Ministerpräsident Weil und die Landesbeauftragte für Migration und Teilhabe Schröder-Köpf wünschen allen Musliminnen und Muslimen einen gesegneten Fastenmonat Ramadan

Ramadan beginnt in diesem Jahr am 24. April und findet am 26.05.2020 nach einem dreitägigen Fest, dem Eid al-Fitr, seinen feierlichen Abschluss. Ministerpräsident Stephan Weil und Doris Schröder-Köpf senden allen Musliminnen und Muslimen in Niedersachsen ihre herzlichen Grüße und wünschen trotz oder auch gerade wegen der Corona-Pandemie eine gesegnete Fastenzeit.

„Möge von dem diesjährigen Ramadan ein Zeichen der Hoffnung, des Friedens, des gegenseitigen Respekts und der Solidarität ausgehen. Das alles brauchen wir heute angesichts der Herausforderungen, vor die uns das Corona-Virus stellt, vielleicht mehr denn je“, so Ministerpräsident Weil. „Ich möchte mich bei den vielen Musliminnen und Muslimen sowie auch bei den Moscheegemeinden in Niedersachsen herzlich bedanken, die durch ihr umsichtiges und verantwortungsvolles Verhalten dazu beigetragen haben, dass der Anstieg der Corona-Infektionen gebremst werden konnte. Bitte halten Sie sich auch im Ramadan weiterhin an die Kontaktbeschränkungen, die Abstands- und Hygieneregeln und achten Sie auf Ihre Gesundheit!“

Für Muslime ist der Ramadan eine Zeit der inneren Einkehr und der Reflexion. Ramadan steht aber auch für sozialen und kulturellen Austausch, für Empathie und Mitgefühl. Für gewöhnlich laden im Ramadan viele Muslime allabendlich Freunde und Nachbarn zum Fastenbrechen ein, um ihre Verbundenheit mit ihnen zu zeigen und das Zusammengehörigkeitsgefühl zu stärken. Darauf muss in diesem Jahr wegen des Corona-Virus verzichtet werden.

Gerichtet an die Musliminnen und Muslime, sagte Schröder-Köpf: „Besonders enttäuschend und belastend muss es für Sie sein, dass angesichts der diesjährigen Corona-Präventionsmaßnahmen die abendlichen Zusammenkünfte nicht oder nur mit sehr großen Einschränkungen möglich sind. Insbesondere der Verzicht auf das gemeinsame Gebet in der Moschee als Ort der Kontemplation und des Treffpunktes für Jung und Alt muss Ihnen sehr schwer fallen. Ich kann dies sehr gut nachempfinden, denn auch ich – so wie viele andere Christinnen und Christen – haben den Gottesdienst, das gemeinsame Gebet in der Kirche und das Zusammenkommen in großer Familie an Ostern sehr vermisst“, so Schröder-Köpf weiter. Im diesjährigen Ramadan gelte es solidarisch zusammenzuhalten und zwar mit Abstand.

Hintergrund:

Nach islamischer Überlieferung wurde im Fastenmonat Ramadan der Koran, das heilige Buch der Muslime, verkündet. Das 30-tägige Fasten im Fastenmonat Ramadan ist eine der fünf Säulen/Pflichten des Islam und endet mit einem dreitägigen Fest, das „Eid il-Fitr beziehungsweise Zuckerfest“ genannt wird. Das tägliche Fasten zuvor verpflichtet die Gläubigen vom Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang auf Nahrungsverzicht. Sie sollen sich ganz der inneren Einkehr hingeben, dadurch Gott, sich selbst und den Mitmenschen näher kommen. Während des anschließenden Festes werden Süßigkeiten verteilt und Segenswünsche ausgesprochen. Das Süße im Mund soll das Ende von Kummer und Leid und die Wiederherstellung einer harmonischen Ordnung symbolisieren. In Niedersachsen leben circa 250.000 bis 300.000 Menschen muslimischen Glaubens verschiedener Herkunft, Ausrichtung und Tradition.

 

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