Kabinett billigt Eckpunktepapier zur Interkulturellen Öffnung der Landesverwaltung – Ausbildungs- und Studiengänge sollen weiterentwickelt, Beschäftigte fortgebildet werden

Die Gesellschaft verändert sich und die Landesverwaltung ändert sich mit. Die zunehmende gesellschaftliche Vielfalt ist Anlass für die Niedersächsische Landesregierung, die interkulturelle Offenheit und Kompetenz in den Einrichtungen des Landes hervorzuheben. Das Kabinett hat am Dienstag, 4.12.2018, das Eckpunktepapier des Niedersächsischen Sozial- und Gleichstellungsministeriums zur Interkulturellen Öffnung der Landesverwaltung gebilligt. Weiterlesen

Doris Schröder-Köpf, Niedersächsische Landesbeauftragte für Migration und Teilhabe, sendet beste Wünsche zum Chanukka-Fest

„Zum Beginn des jüdischen Lichterfestes Chanukka, das in diesem Jahr vom 3. bis 10. Dezember gefeiert wird, wünsche ich allen jüdischen Mitbürgerinnen und Mitbürgern besinnliche und fröhliche Feiertage im Kreise ihrer Familien und Freunde. Weiterlesen

Landesbeauftragte eröffnet die 3. Fachtagung „Migranetz“

„Wir brauchen mehr Menschen mit Migrationshintergrund für den Lehrberuf. Hier ist noch mehr Anstrengung und Zielstrebigkeit erforderlich. An Niedersachsens Schulen sollte sich der Querschnitt unserer Einwanderungsgesellschaft nicht nur in der Schülerschaft, sondern auch in den Lehrerzimmern abbilden“, so Schröder-Köpf in ihrem Grußwort. Weiterlesen

Gegen Mobbing an Schulen: Offizieller Startschuss für das Bundesprogramm „Respekt Coaches/Anti-Mobbing-Profis“

Bundesfamilienministerin Giffey und Landessozialministerin Reimann treffen in Hannover mehr als 100 Respekt Coaches. Weiterlesen

Erfolgreicher Auftakt: Begegnungsreihe der Landesbeauftragten mit „Nordstadt tischt auf“ in Hildesheim gestartet

Am vergangenen Donnerstag, 8. November 2018, fiel in der Hildesheimer Nordstadt im Rahmen der Bewohner-Tafel „Nordstadt tischt auf“ der Startschuss zur Begegnungsreihe der Landesbeauftragten für Migration und Teilhabe, Doris Schröder-Köpf. Unter dem Motto „Wir leben zusammen“ wird die Landesbeauftragte in Kooperation mit der LAG Soziale Brennpunkte Niedersachsen e.V. zukünftig Veranstaltungen initiieren, um auf das gute Miteinander in den kulturell vielfältigen Stadtteilen, Nachbarschaften und Wohnquartieren in ganz Niedersachsen aufmerksam zu machen (siehe auch die Ankündigung).

„Wir haben uns für die Hildesheimer Nordstadt als Auftakt entschieden, weil hier die Zusammenarbeit unterschiedlichster Akteure so gut funktioniert“, erklärt Schröder-Köpf. Hier zeige sich die Bedeutung von guter Gemeinwesenarbeit und Netzwerkstrukturen, die maßgeblich von Frank Auracher und seinen engagierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Stadtteilbüros und des Stadtteilvereins Nordstadt.Mehr.Wert e.V. aufgebaut worden seien.

Die Initiative „Nordstadt tischt auf“ ist eine von vielen bestehenden Projekten im Stadtteil, das Menschen zusammen bringt. Und deshalb erwies sie sich auch als passendes Format für den Beginn der Begegnungsreihe: Die Bewohnerinnen und Bewohner stellen von Mai bis Oktober einmal im Monat Speisen und Getränken zum Wohle aller bereit, kommen so auf einen Plausch zusammen und nehmen teil am guten Miteinander in ihrem Stadtteil. Die Initative wird von dem Arbeitskreis Begegnung des Stadtteilvereins mit Sabine Howind als treibende Kraft von der Diakonie Himmelsthür und vielen weiteren aktiven Akteuren mit großem Einsatz und Überzeugung auf die Beine gestellt. Gastgeber ist die Martin-Luther-Kirchengemeinde. „Schließlich lebt Kirche von Begegnung. Da liegt unsere Kompetenz“, erklärt die Diakonin der Gemeinde, Katrin Bode.

Aus Anlass des Auftaktes der landesweiten Begegnungsreihe war der Rahmen der Tafel aber dann doch etwas größer als sonst. So stand an diesem Nachmittag vor der Kirche ein großer Fußball-Court vom Projekt Funah, an einem Tisch konnte gebastelt werden und die Frauengruppe vom TürkGücü backte Waffeln. Dazu hatte die gerade erst gegründete Kinder-Trommelgruppe der Caritas ihren ersten großen Auftritt.

Wie viele Menschen in der Nordstadt aktiv sind, zeigte sich auch im von Markus Kissling von der LAG Soziale Brennpunkte moderierten Gespräch mit Doris Schröder-Köpf. Da erzählte Omar Fahmy vom Projekt Funah, wie Studierende mit Schülern gemeinsam Lernen und Fußball spielen. Zwei „Stadtteilmütter“ der AWO berichteten, wie sie geflüchtete Familien im Alltag unterstützen, und Frank Auracher erklärte, wie Gemeinwesenarbeit im Stadtteilbüro funktioniert.

Auch Katrin Bode freute sich über das große Engagement und ist auch sichtlich stolz auf ihre Kirchengemeinde. „Wir haben uns getraut, nach außen zu gehen und zu schauen, was unser Stadtteil braucht. Ich hoffe, dass wir damit auch andere Gemeinden motivieren können, sich etwas zu trauen.“ Sie glaubt, dass Initiativen wie „Nordstadt tischt auf“ auch für den gesamten Stadtteil eine große Bedeutung haben: „Wenn wir so miteinander feiern können, können wir auch friedlich in unserem Stadtteil miteinander leben.“

„Ich habe viele aktive Menschen in Hildesheim kennengelernt, deren Engagement und Erfahrungen mich tief beeindruckt haben“, resümiert Doris Schröder-Köpf. In diesem Sinne freut sie sich bereits auf die nächste von ihr initiierte Begegnungsveranstaltung, die Anfang des nächsten Jahres stattfinden soll. Auch wenn der Ort noch nicht bestimmt ist, wird auch dann die Begegnung in Vielfalt im Vordergrund stehen: „Wir leben zusammen“.

 

Wider den „blanken Menschenhass“: Doris Schröder-Köpf verurteilt rechte Schändung muslimischer Gräber in Northeim

In der Nacht zum Sonntag, 11. November 2018, haben noch unbekannte Täter mehrere muslimische Gräber auf einem Friedhof in Northeim mit Hakenkreuzen und rechten Symbolen beschmiert.

Die Landesbeauftragte für Migration und Teilhabe, Doris Schröder-Köpf, verurteilt die offensichtlich politisch motivierte Grabschändung als Angriff auf die demokratisch-freiheitliche Grundordnung auf das Schärfste. Weiterlesen

Projekt „Worte helfen Frauen“ unterstützt geflüchtete Frauen mit Übersetzungsleistungen – jetzt auch per Telefon

Eine echte Erfolgsstory

Niedersachsens Sozialministerin Dr. Carola Reimann hat am 8.11.2018 auf dem zweiten Fachtag des Projekts „Worte helfen Frauen“ den Erfolg der Übersetzungsleistungen für geflüchtete Frauen in Niedersachsen herausgestellt. „Viele der ankommenden Frauen kennen die hier geltenden Gesetze nicht so genau. Vor allem haben viele von ihnen keine Vorstellung davon, welche Rechte und Pflichten sie in unserem Land haben. Das Projekt „Worte helfen Frauen“ bietet Betroffenen schnelle, unbürokratische Hilfe.“

Unter dem Motto „Mehr als Sprache“ diskutierten rund 100 Mitarbeitende aus Beratungsstellen, sozialen Einrichtungen und Kommunen darüber, wie sie die Qualität des Übersetzens im Beratungskontext sichern und weiter verbessern können. Durch den Einsatz vieler Ehrenamtlicher stellt die Qualitätssicherung eine Herausforderung dar. Hinzu kommt, dass weltweit immer noch sehr viele Frauen und Mädchen vor Krieg, Verfolgung und Gewalt fliehen. Einige verlassen ihr Herkunftsland, weil sie geschlechtsspezifische Gewalt, wie zum Beispiel Zwangsheirat oder Genitalverstümmelung, fürchten oder erlebt haben. Seit 2015 sind viele Geflüchtete auch nach Niedersachsen gekommen. Der Anteil der zugewanderten Frauen liegt bei ungefähr einem Drittel.

Das Land Niedersachsen entlastet die Beratungseinrichtungen bei den Kosten für die Übersetzungen. Im Jahr 2018 wurden dafür 300.000 Euro bereitgestellt.

Das Projekt „Worte helfen Frauen“ hat sich seit seinem Start vor drei Jahren gut in Niedersachsen etabliert und ist in jeder Beratungsstelle vertreten, die zu frauenspezifischen Fragen informiert. Die Übersetzungsleistungen stehen all denen zur Verfügung, die aufgrund von sexuellen Übergriffen, Gewalterfahrungen, kulturell bedingten Verstümmelungen oder anderen traumatischen Erlebnissen eine Beratungsstelle aufsuchen wollen beziehungsweise ein Gespräch in einer Schwangerenberatungsstelle benötigen. Betroffene, die sich seit dem 1.1.2015 in Deutschland befinden, können die zahlreichen vernetzten Angebote in Frauenhäusern, Schwangerschafts- und Gewaltberatungsstellen, Beratungs- und Interventionsstellen (BISS) sowie bei Gleichstellungsbeauftragten in Anspruch nehmen.

Ein Pilotprojekt mit einem österreichischen Anbieter (SAVD) ergänzt das bestehende Angebot um einen Pool von mehr als 500 Übersetzerinnen und Übersetzern, die speziell zu den Schwerpunkten Gesundheit, Verwaltung, Recht und Soziales geschult sind. Durch diesen Service können sie via Telefon zugeschaltet werden und bei mindestens 14 Sprachen eine Telefonübersetzung innerhalb von zwei Minuten erhalten. Übersetzungen in weitere 50 Sprachen sind innerhalb von 15 Minuten bei vorheriger Terminabsprache möglich. „Viele Beratungen müssen sehr schnell und auf niedrigschwellige Art erfolgen. Ich denke hier besonders an Gespräche zu Schwangerschaftskonflikten sowie bei Gefährdung oder nach erlittener häuslicher Gewalt. Deshalb bin ich froh, dass es zusätzlich die Möglichkeit der Übersetzung per Telefon gibt“, so Dr. Carola Reimann. Einige Beratungseinrichtungen in Niedersachsen haben das Angebot inzwischen schon nutzen können. Geplant sind darüber hinaus weitere Schulungen und Sensibilisierungsmaßnahmen für Beratungskräfte und Übersetzerinnen.

Dr. Carola Reimann verwies zudem auf die hohe Bedeutung kultur- und geschlechtsspezifischer Faktoren, die ein besonders sensibles Vorgehen beim Beraten erforderlich machen: „Die richtige Ansprache und behutsame Wortwahl unter Berücksichtigung der kulturellen Herkunft zu finden, ist sehr wichtig. Deshalb sind sie auf die Hilfe von muttersprachlichen Übersetzerinnen und Sprachmittlerinnen angewiesen.“

Hintergrund:

Das Projekt „Worte helfen Frauen“ ist ein wichtiger Bestandteil des niedersächsischen Gewaltschutzkonzepts, das Ende 2015 vom Niedersächsischen Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung in Zusammenarbeit mit dem Niedersächsischen Ministerium für Inneres und Sport entwickelt wurde. Es unterstützt Beratungsstellen durch die Möglichkeit zur Abrechnung von Übersetzungsdienstleistungen bei Gesprächen mit geflüchteten Frauen. Träger ist der Verein „Gleichberechtigung und Vernetzung e.V.“. Mehr zum Projekt gibt es unter www.worte-helfen-frauen.de.

Pressemitteilung des Niedersächsischen  Ministerium für Soziales,Gesundheit und Gleichstellung:

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Aktuelle Studie bestätigt Verbandshaltung zum Familiennachzug

Hiermit möchten wir Sie auf die Pressemitteilung des Verbandes binationaler Familien und Partnerschaften e.V. und die Aktuelle Studie zur Lebenszufriedenheit von Geflüchteten des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung e.V. aufmerksam machen. Diese Studie bestätigt die jahrelange Forderung des Verbandes binationaler Familien und Partnerschaften e.V.: Familien gehören zusammen und stellen einen Integrationsmotor dar.

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„Schule Plus“: Doris Schröder-Köpf begrüßt Landesförderung für Schulen mit besonderen Herausforderungen

Mit dem Programm „Schule Plus“ unterstützt die Niedersächsische Landesregierung 20 so genannte „Brennpunktschulen“. Schulen in Hannover, Salzgitter, Wilhelmshaven und Delmenhorst werden mit insgesamt 6 Mio. Euro gefördert und sollen ab Februar 2019 zusätzliche Lehrerstunden erhalten. Weiterlesen

Gemeinsam Migrationsgesellschaft gestalten

Am 18. September 2018 haben der Landesverband der Volkshochschulen Niedersachsens und der Niedersächsische Integrationsrat eine Kooperationsvereinbarung unterzeichnet. Weiterlesen

„Jeder geflüchtete Mensch hat das Recht auf ein faires Asylverfahren“: Doris Schröder-Köpf zum „Tag des Flüchtlings“ im Rahmen der IKW 2018

Zum „Tag des Flüchtlings“ am 28. September 2018 im Rahmen der Interkulturellen Woche erklärt die Niedersächsische Landesbeauftragte für Migration und Teilhabe, Doris Schröder-Köpf MdL:

thumbnail of 117-Schröder-Köpf zum Tag des Flüchtlings„Fluchtmigration ist ein globales Phänomen der Menschheitsgeschichte, das unseren europäischen Kontinent stets geprägt hat. Allein in diesem Jahr haben mehr als 85.000 Menschen europäisches Festland betreten, in der Hoffnung auf ein sicheres und friedliches Leben. 1.700 Menschen gelang diese beschwerliche Odyssee nicht, sie starben oder werden vermisst. Ob wir wollen oder nicht: Wir tragen gegenüber diesen flüchtenden Menschen eine humanitäre Verantwortung.“

Angesichts der schweren kriegsbedingten Schicksale und der traumatisierenden Erfahrungen der Flucht sei das Ausmaß an Ausgrenzung, Diskriminierung und Stigmatisierung, dem sich diese Menschen als „Flüchtlinge“ in ganz Europa – auch in Deutschland – ausgesetzt sehen, für freie Gesellschaften schlichtweg bestürzend und beschämend. Mit Blick auf das diesjährige Motto des Tages des Flüchtlings „Rettet das Recht auf Asyl!“ appelliert Schröder-Köpf:

„Als eine der wenigen Verfassungen dieser Erde gewährt das Grundgesetz politisch Verfolgten einen rechtlichen Anspruch auf Asyl. Heute muss umso eindringlicher daran erinnert werden: Jeder Mensch, der sein Land wegen drohender politischer Verfolgung oder unmenschlicher Behandlung verlassen musste, hat das Recht auf ein faires Asylverfahren; dies ist ein Menschenrecht und ein elementarer Bestandteil unserer Demokratie und freiheitlichen Verfassungsordnung.“

Hintergrund:

Die Interkulturelle Woche (IKW) findet 2018 vom 23. bis 29. September statt. Sie steht unter dem Motto „Vielfalt verbindet“. Die IKW ist eine Initiative der Deutschen Bischofskonferenz (DBK), der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und der Griechisch-Orthodoxen Met­ropolie. Sie findet seit 1975 jährlich Ende September statt und wird von Kirchen, Kommunen, Wohlfahrtsverbänden, Gewerkschaften, Integrationsbeiräten und -beauftragten, Migrantenor­ganisationen und Initiativgruppen unterstützt und mitgetragen. In mehr als 500 Städten und Gemeinden werden rund 5.000 Veranstaltungen durchgeführt.

SVR-Integrationsbarometer erschienen: Mehrheit bewertet das Integrationsklima positiv

Migration ist kein Problem! Das findet eine deutliche Mehrheit der Menschen im Einwanderungsland Deutschland laut dem aktuellen SVR-Integrationsbarometer. Sie bewertet das Zusammenleben in unserer pluralen Gesellschaft grundlegend positiv. Dies gilt besonders dort, wo Menschen kulturelle Vielfalt im Alltag selbst erleben. Die meisten Befragten (mit und ohne Migrationshintergrund) seien im Grundsatz weiterhin zwar dafür, Geflüchtete aufzunehmen, sprechen sich zugleich aber auch für eine Begrenzung des Zuzugs aus.

Die Pressemitteilung des Sachverständigenrates deutscher Stiftungen für Integration und Migration vom 17.09.2018 mit einer Zusammenfassung der Ergebnisse finden Sie hier, das Integrationsbarometer in voller Länge hier.