verwaltungsvorschriften und Richtlinien mit ausländerrechtlichem und migrationspolitischem Bezug
  • Ständiger Gaststatus mit Rederecht in der Härtefallkommission des Niedersächsischen Innenministeriums
  • Unterstützung der kommunalen Ausländerbeauftragten und der im Ausländer- und Integrationsbereich aktiven Vereine und Institutionen
  • Ansprechpartnerin für die Verbände der Spätaussiedlerinnen und Spätaussiedler sowie Heimatvertriebenen
  • Entgegennahme und Bearbeitung von Bitten und Eingaben
  • Mitwirkung in verschiedenen Gremien zur Gestaltung der Migrationspolitik
  • Teilnahme an Konferenzen und Veranstaltungen
  • Öffentlichkeitsarbeit und Information der Bevölkerung

Darüber hinaus wird die Landesbeauftragte für Migration und Teilhabe immer dann ihre Stimme erheben, wenn Menschen in dem Bereich von Migration und Teilhabe der Unterstützung bedürfen – z.  B.  nach Niedersachsen kommende Arbeitsmigrantinnen und -migranten, Flüchtlinge, Armutsmigrantinnen und -migranten oder seien es schon lange hier lebende Menschen mit Migrationshintergrund.

Das zentrale Anliegen der Landesbeauftragten für Migration und Teilhabe ist die Humanisierung der Flüchtlings- und Asylpolitik.

Zur Wahrnehmung ihrer Aufgaben wird die Landesbeauftragte für Migration und Teilhabe durch ein Verbindungsbüro in der Niedersächsischen Staatskanzlei inhaltlich und organisatorisch unterstützt.